New York: Gewinne vor Big-Tech-Zahlen und Fed-Zinsentscheid
26.01.2026 - 16:34:00Der Leitindex Dow Jones Industrial US2605661048 stieg am Montag kurz nach dem Auftakt um ein halbes Prozent auf 49.333,36 Punkte. Der technologielastige Nasdaq 100 US6311011026 gewann 0,4 Prozent auf 25.709,84 Punkte und für den marktbreiten S&P 500 US78378X1072 ging es um ein halbes Prozent auf 6.951,01 Punkte nach oben.
In dieser Woche steht unter anderem die Zinsentscheidung der Notenbank Fed am Mittwoch auf der Agenda. Die Fed wird die Leitzinsen zwar aller Voraussicht nach unverändert belassen. Viel wichtiger ist jedoch die immer noch offene Frage nach dem nächsten Fed-Chef. Die Amtszeit von Jerome Powell, der unter starkem Druck von US-Präsident Donald Trump steht, endet im Mai. Als Nachfolger von Powell gehandelt werden unter anderem Rick Rieder, Manager beim Vermögensverwalter Blackrock, und der frühere Notenbanker Kevin Warsh.
Ferner dürften auch die Quartalsberichte der Tech-Giganten Apple US0378331005, Microsoft US5949181045, Tesla US88160R1014 und Meta US30303M1027 in den nächsten Tagen große Strahlkraft haben. Anleger werden einmal mehr darauf achten, inwieweit sich die massiven Investitionen der Konzerne in Künstliche Intelligenz auszahlen.
Am Markt diskutiert wird zu Wochenbeginn auch die Möglichkeit einer erneuten teilweisen Schließung der US-Regierungsgeschäfte. Denn die Demokraten im Senat bestehen darauf, dass die Finanzierung des Heimatschutzministeriums ausgesetzt wird, bis sich der Kongress auf neue Leitlinien für die Durchsetzung der Einwanderungsgesetze einigen kann. Zuvor hatten Beamte in diesem Jahr in Minnesota zwei US-Bürger getötet.
Vorne im Dow Jones waren die Aktien des Netzwerkwerk- und IT-Spezialisten Cisco US17275R1023. Sie versuchten mit einem Kursplus von 2,5 Prozent den Ausbruch nach oben aus der jüngsten, seit Mitte Dezember laufenden Konsolidierung. Gefragt waren auch die Papiere des iPhone-Konzerns Apple. Sie legten um 2,4 Prozent zu.
Wie zuvor schon in Europa waren auch jenseits des Atlantiks die Aktien von Minengesellschaften gefragt. Sie profitieren weiterhin vom Anstieg des Preises für Gold XC0009655157, der erstmals die Marke von 5.000 US-Dollar geknackt hatte. Zu den stärksten Treibern des Edelmetalls zählen geopolitische Risiken, die Käufe von Notenbanken und die Spekulation auf früher oder später weiter sinkende Zinsen in den USA. Barrick Mining CA06849F1080 zogen um 3,6 Prozent an, Newmont Mining US6516391066 um 3,1 Prozent.
Der Pharmakonzern Merck & Co US58933Y1055 beendete derweil laut einem Bericht des "Wall Street Journal" Gespräche zur Übernahme des Biotech-Unternehmens Revolution Medicines US76155X1000. Die beiden Unternehmen hätten sich nicht auf einen Kaufpreis einigen können, hieß es. Der Kurs der Anteilsscheine von Revolution Medicines brach um knapp ein Fünftel ein. Die Merck-Papiere notierten kaum verändert.
Um 1,1 Prozent nach unten ging es indes für BoeingUS0970231058-Aktien. Allerdings waren die Papiere des Flugzeugbauers- und Rüstungskonzerns zuletzt auch sehr stark gelaufen, sodass einige kurzfristig orientierte Anleger wohl erst einmal Gewinne realisierten.
Die IntelUS4581401001-Aktien fielen weiter von ihrem Mehrjahreshoch zurück, und zwar um 4,4 Prozent. Das lange Zeit kriselnde Unternehmen hatte in der vergangenen Woche die Erwartungen der Anleger mit einem Geschäftsausblick enttäuscht. So hatte sich der Kurs zuvor seit Mitte September in etwa verdoppelt. Das Unternehmen kann die Nachrage nach Server-Chips für KI-Anwendungen nicht bedienen, da bei der Produktion mit der neuen Prozessorarchitektur "Intel A18" die Ausbeute noch nicht hoch genug ist, wie Analyst Ingo Wermann von der DZ Bank erklärt.

