Xpeng, Roboter

Xpeng präsentiert ersten menschenähnlichen Roboter in Auto-Qualität

19.01.2026 - 21:44:12

Der chinesische Elektroauto-Hersteller Xpeng hat den ersten Prototyp seines menschenähnlichen Roboters ET1 fertiggestellt und plant die Massenproduktion noch für dieses Jahr.

Der chinesische Elektroauto-Hersteller Xpeng hat einen menschenähnlichen Roboter nach Automobilstandards entwickelt. Das Unternehmen will die Massenproduktion noch in diesem Jahr starten.

Der Prototyp mit dem Namen ET1 verließ heute die Produktionslinie. Für Xpeng-Chef He Xiaopeng ist dies ein entscheidender Meilenstein. Das Unternehmen strebt an, bis Ende 2026 hoch entwickelte humanoide Roboter in großer Stückzahl zu produzieren. Dieses ehrgeizige Ziel hatte Xpeng erstmals im November 2025 verkündet.

Mit dem aggressiven Zeitplan positioniert sich der Autobauer als ernsthafter Mitstreiter im aufstrebenden Markt für menschenähnliche Roboter. Xpeng nutzt dabei seine Expertise aus der Elektrofahrzeug-Produktion und der künstlichen Intelligenz.

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Vom ersten Modell zum Serien-Prototyp

Die Entwicklung des ET1 begann mit der Vorstellung des ersten “Iron”-Roboters im November 2024. Dieses Modell verfügte bereits über mehr als 60 Gelenke und 200 Freiheitsgrade. Seitdem hat Xpeng das Design kontinuierlich weiterentwickelt.

Der neue Prototyp baut auf der nächsten Generation des “Iron”-Roboters auf. Dieser hatte auf der Xpeng Tech Day 2025 mit flüssigen, lebensechten Bewegungen für Aufsehen gesorgt. Seine Laufsteg-Demo war so realistisch, dass sogar Gerüchte über einen Menschen im Anzug aufkamen.

Bionisches Design mit KI-Kraft

Der ET1 verfolgt eine konsequente Bionik-Philosophie. Zu den Schlüsselmerkmalen gehören eine menschliche Wirbelsäule für flexible Bewegungen, bionische Muskeln und eine vollständig flexible Haut. Dadurch erhält der Roboter ein natürlicheres, menschenähnliches Aussehen.

Besonders innovativ sind die Hände mit jeweils 22 Freiheitsgraden. Sie ermöglichen das Ausführen feinmotorischer Aufgaben.

Die Rechenleistung liefern drei hauseigene Turing-KI-Chips von Xpeng. Sie bringen es auf bis zu 2250 Billionen Operationen pro Sekunde. Diese Hardware betreibt Xpengs Vision-Language-Action (VLA) 2.0-Modell der zweiten Generation. Dieses KI-System übersetzt visuelle Eingaben direkt in Aktionen und bildet die Grundlage für verkörperte Intelligenz in Fahrzeugen und Robotern.

Automobilstandards als Wettbewerbsvorteil

Die Bezeichnung “Automobilstandard” ist bedeutsam. Sie bedeutet, dass Xpeng die gleichen strengen Design-, Fertigungs- und Sicherheitsprinzipien aus der Autoproduktion auf seine Roboter anwendet. Dieser Ansatz könnte eine zuverlässigere und skalierbarere Massenproduktion ermöglichen.

Technologisch zeigt der Roboter Xpengs plattformübergreifende Innovationen. Es ist der erste humanoide Roboter, der Festkörperbatterien nutzt. Diese strategische Wahl erhöht die Sicherheit, steigert die Leistung und reduziert das Gewicht um 30 Prozent.

Die Intelligenz des Roboters stammt aus Xpengs breiterem “Physical AI”-Ökosystem. Dieses treibt auch die autonomen Fahrzeuge und Flugtaxis des Unternehmens an. Das VLA 2.0-Modell, das ab März auch in Xpeng-Fahrzeugen integriert wird, wurde mit riesigen Datensätzen von Fahrszenarien trainiert.

Kommerzielle Anwendungen im Fokus

Xpengs Fortschritt mit dem ET1 platziert das Unternehmen unter den führenden Firmen im Rennen um die Kommerzialisierung humanoider Roboter. Die Strategie konzentriert sich zunächst auf gewerbliche Anwendungen statt auf den Haushaltsbereich.

Der erste Einsatz ist für kommerzielle Dienstleistungsszenarien geplant. Dazu gehören etwa die Kundenführung in Geschäften oder Inspektionsarbeiten in industriellen Umgebungen. Partner wie die Baosteel Group sind bereits im Boot.

Diese Entwicklung ist Teil eines breiteren Trends unter chinesischen Automobilherstellern. Unternehmen wie GAC diversifizieren ebenfalls in die Robotik und verwischen die Grenzen zwischen Transport und KI-gesteuerter Automatisierung.

Analysten sehen diesen Schwenk zu “Physical AI” als wichtigen Wachstumstreiber für Xpeng. Die Initiativen umfassen Robotaxis, Robotik und die Kommerzialisierung der eigenen KI-Chips.

Mit dem ersten ET1-Prototyp bereitet sich Xpeng nun auf die Massenproduktionsphase vor. Sie soll noch in diesem Jahr ernsthaft beginnen. Die Ambition des Unternehmens, diese Roboter in den eigenen Fabriken und Geschäften einzusetzen, wird als realer Testlauf dienen. So sollen wertvolle Daten zur Verfeinerung der Fähigkeiten generiert werden.

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