Yerkes-Dodson-Gesetz, Leistungskurve

Yerkes-Dodson-Gesetz: So steuern Sie Ihre Leistungskurve

06.02.2026 - 22:34:12

Das psychologische Prinzip erklärt den Zusammenhang zwischen Druck und Leistung als umgekehrte U-Kurve. Der optimale Punkt steigert die Produktivität, während zu viel Stress blockiert.

Ein über 100 Jahre altes psychologisches Prinzip erklärt, warum wir unter Druck manchmal Höchstleistungen bringen – und manchmal komplett blockieren. Das Yerkes-Dodson-Gesetz beschreibt den Zusammenhang zwischen Erregung und Leistung als umgekehrte U-Kurve.

Die Suche nach dem optimalen Stress-Level

Die Kernaussage des Gesetzes ist einfach: Bei zu wenig Anspannung sind wir unterfordert und unmotiviert. Ein moderates Stresslevel steigert dagegen unsere Aufmerksamkeit und Leistungsfähigkeit. Doch wird der Druck zu groß, kippt der Effekt. Überforderung und Angst blockieren dann unsere kognitiven Ressourcen.

Der Trick besteht darin, den persönlichen „Sweet Spot“ zu finden. An diesem Punkt ist die Erregung hoch genug, um uns zu mobilisieren, aber nicht so hoch, dass sie lähmt.

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Einfache vs. komplexe Aufgaben: Der entscheidende Unterschied

Das optimale Erregungsniveau ist nicht für alle Tätigkeiten gleich. Für einfache oder routinierte Aufgaben kann ein höherer Druck sogar vorteilhaft sein. Er treibt uns an und steigert die Motivation.

Anders sieht es bei komplexen oder neuen Herausforderungen aus. Hier stört schon ein moderates Stresslevel. Aufgaben, die hohe Konzentration und kreative Lösungen erfordern, gelingen besser mit einem ruhigen, fokussierten Geist. Wer eine neue Strategie entwickelt oder eine schwierige Prüfung ablegt, braucht also einen kühlen Kopf.

So wenden Sie das Prinzip im Alltag an

Das Verständnis dieses Gesetzes bietet konkrete Ansätze für mehr Produktivität:
* Gegen Überforderung: Nutzen Sie Stressmanagement-Techniken wie Achtsamkeitsübungen oder gezielte Pausen.
* Gegen Unterforderung: Setzen Sie sich bewusst moderaten Herausforderungen aus, um Prokrastination zu vermeiden.
* Ziele setzen: Klare und realistische Ziele helfen, ein motivierendes Erregungsniveau zu erreichen.

Auch in der Führung von Teams oder in der Pädagogik wird dieses Wissen genutzt, um Umgebungen zu schaffen, die anspornen – ohne zu überwältigen.

Ein zeitloses Modell mit Grenzen

Trotz seines Alters von über einem Jahrhundert liefert das Yerkes-Dodson-Gesetz noch heute plausible Erklärungen. Es zeigt, warum Sportler im Wettkampf zu Bestleistungen auflaufen und warum Prüfungsangst das Abrufen von Wissen blockieren kann.

Kritiker sehen in dem Modell jedoch eine Vereinfachung. Es berücksichtigt individuelle Unterschiede in der Persönlichkeit und Stressresistenz nur unzureichend. Der optimale Punkt auf der Kurve ist von Mensch zu Mensch verschieden.

Dennoch bleibt die zentrale Botschaft aktuell: Die bewusste Steuerung des eigenen Stresslevels ist ein Schlüssel zu nachhaltigem Erfolg und Wohlbefinden.

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