Zehnte Geschäftsklimaumfrage der AHK Japan und der KPMG AGWirtschaftsprüfungsgesellschaft / 95 % der deutschen Unternehmenschätzen die Stabilität Japans in Zeiten geopolitischer UmbrücheTokio / Berlin - Im Jahr der Expo 2025 in Osaka überzeugt Japan mitFundamentaldaten: 82 % der deutschen Unternehmen erwirtschafteten 2024 Gewinnein Japan; 23 % erzielten Gewinnmargen vor Steuern von mehr als 10 %- Erfolgsgeschichte der letzten Dekade: 64 % der Unternehmen steigerten ihren Umsatz in den letzten zehn Jahren, 26 % verdreifachten ihn oder erzielten noch mehr Wachstum- Differenzierter Blick auf die neue US-Administration: 22 % der Befragten erwarten positive Auswirkungen der Wiederwahl von Präsident Donald Trump auf ihr Geschäft in Japan (+ 10 Prozentpunkte ggü.
02.04.2025 - 09:48:18KPMG AG / Zehnte Geschäftsklimaumfrage der AHK Japan und der KPMG AG ...
Zehnte Geschäftsklimaumfrage der AHK Japan und der KPMG AGWirtschaftsprüfungsgesellschaft / 95 % der deutschen Unternehmenschätzen die Stabilität Japans in Zeiten geopolitischer UmbrücheTokio/Berlin (ots) - Im Jahr der Expo 2025 in Osaka überzeugt Japan mitFundamentaldaten: 82 % der deutschen Unternehmen erwirtschafteten 2024 Gewinnein Japan; 23 % erzielten Gewinnmargen vor Steuern von mehr als 10 %
- Erfolgsgeschichte der letzten Dekade: 64 % der Unternehmen steigerten ihren Umsatz in den letzten zehn Jahren, 26 % verdreifachten ihn oder erzielten noch mehr Wachstum- Differenzierter Blick auf die neue US-Administration: 22 % der Befragten erwarten positive Auswirkungen der Wiederwahl von Präsident Donald Trump auf ihr Geschäft in Japan (+ 10 Prozentpunkte ggü. seiner Erstwahl 2017); 39 % erwarten negative Folgen- Japan als globaler Partner Deutschlands: 61 % (+ 14 Prozentpunkte ggü. Vorjahr) wollen an Geschäftsnetzwerken Japans teilhaben, 63 % kooperieren mit japanischen Partnern in Drittstaaten (+ 10 Prozentpunkte ggü. Vorjahr), 61 % sehen wachsende Kooperationsbereitschaft japanischer Unternehmen mit ausländischen Unternehmen- Größte Herausforderungen: Rekrutierung von qualifiziertem Personal (82 %) sowie Wechselkursrisiken (77 %)
Gerade in geopolitisch unsicheren Zeiten überzeugt Japan als stabiler undzugleich profitabler Markt für deutsche Unternehmen. Das zeigt die neueGeschäftsklimaumfrage " Economic Outlook - German Business in Japan 2025 " derDeutschen Industrie- und Handelskammer in Japan (AHK Japan) und KPMGDeutschland.
Die deutschen Unternehmen stellen dem Wirtschaftsstandort Japan demnach einexzellentes Zeugnis aus: 95 % schätzen die wirtschaftliche Stabilität desLandes, 93 % loben die stabilen und verlässlichen Geschäftsbeziehungen, 87 % diesoziale Stabilität und Sicherheit im Land sowie 80 % die politische Stabilitätund demokratischen Grundpfeiler.
Zudem bewerten 90 % der Befragten die hohe Qualifizierung der Fachkräfte alsbesonders positiv. Auch die hochentwickelte Infrastruktur (87 %) und dieOffenheit für Technologie und Innovation (76 %) tragen zur Attraktivität bei.
