Wolfsmond 2026: So gelingt das perfekte Smartphone-Foto
03.01.2026 - 01:21:12Heute Nacht leuchtet der erste Vollmond des Jahres als spektakulärer Supermond am Himmel – eine ideale, aber knifflige Gelegenheit für Hobbyfotografen. Wir zeigen, wie Sie den „Wolfsmond“ mit dem Smartphone optimal einfangen.
Der Januar-Vollmond markiert das Finale einer viermonatigen Supermond-Serie. Astronomischen Berechnungen zufolge kommt der Erdtrabant der Erde auf etwa 362.000 Kilometer nahe. Dadurch erscheint er bis zu 14 Prozent größer und 30 Prozent heller als ein Durchschnittsmond. Für Smartphone-Kameras ist das eine technische Herausforderung.
Das typische Problem ist der „White-Blob-Effekt“: Der Mond wird zum überbelichteten, weißen Fleck. Schuld ist der extreme Helligkeitsunterschied zum dunklen Nachthimmel. Die Lösung ist simpel und auf den meisten Geräten möglich:
- Belichtung manuell korrigieren: Tippen Sie im Kamerasucher auf den Mond, um den Fokus zu setzen. Ziehen Sie dann den neben dem Fokusrechteck erscheinenden Belichtungsregler (oft ein Sonnensymbol) stark nach unten. So werden Oberflächendetails wie die „Mondmeere“ sichtbar.
- Finger weg vom Digitalzoom: Das Heranzoomen per Fingerbewegung verschlechtert die Qualität massiv, da nur digital beschnitten wird. Nutzen Sie stattdessen die optischen Teleobjektive Ihres Geräts (z.B. 3x oder 5x). Noch bessere Ergebnisse liefern Aufstecklinsen oder die Kombination mit einem Teleskop.
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Der perfekte Moment: Warum der Aufgang zählt
Obwohl der Mond heute früh exakt voll war, ist der Abendaufgang der fotogene Höhepunkt. Steht der Mond tief am Horizont, wirkt er durch die „Mondtäuschung“ besonders groß. Das Licht durchdringt zudem mehr Atmosphäre, was oft zu einer warmen, rötlichen Färbung führt.
Kompositions-Tipp: Bauen Sie Vordergrundelemente ein. Isoliert am Himmel wirkt selbst ein Supermond auf Fotos klein. Gebäude, Bäume oder Bergsilhouetten geben dem Bild Tiefe und setzen den Mond in Relation. Planungs-Apps helfen, den Aufgangspunkt hinter einem markanten Wahrzeichen zu finden.
Jupiter als fotogenes Beiwerk
Ein weiteres Highlight gesellt sich heute Nacht hinzu: Der Planet Jupiter strahlt in der Nähe des Mondes besonders hell. Dieses Duo ermöglicht Weitwinkelaufnahmen mit beiden Himmelskörpern. Nutzen Sie dafür den Standardmodus Ihrer Kamera. Da der Mond so hell ist, erscheint Jupiter oft nur als kleiner Lichtpunkt – ein Stativ ist für verwacklungsfreie Bilder unerlässlich.
KI als Hilfsmittel – und Diskussionspunkt
Die wachsende Astrofotografie-Begeisterung treibt die Smartphone-Entwicklung. Hersteller integrieren zunehmend KI-gestützte „Mond-Modi“, die Einstellungen automatisch optimieren. Kritiker sehen hier die Grenze zur digitalen Kunst verschwimmen. Für ansehnliche Social-Media-Fotos liefern diese Funktionen aber oft die besten Ergebnisse.
Nach dem heutigen „Wolfsmond“ ist erstmal Pause: Der nächste Supermond wird für November 2026 erwartet. Wer heute wegen Wolken das Nachsehen hat oder üben möchte, kann seine manuellen Kameraeinstellungen auch an den kommenden regulären Vollmonden testen.
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