Zerith H1: Roboter startet Reinigungseinsatz auf chinesischem Flughafen
11.01.2026 - 11:43:12Ein humanoider Reinigungsroboter hat seinen Dienst auf einem internationalen Flughafen aufgenommen – ein Meilenstein für die Servicerobotik. Der Zerith H1 säubert seit heute, dem 11. Januar 2026, autonom die Toiletten und Flure des Hefei Xinqiao International Airport. Diese Premiere markiert den Sprung der Technologie aus dem Labor in den hochfrequentierten Alltagsbetrieb und könnte Vorbild für Flughäfen weltweit sein.
Entwickelt wurde der Roboter vom Hefei-Startup Zerith Robotics. Der H1 verkörpert eine neue Generation „verkörperter Intelligenz“, die monotone Reinigungsarbeiten mit menschenähnlicher Geschicklichkeit und maschineller Effizienz erledigen soll.
Autonome Sauberkeit in der Terminal-Hektik
Reisende in Hefei bekamen heute einen Vorgeschmack auf die Zukunft: Auf einem fahrbaren Untersatz navigiert der Roboter durch die Anlage. Sein Auftrag ist anspruchsvoll. Anders als einfache Scheuermaschinen verfügt der H1 über einen menschenähnlichen Oberkörper, der sich flexibel bewegen kann.
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Beobachter sahen, wie der Roboter seine Höhe automatisch anpasste, um Flecken von Waschbecken zu wischen, herumliegenden Müll aufzusammeln und schwer erreichbare Stellen zu säubern. Der Fokus liegt auf den „langweiligen, dreckigen und gefährlichen“ Aufgaben der Gebäudereinigung. Der Roboter identifiziert Abfall, sortiert ihn in die richtigen Behälter und führt Wischroutinen komplett ohne menschliches Zutun durch. Der Dauerbetrieb im stressigen Flughafenumfeld dient als Härtetest für die Alltagstauglichkeit.
KI-Gehirn und pragmatisches Design als Erfolgsgeheimnis
Die operative Leistungsfähigkeit des Zerith H1 speist sich aus seinem „Gehirn“, dem Zerith-V0 Large Scene Model. Diese proprietäre KI-Architektur ermöglicht dem Roboter, seine Umgebung dreidimensional zu erfassen und komplexe Arbeitsabläufe in Echtzeit zu planen.
Die technischen Spezifikationen listen ein multimodales Wahrnehmungssystem mit LiDAR, Ultraschall- und taktilen Sensoren auf. So bewegt sich der H1 sicher durch Menschenmengen und weicht Passagieren und Gepäck aus. Das 3D-System erlaubt es ihm sogar, die Intensität von Verschmutzungen einzuschätzen und den nötigen Reinigungsdruck zu berechnen.
Ein pragmatischer Design-Entscheid fällt auf: Statt auf zwei Beinen zu laufen, rollt der H1 auf Rädern. Für den Einsatz in flachen, strukturierten Umgebungen wie Flughäfen oder Hotels bietet dies mehr Stabilität und Energieeffizienz – besonders bei kräftigen Schrubb-Bewegungen. Dieser Trend zu „fahrbaren Humanoiden“ erhöht die kommerzielle Machbarkeit.
Vom Uni-Labor zur Serienproduktion in Rekordzeit
Der rasante Aufstieg von Zerith Robotics unterstreicht das atemberaubende Tempo der chinesischen Robotik-Branche. Das Unternehmen wurde von Absolventen der Tsinghua University gegründet und schaffte den Sprung vom Prototypen zur Serienproduktion in etwas über einem Jahr.
Berichten zufolge hat das Startup bereits Aufträge im Wert von über 100 Millionen Yuan (rund 13 Millionen Euro) erhalten. Der Flughafeneinsatz ist nur die Spitze des Eisbergs. Zerith hat bereits über 20 Einheiten in Metropolen wie Peking, Shanghai und Shenzhen im Einsatz – in Einkaufszentren und Hotels, wo sie als Reinigungskräfte, Sortierer oder Service-Assistenten arbeiten.
Laut Yang Wei, Chief Brand Officer des Unternehmens, sind diese Business-to-Business-Einsätze ein strategischer Schritt. Solche kontrollierteren, aber dennoch komplexen Umgebungen liefern wertvolle Daten, um die Algorithmen zu verfeinern. Das langfristige Ziel ist klar: der Heimmarkt.
Antwort auf den Personalmangel im Service-Sektor
Der Einsatz in Hefei kommt zu einer Zeit, in der die globale Dienstleistungsbranche unter chronischem Personalmangel leidet. Die Stelle der Reinigungskraft – besonders in stark frequentierten öffentlichen Toiletten – ist oft nur schwer zu besetzen.
Durch die Automatisierung dieser essenziellen, aber repetitiven Aufgaben will die Flughafenleitung die Effizienz und Hygienestandards steigern. Der Roboter benötigt keine Pausen und kann während der Stoßzeiten ein konstantes Reinigungsniveau halten. Er soll die menschlichen Mitarbeiter nicht ersetzen, sondern ergänzen. Diese könnten sich so auf anspruchsvollere, aufsichtführende oder gastorientierte Tätigkeiten konzentrieren, die Empathie und Urteilsvermögen erfordern.
Branchenexperten sehen im erfolgreichen Flughafen-Einsatz eine Validierung des Wirtschaftlichkeitsmodells humanoider Roboter. Sinken die Hardwarekosten weiter und verbessert sich die KI, wird die Investition für Facility-Manager immer attraktiver – gerade angesichts steigender Personalkosten.
Die Zukunft: Der Weg in die eigenen vier Wände
Die Operationen in Hefei werden als wegweisende Fallstudie für die breitere Adoption humanoider Roboter dienen. Die gesammelten Daten über das Verhalten in unvorhersehbaren Alltagssituationen fließen direkt zurück in das Zerith-V0-Modell und trainieren die KI kontinuierlich weiter.
Das Unternehmen hat ambitionierte Pläne für den Heimeinsatz. Während die aktuelle Flughafen-Version noch industrietauglich ist, sollen künftige Iterationen kompakter und vielseitiger werden. Sie könnten dann häusliche Aufgaben wie Wäsche waschen, Küchen reinigen und aufräumen übernehmen.
Bis dahin rollt der Zerith H1 leise durch das Terminal von Hefei – ein stummer Vorbote der kommenden Roboter-Arbeitskräfte. Seit dem 11. Januar 2026 ist die Zukunft der Gebäudereinigung keine Zukunftsmusik mehr. Sie ist im Einsatz, fährt auf Rädern und wischt gerade Waschbecken ab.
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