Deutsche Unternehmen in Japan mit soliden Gewinnen und Wachstumsambitionen
Ungeachtet globaler wirtschaftlicher Turbulenzen bleiben deutsche Unternehmen inJapan auf Erfolgskurs. 2024 erwirtschafteten 82 % einen Gewinn, 23 % erzieltenVorsteuermargen von über 10 %. Für fast die Hälfte der befragten Unternehmen (47%) zählt Japan zu den fünf größten Umsatz- und Ergebnisquellen im Gesamtkonzern.
"Japan ist und bleibt ein attraktiver Markt für deutsche Unternehmen. 'Makingmoney in Japan' wird damit erneut von den Befragten unterstrichen. Dass so vieleUnternehmen Vorsteuergewinne erzielen und sogar 23 % von ihnen über 10 %,unterstreicht ein auskömmliches Geschäft und befördert Japan in die globaleSpitzenliga besonders attraktiver Märkte. Das bestätigen auch die Umfragen derletzten zehn Jahre", so Marcus Schürmann, Geschäftsführendes Vorstandsmitgliedder AHK Japan .
Auch der Blick nach vorn ist optimistisch: 73 % rechnen 2025 mit steigendenUmsätzen, 80 % erwarten dies für 2026. Die Profitabilität bleibt hoch: 61 % derUnternehmen gehen von einer höheren Marge im laufenden Jahr aus, 70 %prognostizieren dies für das Folgejahr.
Knapp jedes dritte Unternehmen (31 %) plant 2025 höhere Investitionen; gut jedesZweite (52 %) will zusätzliche Mitarbeiter einstellen. Für 2026 steigen dieseWerte auf 46 % bzw. 59 %.
Fördert Engagement in Japan die Resilienz?
Deutsche Unternehmen in Japan haben einen differenzierten Blick auf die neueUS-Administration. 22 % rechnen mit positiven Effekten der Wiederwahl vonPräsident Donald Trump für ihr Japan-Geschäft, 39 % bleiben neutral. Mitebenfalls 39 % gibt es zwar auch skeptische Einschätzungen, jedoch signifikantweniger als in Deutschland. Auch im Vergleich mit den Befragungsergebnissen zurersten Wahl Trumps als US-Präsident im Jahr 2017 ist die Hoffnung der deutschenUnternehmen in Japan gestiegen (+ 10 Prozentpunkte).
"Die USA haben ein ähnlich hohes Handelsbilanzdefizit mit Japan wie mitDeutschland - rund 70 Milliarden US-Dollar. Dennoch bleibt der Blick deutscherUnternehmen in Japan auf die neue US-Administration spürbar entspannter. Einwesentlicher Faktor ist die strategische Partnerschaft der USA und Japan inAsien. Dies ist ein weiterer Grund, warum Unternehmen in Deutschland den Auf-und Ausbau ihrer Präsenz in Japan in Betracht ziehen sollten", erläutert AndreasGlunz, Bereichsvorstand International Business bei KPMG in Deutschland .
Japan als Partner Deutschlands im globalen Wettbewerb der Großmächte
Für 86 % der befragten Unternehmen ist das hohe Absatzpotential Japans derwichtigste Grund für ihr Engagement in Japan (+5 Prozentpunkte ggü. Vorjahr).Danach folgt mit 61 % die Teilhabe an den globalen Geschäftsnetzwerkenjapanischer Konzerne als zweitwichtigster Grund (+14 Prozentpunkte ggü.Vorjahr).
In diesem Zusammenhang nutzen deutsche Unternehmen in Japan ihre Kontakte zujapanischen Partnern vermehrt, um außerhalb Japans zu kooperieren: 63 % arbeitenin Drittmärkten zusammen (+ 10 Prozentpunkte ggü. Vorjahr). Die Zusammenarbeitist dabei nicht regional limitiert, sondern umfasst ganz Asien (67 %), Europa(55 %), China (44 %), Nordamerika (40 %) sowie Indien (33 %). Gerade imeuropäischen Binnenmarkt nimmt die Kooperation besonders stark zu, nämlich um +12 Prozentpunkte.
