X-Humanoid stellt mit Tien Kung 2.0 die Fabrik der Zukunft vor
08.01.2026 - 07:42:12CES 2026 in Las Vegas wird zum Schauplatz eines Quantensprungs in der Robotik. Das chinesische Unternehmen X-Humanoid präsentierte seinen neuen humanoiden Roboter Tien Kung 2.0, der erstmals vollautonom komplexe Industriearbeiten ausführte. Damit markiert die Vorführung den Übergang von der Labor- zur einsatzbereiten Industrielösung.
Im voll besetzten Konferenzzentrum zeigte der Roboter am Donnerstag, was die Branche als Meilenstein wertet: Er sortierte und montierte Bauteile in Echtzeit – ohne Fernsteuerung oder vorprogrammierte Abläufe. Kern der Leistung ist die neue „Wise KaiWu“-KI-Plattform, die Wahrnehmung, Entscheidungsfindung und präzise Bewegungen mit beiden Händen in einem geschlossenen System vereint.
Die eigentliche Demonstration begann erst, als ein Techniker ein Teil absichtlich falsch positionierte. Der Tien Kung 2.0 hielt inne, analysierte die Szene neu mit seinen Kamerasystemen und passte seinen Griff an, um die Aufgabe doch noch zu erfüllen. Diese Fähigkeit zur „selbstgesteuerten Operation“ löst eines der größten Probleme humanoider Roboter: die Anpassung an unstrukturierte, sich ändernde Umgebungen.
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Neben dem Industriemodell zeigte X-Humanoid auch die Hochleistungsvariante „Tien Kung Ultra“, bekannt für das Absolvieren eines Halbmarathons in Peking. Der Fokus lag jedoch klar auf der 2.0-Version, die für „lange Einsatzdauer“ und „hohe Traglast“ konstruiert ist. Ein klares Signal: Das Unternehmen drängt aggressiv in die Märkte für Industriefertigung und Logistik.
Die Architektur hinter der Intelligenz
Die Leistungsfähigkeit des Roboters basiert auf einer Zwei-Säulen-Strategie: der „Embodied Tien Kung“-Hardware und der „Wise KaiWu“-Software. Letztere fungiert als kognitive Zentrale und übersetzt abstrakte Befehle in komplexe physische Aktionen. Branchenbeobachter sehen darin die Umsetzung einer lang angekündigten „Android-für-Robotik“-Strategie – ein universelles Betriebssystem für verkörperte KI.
Die Hardware zeigt deutliche Verbesserungen gegenüber dem Vorgängermodell von 2024. Die Bewegungen wirken flüssiger und stabiler. Besonderes Augenmerk liegt auf der koordinierten Zwei-Hand-Bedienung, einer Schlüsselkompetenz für Fabrikarbeiten, bei der Werkzeuge und Materialien gleichzeitig mit fast menschlicher Geschicklichkeit gehandhabt werden müssen.
Globaler Wettlauf um die Vorherrschaft
Das Debüt des Tien Kung 2.0 fällt in eine Phase intensivsten globalen Wettbewerbs. Auf der CES buhlte X-Humanoid um Aufmerksamkeit neben heimischen Rivalen wie Unitree Robotics und AgiBot sowie internationalen Schwergewichten wie Teslas Optimus und Boston Dynamics‘ Atlas.
Während Unitree mit „next-generation humanoids“ auf Massenproduktion und Erschwinglichkeit setzt, punktet X-Humanoid mit staatlicher Unterstützung und dem Fokus auf Open-Source-Standards. Indem die Tien-Kung-Serie als „universelle Plattform“ positioniert wird, will das Unternehmen den Standard für industrielle Schnittstellen setzen. Dritte könnten dann eigene Anwendungen für die Hardware entwickeln.
Für Marktanalysten ist 2026 ein „Beweis-Jahr“ für humanoide Roboter. Nach den viralen Videos von laufenden Robotern in den Vorjahren verlangen Investoren und Industriekunden nun nachweisbaren Nutzen. Dass X-Humanoid autonomes Sortieren und nicht akrobatische Kunststücke vorführte, spiegelt genau diesen Shift zu Praktikabilität und Rendite.
Der Weg in die Fabrikhallen
Die gelungene Vorführung deutet darauf hin, dass der Einsatz humanoider Roboter in echten Fabriken schneller kommen könnte als erwartet. Die Mission von X-Humanoid ist es, verkörperte Intelligenz „praktischer“ zu machen. Das 2.0-Modell scheint darauf ausgelegt, sich mit minimalen Anpassungen in bestehende Arbeitsabläufe einzufügen.
Experten betonen, dass die Fähigkeit, 35 Zentimeter hohe Stufen zu überwinden und dabei stabil zu bleiben, entscheidend ist. Diese Kompetenz wurde bereits 2025 beim Außentest des Vorgängermodells verfeinert. Sie ermöglicht den Betrieb in Einrichtungen, die für Menschen – nicht für Maschinen – designed wurden.
In Zukunft will das Unternehmen seine „Tien Kung-Lab“-Open-Source-Community ausbauen und Entwickler dazu ermutigen, zur Skill-Bibliothek des Roboters beizutragen. Wenn es X-Humanoid gelingt, dieses Ökosystem zu nutzen und gleichzeitig die auf der CES gezeigte Hardware-Zuverlässigkeit beizubehalten, könnte der Tien Kung 2.0 in zwei bis drei Jahren in vollautomatisierten „Dark Factories“ und Logistikzentren zum Alltag gehören.
Die Branche wird nun gespannt verfolgen, ob X-Humanoid den technischen Triumph von Las Vegas in kommerzielle Partnerschaften und Großaufträge ummünzen kann. Der Wettlauf um die Fabrik der Zukunft hat eine neue Dynamik gewonnen.
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