Zohos, Arattai

Zohos Arattai bringt Video-Telefonie auf den Fernseher

02.01.2026 - 11:32:12

Der indische Konzern Zoho startet eine native Android-TV-App für seinen Messenger Arattai, die HD-Videoanrufe direkt auf dem Fernseher ermöglicht und damit eine Schwachstelle von WhatsApp adressiert.

Der indische Tech-Konzern Zoho startet mit einer TV-App für seinen Messenger Arattai einen direkten Angriff auf WhatsApp. Die Neujahrs-Innovation ermöglicht Videoanrufe auf Android-Fernsehern – ein Feature, das dem Marktführer bislang fehlt.

Der Angriff auf WhatsApps Wohnzimmer

Zoho-Gründer Sridhar Vembu präsentierte die Android-TV-App am Neujahrstag 2026. Nutzer können nun HD-Videoanrufe direkt vom Fernseher führen. Das zielt auf einen wachsenden Bedarf an immersiver Kommunikation für Familienfeiern oder Homeoffice-Meetings.

Die App nutzt den großen Bildschirm für ein „wesentlich reicheres Videoanruf-Erlebnis“. Im Gegensatz zum umständlichen Smartphone-Spiegeln läuft sie nativ auf dem TV-Gerät. Für Fernseher ohne Kamera unterstützt die Lösung externe USB-Webcams und Mikrofone.

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Der Login per QR-Code – gescannt mit der Handy-App – umgeht mühsame Texteingaben per Fernbedienung. Kontakte, Chats und geplante Meetings sind sofort synchronisiert.

Strategischer Vorteil gegen den Marktführer

Die TV-App ist ein gezielter Differenzierungs-Schlag gegen WhatsApp. Der Meta-Dienst bietet zwar Smartwatch- und Desktop-Funktionen, hat aber keine native Android-TV-Lösung. Nutzer müssen dort ihr Handy-Display streamen – ineffizient und störanfällig.

Arattai positioniert sich damit als vielseitigere Plattform zwischen privater und professioneller Kommunikation. Die App unterstützt sowohl Einzelanrufe als auch geplante Meetings. Das nutzt Zohos Expertise aus dem Unternehmensumfeld.

Experten sehen hier eine Schwachstelle in Metas Strategie. WhatsApp dominiert zwar die mobile Kommunikation, ist im Smart-Home-Bereich aber kaum präsent. Arattai spricht nun gezielt Familien an, die gemeinsam mit Verwandten videochatten wollen, und Remote-Mitarbeiter, die Meetings im Wohnzimmer bevorzugen.

Datenschutz als indische Kernkompetenz

Die Veröffentlichung passt zu Zohos Philosophie von „Swadeshi“ (Eigenständigkeit) und Datenschutz. Vembu betont regelmäßig, dass Arattai Datenschutz als Grundpfeiler versteht und Nutzerdaten in Indien speichert.

Die TV-App setzt diesen Kurs fort. Ein „Vorschaubildschirm“ zeigt Kamera-Perspektive und Mikrofon-Status vor dem Anruf. Das verhindert peinliche „Hot-Mic“-Vorfälle im Wohnzimmer. Die Verschlüsselung entspricht laut Unternehmen dem Mobil-Standard.

Das Timing am Neujahrstag 2026 ist symbolträchtig. Es unterstreicht den Anspruch indischer Technologie, Features zu bieten, die globale Giganten übersehen haben. Vor dem Hintergrund der indischen Digital-Souveränitäts-Bestrebungen dürfte die Innovation auf politische und datenschutzbewusste Zustimmung stoßen.

Einfacher Einstieg für Nutzer

Die Hürden für die Nutzung sind niedrig. Die App ist über den Google Play Store auf Android-Fernsehern verfügbar. Die Oberfläche ist für Fernbedienungen optimiert mit großen Texten und intuitiven Menüs.

Technische Schlüsseldaten:
* Systemvoraussetzung: Android TV OS 7.0 oder höher
* Hardware: Plug-and-Play für Standard-USB-Webcams und Mikrofone
* Meeting-Integration: Direkte Anzeige laufender und geplanter Meetings auf dem TV-Dashboard
* Aufzeichnungen: Wiedergabe aufgezeichneter Besprechungen möglich

Erste Berichte zeigen dynamische Videoqualität je nach Bandbreite – entscheidend für den indischen Markt mit schwankenden Verbindungen. Die App priorisiert Audio-Stabilität, um Anrufe auch bei schlechter Videoqualität aufrechtzuerhalten.

Was 2026 noch kommen könnte

Vembu deutete an, dass die TV-App nur der erste größere Update-Schub 2026 ist. Arattai soll nicht nur mit WhatsApp konkurrieren, sondern mit ganzen Kommunikations-Ökosystemen wie Telegram und Signal.

Experten erwarten als nächste Schritte Integrationen mit Smart-Home-Geräten oder kollaborative Viewing-Erlebnisse. Dabei könnten Nutzer gemeinsam Inhalte schauen während eines Videoanrufs – ein Feature, das Apples SharePlay bekannt machte, aber in plattformübergreifenden Messengern fehlt.

Spekulationen gibt es auch zu Monetarisierung oder Business-Features. Mit Zohos starker B2B-Expertise könnte eine „Pro“-Version für TV erweiterte Videokonferenz-Tools bieten: Bildschirmfreigabe oder Whiteboard-Integration. Das würde den Wohnzimmer-Fernseher zum firmentauglichen Konferenz-Display machen.

Der unmittelbare Effekt ist klar: Arattai hat WhatsApp im Wettlauf ums Wohnzimmer geschlagen. Ob dieser Erstvorteil zu spürbaren Nutzer-Gewinnen führt, bleibt abzuwarten. Doch der Messenger setzt damit neue Maßstäbe für das, was Nutzer 2026 von Kommunikations-Apps erwarten können. Im Kampf um digitale Kommunikation ist der Bildschirm an der Wand nun genauso wichtig geworden wie das Telefon in der Tasche.

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