"Als dritt- und viertgrößte Volkswirtschaften stehen deutsche und japanischeUnternehmen global in direkter Konkurrenz - insbesondere in Schlüsselbranchenwie Automobilbau, Maschinenbau und Hochtechnologie. Gleichzeitig wächst dieZusammenarbeit, etwa in der Wasserstofftechnologie und bei Industrie 4.0. Diezunehmende Kooperation stärkt die Position im geopolitisch geprägten Wettbewerbmit den USA und China," betont Andreas Glunz . "Deutsche und japanischeUnternehmen kooperieren besonders in ihren jeweiligen Heimatmärkten in Asien undEuropa."
Die Offenheit japanischer Unternehmen für Kooperationen mit ausländischenPartnern ist in den vergangenen zehn Jahren deutlich gewachsen. 61 % derBefragten bestätigen dies.
"Im Zusammenhang mit Geschäftspotenzialen auf Drittmärkten spielt der GlobaleSüden eine immer wichtigere Rolle. Während das Handelsvolumen Japans undDeutschlands mit den G77-Ländern des globalen Südens auf einem vergleichbarenNiveau liegt, liegen die Investitionen Japans in diesen Ländern mit rund 638Mrd. US-Dollar (2023) gut 50 % über denen Deutschlands. Es lohnt sich sehr,japanische Investitionsstrategien in diesen Regionen zu verfolgen, um darausGeschäfts- und Kooperationspotenziale ableiten zu können," führt MarcusSchürmann aus.
Von Japan lernen
Das Erkennen neuer Trends in Technologie und Innovation benennen 61 % als Grundfür ihr Engagement in Japan. Die Beobachtung der japanischen Wettbewerber istfür 57 % der Unternehmen relevant, denn mit ihnen stehen deutsche Unternehmenweltweit in Konkurrenz.
"Japan ist kein Hundertmeter-Sprint, sondern ein Marathon. Wer hier erfolgreichsein will, muss über Jahre hinweg in den Aufbau von Geschäftsbeziehungeninvestieren. Doch wer bereit ist die Langstrecke zu meistern, findet einestabile und vertrauensvolle Basis - sowohl im japanischen Markt als auch fürgemeinsame Erfolge in Drittmärkten", berichtet Andreas Glunz aus eigenerErfahrung .
Nearshoring und regionale Integration als Investitionstreiber
Geopolitische Unsicherheiten und die Notwendigkeit robuster Lieferkettenverstärken den Trend zum Nearshoring: 29 % der Unternehmen sehen dies alsSchlüssel zur Resilienz - ein Anstieg um 6 Prozentpunkte gegenüber 2024.
"Produktion in Japan für Japan sowie für Asien und weltweit sind ein sich weiterverstärkender Trend," beobachtet Marcus Schürmann ."Die älteste IndustrienationAsiens bietet attraktive Rahmenbedingungen und wettbewerbsfähigeKostenstrukturen nicht nur für Neueinsteiger, sondern auch für Unternehmen, dieZweitinvestitionen planen. Der japanische Staat und die Präfekturen bieten dabeiumfassende Unterstützung an."
Neueinstellungen und Währungsrisiken als größte Herausforderungen
Fachkräftemangel bleibt für 82 % der Unternehmen die größte Herausforderung inJapan - bedingt durch eine alternde und zugleich schrumpfende Gesellschaft. Derseit vier Jahren schwache Yen sowie die hohe Staatsverschuldung Japans führen zusteigenden Währungsrisiken. 77 % der Unternehmen benennen dies alsHerausforderung.
Zur Geschäftsklimaumfrage
Die AHK Japan und die KPMG AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft haben für dieGeschäftsklimaumfrage "German Business in Japan 2025" 148 japanische Töchterdeutscher Konzerne befragt. Der Durchführungszeitraum lag zwischen dem 31.Januar und 16. Februar 2025. Die Fragen konzentrieren sich auf denwirtschaftlichen Ausblick der deutschen Unternehmen in Japan sowie auf derenHerausforderungen und Geschäftschancen.
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KPMG AGWirtschaftsprüfungsgesellschaftKatrin Häbel, Leiterin UnternehmenskommunikationT +49 69 9587 4228mailto:khaebel@kpmg.comKPMG im Internet: http://www.kpmg.com/de
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