Wohnpark, Alterlaa

Wohnpark Alterlaa: Ein Toter bei verheerendem Hochhausbrand

27.12.2025 - 23:03:12

Ein Brand im Wiener Wohnpark Alterlaa forderte in der Nacht auf Samstag ein Todesopfer. Rund 80 Feuerwehrleute kämpften stundenlang gegen die Flammen, die sich über Balkone ausbreiteten. Über 50 Bewohner mussten evakuiert werden.

Die ersten Notrufe gingen gegen 22:30 Uhr ein. Das Feuer war in einer Wohnung im neunten Stock eines der markanten Hochhäuser ausgebrochen. Es griff schnell auf den Balkon über und fraß sich von dort aus an der Fassade nach oben. Die charakteristische Terrassenstruktur der 1970er-Jahre-Anlage erschwerte die Löscharbeiten erheblich.

Die Feuerwehr reagierte mit einem Großaufgebot: 18 Fahrzeuge und Atemschutztrupps rückten an. Ihre Strategie war ein Zangenangriff. Während einige Einsatzkräfte über das Treppenhaus ins Innere vordrangen, bekämpften andere die Flammen von außen mit einer Drehleiter.

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Mitten im Chaos retteten die Feuerwehrleute mehrere eingeschlossene Bewohner mit speziellen Fluchtfilterhauben aus den verrauchten Gängen. Für eine Person kam jedoch jede Hilfe zu spät. In der völlig ausgebrannten Wohnung im neunten Stock fanden die Einsatzkräfte eine leblose Person. Die Identität des Opfers ist noch nicht amtlich bestätigt.

Die Bilanz des Einsatzes:
* Ein Todesopfer
* Über 50 evakuierte Bewohner
* Mehrere schwer beschädigte Wohnungen
* Ein lebend gerettetes Haustier (Hase)

Die Evakuierten wurden medizinisch betreut und vorübergehend in einer nahegelegenen Tennishalle untergebracht.

Komplexe Nachlöscharbeiten bis in den Morgen

Das offene Feuer brachten die Einsatzkräfte unter Kontrolle. Die Nachlöscharbeiten gestalteten sich jedoch langwierig. Bis etwa 4:30 Uhr morgens suchten Spezialkräfte nach Glutnestern in der Fassade und den Wohnungen. Anschließend übernahm die Polizei die Einsatzstelle.

Spezialisten des Landeskriminalamts haben die Ermittlungen zur Brandursache aufgenommen. Noch ist völlig unklar, ob ein technischer Defekt oder menschliches Versagen das Unglück auslöste. Erste belastbare Ergebnisse werden frühestens Anfang nächster Woche erwartet.

Albtraum für Tausende Bewohner

Der Vorfall wirft Fragen zum Brandschutz in großen Wohnkomplexen auf. Der Wohnpark Alterlaa beherbergt Tausende Menschen. Dass sich das Feuer über die Balkone ausbreitete, ist ein bekanntes Risiko bei Hochhausbränden. Experten weisen darauf hin, dass gelagerte Gegenstände auf Balkonen eine hohe Brandlast darstellen können.

Für die direkt betroffenen Nachbarn ist eine Rückkehr in ihre verrußten und durch Löschwasser beschädigten Wohnungen vorerst unmöglich. Statiker müssen nun die Bausubstanz prüfen. Die Sanierung wird Wochen, wenn nicht Monate dauern. Die Hausverwaltung steht vor einer umfangreichen Schadensaufnahme.

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