Yan Hu Suo: TCM-Kraut lindert Chemo-Schmerzen wissenschaftlich belegt
04.01.2026 - 15:39:12Eine bahnbrechende Studie entschlüsselt, wie das traditionelle chinesische Schmerzkraut Yan Hu Suo Nervenschmerzen nach Chemotherapie lindert – und liefert den molekularen Beweis für jahrhundertealte Heilerfahrung.
Forscher haben den Wirkmechanismus von Yan Hu Suo (Corydalis yanhusuo) gegen eine der quälendsten Nebenwirkungen der Krebstherapie aufgeklärt. Die im Januar 2026 in einem führenden MDPI-Journal veröffentlichte Studie zeigt: Der Hauptwirkstoff der Pflanze, Tetrahydropalmatine (THP), dämpft gezielt die überaktiven Schmerzrezeptoren, die durch das Chemotherapeutikum Paclitaxel ausgelöst werden. Für Patienten mit Chemotherapie-induzierter peripherer Neuropathie (CIPN) – gekennzeichnet durch Taubheit, Kribbeln und stechende Schmerzen in Händen und Füßen – eröffnet dies eine vielversprechende, nicht-opioide Behandlungsoption.
Die Studie liefert erstmals den detaillierten pharmakologischen Nachweis, wie das traditionelle Schmerzkraut wirkt. Der Clou: Der Wirkstoff THP moduliert zwei spezifische Ionenkanäle in den Nervenzellen, die TRPV1- und TRPM8-Rezeptoren. Diese Kanäle sind bei CIPN-Patienten hypersensibel und leiten ständig Schmerzsignale ans Gehirn.
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„Yan Hu Suo wirkt wie ein natürlicher Dämpfer für diese überreizten Schmerzrezeptoren“, erklärt die Studie. Während TRPV1 typischerweise Hitze- und Entzündungsschmerzen vermittelt, ist TRPM8 als „Kälterezeptor“ bekannt. Die gezielte Herunterregulierung beider Kanäle durch den Pflanzenwirkstoff erklärt die beobachtete Linderung der typischen Überempfindlichkeit gegen Berührung und Kälte.
Synergie-Effekt bestätigt uraltes TCM-Prinzip
Ein zentrales Ergebnis bestätigt ein Grundprinzip der Traditionellen Chinesischen Medizin (TCM): die Kraft der Kräuterkombination. Die Forscher fanden heraus, dass die Wirkung von Yan Hu Suo deutlich verstärkt wird, wenn es mit Evodia rutaecarpa (Wu Zhu Yu) kombiniert wird. Die gemeinsame Gabe beider Extrakte erzielte den stärksten schmerzlindernden Effekt in den Versuchsmodellen.
Diese „pflanzliche Synergie“ könnte den Weg für neuartige, standardisierte Phytopharmaka ebnen. Die Idee: Die isolierten Wirkstoffe in einem präzisen Verhältnis zu kombinieren, um ein hochwirksames, nicht süchtig machendes Schmerzmittel speziell für Nervenschmerzen zu entwickeln.
Hoffnung für Patienten mit limitierten Therapieoptionen
Die klinische Relevanz ist enorm. CIPN ist eine häufige und oft dosislimitierende Nebenwirkung, die die Lebensqualität von Krebspatienten massiv beeinträchtigen kann – manchmal über Monate oder Jahre nach Ende der Therapie hinweg. Bisherige Standardtherapien wie bestimmte Antidepressiva oder Antiepileptika sind oft nur mäßig wirksam und bringen eigene Nebenwirkungen wie Müdigkeit oder Schwindel mit sich.
„Die Studie adressiert eine kritische Lücke in der onkologischen Begleittherapie“, so ein Expertenkommentar. Da Yan Hu Suo nicht an die gleichen Opioid-Rezeptoren wie Morphin bindet, gilt es als sicherere Option für eine langfristige Schmerztherapie mit geringerem Abhängigkeitsrisiko.
Von der Tradition in die klinische Forschung
Yan Hu Suo hat eine lange Geschichte in der ostasiatischen Medizin, traditionell wird die Wurzel mit Essig verarbeitet, um ihre schmerzstillende Wirkung zu verstärken. Die aktuelle Forschung fügt sich in eine wachsende Zahl wissenschaftlicher Belege ein, die die jahrhundertealte Anwendung untermauern.
Der nächste logische Schritt sind nun klinische Studien am Menschen. Die klare Identifikation des Wirkmechanismus liefert eine solide Grundlage, um die Wirksamkeit und Sicherheit der pflanzlichen Extrakte auch bei Krebspatienten unter Chemotherapie zu überprüfen. Die Konvergenz von traditionellem Wissen und moderner Molekularbiologie könnte so den Weg für eine neue Generation pflanzenbasierter Schmerztherapien bereiten.
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