Wohnungsbau, Deutschland

Wohnungsbau in Deutschland und Österreich steckt 2026 in der Krise

16.01.2026 - 06:34:12

Der Neubau von Wohnungen in Deutschland und Österreich bleibt 2026 schwach. Hohe Baukosten, teure Kredite und Fachkräftemangel führen zu einem dramatischen Einbruch der Fertigstellungszahlen.

Der Wohnungsbau in Deutschland und Österreich kommt auch 2026 nicht in Schwung. Hohe Kosten, teure Kredite und ein akuter Fachkräftemangel bremsen die Bautätigkeit massiv aus. Trotz milliardenschwerer staatlicher Hilfen droht die Zahl fertiggestellter Wohnungen weiter einzubrechen – und die Wohnungsnot zu verschärfen.

Baupreise und Zinsen bleiben auf hohem Niveau

Die Kosten für den Neubau von Wohnungen sind weiterhin historisch hoch. Das Statistische Bundesamt verzeichnete zuletzt einen Preisanstieg von 3,2 Prozent. Teure Materialien und Löhne treiben die Entwicklung an.

Gleichzeitig machen hohe Bauzinsen Projekte unattraktiv. Sie liegen derzeit oft zwischen 3,5 und 4,4 Prozent. In Österreich wirken zudem die strengen Kreditvergaberegeln (KIM-Verordnung) nach. Für viele private und gewerbliche Bauherren rechnet sich ein Neubau schlicht nicht mehr.

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Fertigstellungen brechen dramatisch ein

Die Folge: Immer weniger Projekte werden realisiert. In Deutschland könnte die Zahl der neu gebauten Wohnungen 2026 auf rund 215.000 sinken – und damit das politische Ziel von 400.000 Einheiten krachend verfehlen.

Die Lage in Österreich ist ähnlich alarmierend:
* Prognostizierter Rückgang der Fertigstellungen bis 2026: etwa 25 Prozent
* Möglicher Tiefstand: nur noch 46.400 Wohneinheiten

Fast die Hälfte der deutschen Bauunternehmen klagt über zu wenige Aufträge. Der Mangel an bezahlbarem Wohnraum, besonders in Städten, spitzt sich weiter zu.

Politik setzt auf Milliarden-Förderung

Die Regierungen versuchen mit finanziellen Anreizen gegenzusteuern. Deutschland plant im Bundeshaushalt 2026 rund 7,7 Milliarden Euro für das Thema Wohnen ein. Schwerpunkte sind:
* Sozialer Wohnungsbau
* Klimafreundliches Bauen
* KfW-Programme für Wohneigentum und Gewerbeumwandlungen

Auch Österreich hat ein Wohn- und Baupaket geschnürt. Die Branche begrüßt die Impulse, fordert aber mehr: verlässlichere Rahmenbedingungen und deutlich schnellere Genehmigungsverfahren.

Fachkräftemangel blockiert die Branche

Ein weiteres Riesenproblem ist der Personalmangel. Obwohl die Konjunktur kühlt, fehlen überall qualifizierte Handwerker und Bauarbeiter. Das führt zu Verzögerungen und treibt die Lohnkosten.

Die Demografie verschärft das strukturelle Problem. Ohne genügend Fachpersonal können selbst bei steigender Nachfrage nicht mehr Wohnungen gebaut werden. Initiativen zur Nachwuchsförderung sind daher überlebenswichtig.

Wann kommt die Trendwende?

Experten erwarten für 2026 keine schnelle Besserung. Baukosten und Zinsen werden voraussichtlich auf hohem Niveau verharren. Eine moderate Erholung der Bautätigkeit wird frühestens für die Zeit nach 2026 prognostiziert.

Bis dahin wird der Druck auf die Mietmärkte weiter steigen. Die große Frage bleibt: Kann der Teufelskreis aus hohen Kosten, geringer Bautätigkeit und wachsender Wohnungsnot durchbrochen werden?

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