Zoll-Gebühren-Trick: Paket-Smishing bleibt gefährliche Jahresend-Falle
30.12.2025 - 02:39:12
Die Zeit zwischen Weihnachten und Neujahr ist die Hochsaison für Paket-Betrüger. Sicherheitsbehörden warnen aktuell vor gefälschten Zahlungsaufforderungen für angebliche Zollgebühren. Diese Nachrichten landen per SMS oder Messenger auf dem Smartphone.
Das Szenario klingt plausibel: Man wartet auf eine verspätete Lieferung oder eine Retoure. Plötzlich kommt eine dringende Nachricht: “Ihr Paket konnte nicht zugestellt werden. Zollgebühren in Höhe von 1,99 Euro sind offen.” Ein Link führt auf eine täuschend echte Webseite im Design von DHL, DPD oder dem Zoll.
Das Ziel der Kriminellen sind nicht die paar Euro. Wer zahlt, gibt seine Kreditkartendaten und oft auch Online-Banking-Zugänge preis. Diese Methode heißt Smishing – eine Kombination aus SMS und Phishing. Sie trifft Nutzer in einem Moment der Unaufmerksamkeit und hat eine hohe Erfolgsquote.
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Aktuelle Lage: Dauerbrenner trotz neuer Betrugswellen
Das aktuelle Phishing-Radar zeigt eine angespannte Lage. In den letzten Tagen dominierten zwar Warnungen vor Fake-Nachrichten von Disney+ und der Commerzbank die Listen. Der Paket-Betrug bleibt jedoch ein gefährlicher “Dauerbrenner”.
Das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) weist darauf hin, dass Phasen mit hohem Paketaufkommen – wie jetzt – besonders genutzt werden. Die Täter spekulieren darauf, dass Empfänger den Überblick verloren haben und aus Angst vor Rücksendungen schnell handeln.
So erkennen Sie den Betrug:
* Der Link: Seriöse Dienste nutzen keine kryptischen Kurz-URLs für Zahlungen.
* Die Dringlichkeit: Formulierungen wie “letzte Chance” oder “Rücksendung in 24h” bauen Druck auf.
* Der Betrag: Fast immer werden kleine, krumme Beträge wie 1,99 € gefordert.
Neue Angriffswege: Von der SMS zum Messenger
Eine besorgniserregende Entwicklung ist die Verlagerung der Angriffe. Weil SMS-Filter besser werden, weichen Betrüger auf Messenger aus.
Sie nutzen verstärkt iMessage auf iPhones und RCS (Google Messages) auf Android-Geräten. Der Vorteil für die Kriminellen: Diese Nachrichten wirken vertrauenswürdiger, können Logos fälschen und sind für Massenangriffe über das Datennetz extrem günstig.
Warum die Masche so erfolgreich ist
Der Trick funktioniert durch “Social Engineering” – die Manipulation von Emotionen. In der stressigen Nachweihnachtszeit ist die Abwehr vieler Menschen geschwächt. Die Kombination aus einem erwarteten Paket und einem scheinbar kleinen Problem führt dazu, dass Sicherheitsregeln ignoriert werden.
Hinzu kommt: Die Qualität der Fälschungen hat massiv zugenommen. KI-Tools sorgen für fehlerfreie Texte. Frühere Erkennungszeichen wie Rechtschreibfehler sind heute selten.
Das können Verbraucher tun
Die klare Empfehlung lautet: Bleiben Sie wachsam. Klicken Sie niemals auf Links in Nachrichten, die Zahlungen fordern. Prüfen Sie den Status Ihrer Sendung immer in der offiziellen App des Paketdienstes oder auf dessen Webseite.
Merken Sie sich: Der deutsche Zoll verschickt grundsätzlich keine Zahlungsaufforderungen per SMS oder E-Mail. Gebühren werden direkt beim Zusteller oder in der Filiale beglichen.
Sollten Sie bereits Daten preisgegeben haben, handeln Sie sofort: Sperren Sie Ihre Karte bei der Bank und erstatten Sie Anzeige bei der Polizei.
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