ZeroDayRAT, Spyware

ZeroDayRAT: Neue Spyware bedroht Android und iPhone

11.02.2026 - 19:02:12

Das als Kit verkaufte Spionage-Tool ZeroDayRAT ermöglicht totale Kontrolle über Android- und iOS-Geräte und stellt eine neue Gefahr für Privatpersonen und Unternehmen dar.

Eine hochgefährliche Spyware namens ZeroDayRAT versetzt Sicherheitsexperten in Alarmbereitschaft. Das Spionage-Toolkit, das über Telegram verkauft wird, ermöglicht Angreifern die totale Überwachung von Smartphones – und ist so einfach zu nutzen wie nie zuvor.

Was die Spyware kann: Totale Kontrolle über Ihr Smartphone

Die von der Sicherheitsfirma iVerify Anfang Februar entdeckte Software ist ein Rundum-Sorglos-Paket für Cyberkriminelle. Nach der Infektion erhalten Hacker über ein Web-Dashboard Zugriff auf nahezu alle Funktionen des Geräts. Sie können nicht nur Standort, Batteriestatus und App-Nutzung auslesen, sondern auch Live-Bilder der Kameras empfangen und Gespräche mithören. Ein eingebauter Keylogger zeichnet jede Eingabe auf, selbst biometrische Entsperrmuster. Selbst Benachrichtigungen von verschlüsselten Messengern wie WhatsApp werden erfasst. Die Botschaft ist klar: Ist das Gerät erst infiziert, gibt es keine Privatsphäre mehr.

So gelangt die Schadsoftware auf Ihr Handy

Die Hauptinfektionsmethode ist Smishing – betrügerische SMS mit einem Link zu einer gefälschten App. Die Opfer werden durch geschicktes Social Engineering dazu gebracht, eine bösartige Datei zu installieren. Die Entwickler werben damit, dass ZeroDayRAT eine breite Palette von Geräten unterstützt, von Android 5 bis 16 und iOS bis Version 26. Das macht Millionen von Smartphones potenziell angreifbar. Die einfache Verfügbarkeit auf Telegram senkt die Einstiegshürde für Kriminelle ohne tiefgehendes IT-Wissen erheblich.

Finanzbetrug und Unternehmensspionage als Hauptziele

Die Folgen einer Infektion sind gravierend. Für Privatpersonen besteht ein enormes finanzielles Risiko. Spezielle Module der Spyware zielen gezielt auf Banking-Apps und Krypto-Wallets wie MetaMask ab. Sie manipulieren die Zwischenablage, um bei Überweisungen die Wallet-Adresse des Angreifers einzusetzen.

Für Unternehmen ist die Bedrohung nicht weniger gefährlich. Ein einziges infiziertes Mitarbeiterhandy, ob privat oder dienstlich, kann zum Einstiegspunkt ins gesamte Firmennetzwerk werden. Das Risiko für Datendiebstahl, Wirtschaftsspionage und schwere DSGVO-Verstöße steigt massiv. Die Demokratisierung solcher Hochleistungsspionage stellt IT-Abteilungen vor völlig neue Herausforderungen.

Ein alarmierender Trend: Cyberwaffen für alle

Die Entdeckung von ZeroDayRAT unterstreicht einen besorgniserregenden Trend: die Kommerzialisierung von Cyberwaffen. Was früher Nationalstaaten vorbehalten war, ist heute als einfach zu bedienendes Kit für jeden Kriminellen erhältlich. Die aktive Weiterentwicklung und der Kundensupport via Telegram deuten auf ein skalierbares Geschäftsmodell hin. Experten warnen, dass die plattformübergreifende Kompatibilität die Bedrohungslage global verschärft.

So schützen Sie sich vor der mobilen Gefahr

Angesichts dieser Bedrohung sind proaktive Maßnahmen entscheidend. Die wichtigste Regel lautet: Apps nur aus den offiziellen Stores von Google und Apple installieren. Links in Nachrichten von unbekannten Absendern sollten niemals angeklickt werden.

Für besonders gefährdete Personen wie Journalisten oder Führungskräfte bieten Betriebssysteme erweiterte Schutzfunktionen. Der „Lockdown Mode“ auf iOS reduziert die Angriffsfläche des Geräts erheblich. Unternehmen sollten ihre Mobile-Device-Richtlinien überprüfen und den Einsatz von Mobile-Threat-Defense-Lösungen (MTD) erwägen. Die beste Verteidigung bleibt jedoch eine kontinuierliche Sensibilisierung aller Nutzer für die Tricks der Cyberkriminellen.

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