Wohnungsbau erreicht 2026 mit 215.000 Einheiten neuen Tiefpunkt
03.01.2026 - 04:44:11Die Fertigstellung neuer Wohnungen sinkt 2026 auf nur noch etwa 220.000 Einheiten. Die Zinskrise schlägt durch, während der Mietmarkt unter Druck gerät und die Bauwirtschaft gespalten ist.
Die Zahl der neuen Wohnungen wird in diesem Jahr auf einen historischen Tiefstand fallen. Prognosen der Bauverbände sehen nur noch 215.000 bis 220.000 Fertigstellungen vor. Das politische Ziel von 400.000 neuen Wohnungen pro Jahr rückt damit in weite Ferne.
Die mathematische Konsequenz der Zinskrise
Der Einbruch kommt nicht überraschend. Er ist die direkte Folge der drastisch gesunkenen Baugenehmigungen in den Jahren 2023 und 2024. Damals stoppten viele Bauträger ihre Projekte wegen explodierender Zinsen und Baukosten. Da zwischen Genehmigung und Fertigstellung oft zwei bis drei Jahre liegen, schlägt diese Lücke nun mit voller Härte durch.
Selbst wenn heute mehr gebaut würde – diese Wohnungen kämen frühestens 2027 auf den Markt. Für Mieter bedeutet das: Das dringend benötigte Entlastungsventil fällt 2026 fast vollständig aus.
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Bauwirtschaft spaltet sich in zwei Geschwindigkeiten
Während der Wohnungsbau stagniert, brummt andernorts die Wirtschaft. Der Tiefbau profitiert von staatlichen Investitionen in Infrastruktur und Energiewende. Der Zentralverband Deutsches Baugewerbe (ZDB) prognostiziert für 2026 sogar ein reales Umsatzplus von 2,5 Prozent für die gesamte Branche.
Für reine Wohnungsbauträger bleibt die Lage angespannt. Die Baukosten sind stabil, aber hoch. Zusammen mit den gestiegenen Zinsen rechnen sich viele frei finanzierte Projekte einfach nicht mehr. Die Folge: weiterhin leere Baustellen.
Mietmarkt steht unter Druck
Was bedeutet die Neubau-Lücke für Mieter? Die Knappheit an neuen Wohnungen dürfte die Mietpreise in den Ballungszentren weiter nach oben treiben. Das Institut der deutschen Wirtschaft (IW) warnt, dass die hohe Nachfrage auf ein stagnierendes Angebot trifft.
Gleichzeitig zwingt die angespannte Lage am Eigentumsmarkt viele potenzielle Käufer, länger in Mietwohnungen zu bleiben. Das verringert die Fluktuation und trocknet den Markt zusätzlich aus. In Städten wie Berlin, München oder Hamburg könnten die Neuvertragsmieten 2026 erneut kräftig steigen.
Kommt 2027 die langsame Wende?
Trotz der düsteren Prognose für dieses Jahr zeichnen sich erste Hoffnungsschimmer ab. Die Stimmung in der Bauwirtschaft hat sich leicht aufgehellt. Die Stornierungswelle bei Projekten ebbt ab, und die Zahl der neuen Baugenehmigungen scheint einen Boden gefunden zu haben.
Experten sehen 2026 daher als Wendepunkt: Es könnte das Jahr mit den wenigsten Fertigstellungen, aber gleichzeitig der Beginn einer langsamen Erholung bei den Auftragseingängen sein. Ob daraus tatsächlich mehr Wohnungen werden, hängt von stabilen Zinsen und wirksamen Förderprogrammen ab. Bis dahin müssen sich Wohnungssuchende auf einen hart umkämpften Markt einstellen.
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