WKO-Studie, Pellets

WKO-Studie: Pellets und Wärmepumpen schlagen fossile Heizungen klar

11.01.2026 - 16:24:12

Eine neue Lebenszyklusanalyse zeigt, dass die Emissionen aus dem Betrieb fossiler Heizungen die Herstellungsbilanz von Wärmepumpen bei weitem überwiegen. Pellets- und Wärmepumpensysteme sparen bis zu 91 Prozent CO2 ein.

Eine neue Lebenszyklus-Analyse der WKO Steiermark entzaubert einen hartnäckigen Mythos. Nicht die Herstellung, sondern der Betrieb entscheidet über die Klimabilanz einer Heizung. Fossile Systeme fallen im Vergleich zu Erneuerbaren deutlich ab.

Der große Irrtum: Der „ökologische Rucksack“

Lange hieß es, die Produktion von Wärmepumpen verschlechtere deren Ökobilanz. Die aktuelle Studie der Wirtschaftskammer Steiermark widerlegt das nun fundiert. Sie betrachtete den gesamten Lebenszyklus – von der Rohstoffgewinnung bis zur Entsorgung.

Das Ergebnis ist eindeutig: Die Emissionen aus der Herstellung sind vernachlässigbar. Entscheidend sind die gigantischen CO2-Mengen, die eine Heizung über 20 Jahre Betrieb ausstößt. Der wahre Hebel für den Klimaschutz liegt im Brennstoffwechsel.

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Die klaren Gewinner im Vergleich

Die Studie berechnete die Gesamtemissionen für ein typisches Einfamilienhaus (Baujahr 1980). Der Vergleich zur alten Ölheizung zeigt dramatische Unterschiede:

  • Pelletsheizung: Spitzenreiter mit 91 Prozent CO2-Reduktion. Das sind knapp 197 Tonnen Treibhausgase weniger.
  • Luft-Wasser-Wärmepumpe (mit Radiatoren): Erzielt eine Einsparung von über 78 Prozent. Mit Flächenheizungen steigt der Wert auf 84 Prozent.
  • Fernwärme (am Beispiel Graz): Ermöglicht eine Reduktion von etwa 77,5 Prozent.
  • Moderne Öl-Brennwerttechnik: Bringt lediglich 14 Prozent Verbesserung – eine fossile Sackgasse.

Handwerk als Klima-Turbo

Neben der Ökobilanz hebt die WKO die wirtschaftliche Bedeutung hervor. Der Einbau einer neuen Anlage schafft regionale Wertschöpfung und reduziert Importabhängigkeit.

Die Zahlen sind beeindruckend: In etwa 80 Arbeitsstunden für die Montage wird die Basis für fast 200 Tonnen CO2-Ersparnis gelegt. Pro Stunde Arbeit spart ein Installateur rechnerisch 2,5 Tonnen Treibhausgase ein.

Druck auf Hauseigentümer steigt

Die Studie kommt zum kritischen Zeitpunkt. Die Energieeffizienz-Anforderungen sind gerade wieder gestiegen, Förderprogramme laufen. Die klare Botschaft der Wirtschaftskammer erhöht den Druck auf Eigentümer unsanierter Häuser.

Die Mär vom „schmutzigen Rucksack“ der Wärmepumpe ist widerlegt. Energieberater und Förderstellen werden diese Daten künftig nutzen, um für den Umstieg zu werben. Die größte Herausforderung bleibt jedoch die Kapazität des Handwerks, das die Wende in den Heizungskellern umsetzen muss.

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