Zoom gibt Admins volle Kontrolle über Drittanbieter-Apps
16.01.2026 - 21:14:12Zoom stattet Unternehmen mit neuen Sicherheitswerkzeugen aus, um zu bestimmen, welche externen Apps an Meetings teilnehmen dürfen. Die Maßnahme soll sensible Gespräche vor unbefugtem Zugriff schützen.
In einer wichtigen Sicherheitsinitiative hat Zoom neue Verwaltungskontrollen eingeführt. Sie ermöglichen es Kontoinhabern und Administratoren erstmals, exakt festzulegen, welche Drittanbieter-Apps an ihren Videokonferenzen teilnehmen dürfen. Die Funktion, deren Einführung heute abgeschlossen wird, ist eine direkte Antwort auf die wachsende Zahl von Tools, die über Zooms Software Development Kit (SDK) integriert werden. Für Unternehmen, besonders in sensiblen Branchen wie Finanzen oder Gesundheitswesen, schafft dies eine entscheidende zusätzliche Sicherheitsebene.
Ein Werkzeug für maximale Sicherheit
Im Kern der Neuerung steht eine Kontoeinstellung mit dem Titel „Verwalten, welche Zoom-Apps als Teilnehmer an Meetings und Webinaren Ihrer Organisation teilnehmen können“. Administratoren können nun zwischen zwei Modi wählen: „Bestimmte SDK-Apps zulassen“ oder „Bestimmte SDK-Apps blockieren“.
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Die Allow-List funktioniert nach dem Prinzip „Alles verbieten, außer…“. Nur explizit freigegebene Anwendungen erhalten Zugang. Das ist die sicherste Option für hochregulierte Unternehmen. Die Block-List hingegen erlaubt standardmäßig alle Apps und sperrt nur gezielt benannte Anwendungen aus. Kunden, die bereits über den Support bestimmte Apps sperren ließen, finden diese Einstellungen automatisch in das neue System übernommen.
Reaktion auf ein wachsendes Ökosystem
Der Schritt ist eine logische Konsequenz aus der rasanten Verbreitung von Drittanbieter-Apps. Entwickler nutzen Zooms SDK, um Videofunktionen in ihre eigenen Produkte einzubauen – von Telemedizin-Plattformen bis zu virtuellen Event-Räumen. Diese Innovation birgt aber auch Risiken: Unkontrolliert könnten solche Apps auf sensible Meeting-Inhalte zugreifen.
Die neuen Kontrollen bieten die Lösung. Administratoren können im Zoom-Webportal eine Liste vertrauenswürdiger Apps aus dem Zoom Marketplace zusammenstellen. Nur diese vorgeprüften Tools dürfen dann an den Meetings der Organisation teilnehmen. Die Verwaltung ist zentralisiert und einfach, sodass Berechtigungen bei Bedarf schnell angepasst werden können.
Mehr Sicherheit, mehr Vertrauen
Die Neuerung ergänzt Zooms bestehende Sicherheitsstrategie für Entwickler. Apps im Marketplace durchlaufen bereits ein strenges Prüfverfahren zu Funktionalität, Usability und Sicherheit. Die neuen Admin-Kontrollen ersetzen diese Prüfung nicht, sondern bauen darauf auf. Sie geben jedem Unternehmen die Macht, seine eigenen Sicherheitsrichtlinien über die Basis-Anforderungen von Zoom zu legen.
Für Analysten ist dies Teil eines größeren Trends: Kollaborationsplattformen rüsten ihre Admin-Tools für Unternehmenskunden auf. Da Zoom durch APIs und SDKs immer tiefer in Arbeitsabläufe integriert wird, wächst der Bedarf an zentraler Kontrolle. Zoom erkennt damit an, dass Sicherheit eine gemeinsame Verantwortung von Plattform und Kunde ist.
Die Maßnahme dürfte das Vertrauen von Unternehmen in den Zoom Marketplace stärken. In einer Zeit hybrider Arbeitsmodelle werden Funktionen, die Sicherheit und Compliance erhöhen, zum entscheidenden Wettbewerbsvorteil. Erwartet wird, dass Zoom diesen Weg weitergeht und Administratoren noch mehr Transparenz und Kontrolle über ihre Daten auf der Plattform geben wird.
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