XPENG startet 2026 Serienproduktion seines menschenähnlichen Roboters IRON
16.01.2026 - 20:16:11Der chinesische Technologie- und Elektroauto-Konzern XPENG will seinen menschenähnlichen Roboter IRON noch in diesem Jahr in Serie produzieren. Das Unternehmen bestätigte diese Woche seinen ambitionierten Zeitplan, die Massenfertigung bis Ende 2026 zu starten. Damit vollzieht XPENG einen strategischen Wandel vom reinen Autobauer zum diversifizierten Technologieführer im Bereich der sogenannten „physischen KI“.
Vom Prototyp in die Fabrikhalle
Der Plan ist Teil einer umfassenderen Strategie, die auch Robotaxi-Tests und die Entwicklung von Flugautos umfasst. Die Serienfertigung der Humanoiden ist ein Kernziel für 2026 und markiert den Übergang von der Forschung zur praktischen Anwendung.
Zunächst sollen die Roboter in XPENG-eigenen Einrichtungen zum Einsatz kommen. Sie werden Aufgaben in den Fabriken übernehmen und in Verkaufsräumen als Assistenten dienen. Diese interne Pilotphase soll die Fähigkeiten der Maschinen in kontrollierter Umgebung verfeinern, bevor ein breiterer Markteintritt folgt. Das Serienmodell wird eine Weiterentwicklung der bereits gezeigten Prototypen sein – laut Unternehmensangaben handelt es sich bereits um eine „Achte-Generation“-Design.
Passend zum Thema „physische KI“ – seit August 2024 gelten in der EU neue Regeln für KI‑Systeme, die auch für humanoide Roboter relevant sind. Firmen, die Hardware‑KI wie XPENGs IRON entwickeln, müssen Kennzeichnung, Risikoklassifizierung und umfangreiche Dokumentation sicherstellen, sonst drohen Sanktionen. Ein kostenloser Umsetzungsleitfaden erklärt praxisnah, welche Pflichten jetzt gelten, liefert konkrete Schritte und Checklisten für Entwickler. KI-Verordnung: Umsetzungsleitfaden für Entwickler kostenlos herunterladen
Was den IRON-Roboter so besonders macht
Der IRON-Roboter hatte Ende 2025 mit seinen erstaunlich flüssigen, menschenähnlichen Bewegungen für Aufsehen gesorgt. Die Diskussionen, ob es sich um einen Menschen im Anzug handele, wies XPENG durch Einblicke in die interne Mechanik zurück.
Der Roboter verfügt über eine bionische Wirbelsäule, flexible Muskeln und eine weibliche Statur bei einer Größe unter 1,70 Meter. Besonders komplex sind die Hände mit jeweils 22 Freiheitsgraden, die geschickte Manipulationen ermöglichen.
Die Intelligenz des Systems basiert auf drei selbstentwickelten Turing-KI-Chips. Sein „Gehirn“ ist ein physisches Großmodell, das Sehen, Sprache und Denken (VLT) kombiniert. Diese Architektur stammt aus der Entwicklung von autonomen Fahrsystemen für die Fahrzeugflotte des Unternehmens.
Der globale Wettlauf um humanoide Roboter
XPENG agiert nicht im luftleeren Raum. Die ersten Wochen des Jahres 2026 waren bereits von reger Aktivität in der Branche geprägt, besonders auf der Consumer Electronics Show (CES) Anfang Januar. Die Messe zeigte einen Boom in der Humanoid-Entwicklung mit Unternehmen aus aller Welt.
Schwere Industriekonzerne positionieren sich neu. Die Hyundai Motor Group kündigte über ihre Tochter Boston Dynamics an, ihren Atlas-Humanoiden in industriellen Umgebungen einzusetzen – auch in eigenen Automobilwerken. Die wachsende Präsenz chinesischer Roboterfirmen auf der Weltbühne unterstreicht den intensiven globalen Wettbewerb. Der Trend zeigt: Die Konvergenz von KI, Hardware und Marktnachfrage macht skalierbare humanoide Roboter endlich realitätsfähig.
XPENG formt seine Zukunft neu
Mit der Produktionsankündigung formt XPENG seine Identität grundlegend um. Die Zukunft liege nicht nur im Verkauf intelligenter Autos, sondern in der Entwicklung eines umfassenden Ökosystems aus „physischer KI“. Diese Strategie ähnelt den Ambitionen globaler Wettbewerber wie Tesla. Humanoide Roboter und autonome Fahrzeuge werden als zwei Seiten derselben Medaille gesehen – beide benötigen hochentwickelte Sensoren, leistungsstarke KI und die Fähigkeit, komplexe reale Umgebungen zu navigieren.
Die erfolgreiche Serienproduktion des IRON-Roboters wäre ein Meilenstein. Sie könnte neue Effizienzen in der Fertigung freisetzen und neuartige Anwendungen im gewerblichen und privaten Bereich erschließen. Trotz verbleibender technischer Herausforderungen hat XPENG mit seinem aggressiven Zeitplan und den demonstrierten Fortschritten seine Position als Schlüsselunternehmen im beginnenden Zeitalter der verkörperten Intelligenz gefestigt.
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