WissZeitVG-Reform: 2025 endet im akademischen Reformstau
26.12.2025 - 03:42:12Die Hochschulen sind leer, doch die Debatte um prekäre Jobs tobt weiter. Das Jahr 2025 sollte die Wende für den akademischen Mittelbau bringen – stattdessen dominieren Unsicherheit und die Suche nach einer Balance zwischen Forschung, Lehre und Gesundheit.
Die geplante Novelle des Wissenschaftszeitvertragsgesetzes (WissZeitVG) steckt fest. Das umstrittene „4+2“-Modell für Postdocs sorgte das ganze Jahr über für Planungsunsicherheit. Die Initiative #IchBinHanna hielt mit ihrer Kampagne #HannaWählt2025 den Druck auf die Politik hoch. Kritiker sehen in den Mindestvertragslaufzeiten keinen Ausweg aus der Befristungsfalle.
Die ständige Unsicherheit hinterlässt Spuren. Der DAK-Psychreport 2025 bestätigt einen alarmierenden Trend: Psychische Erkrankungen verursachen die meisten Fehltage. Im akademischen Sektor ist die „Präsentismus-Kultur“ – Arbeiten trotz Krankheit – besonders ausgeprägt.
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Eine Studie der Bundesanstalt für Arbeitsschutz zeigt die Folgen:
* Kognitive Überlastung durch die Sorge um die nächste Vertragsverlängerung
* Zerstückelte Arbeitstage, die konzentriertes Forschen unmöglich machen
Die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) warnt: Die Energie für die Karriereabsicherung fehlt an anderer Stelle. Die „strategische Administration“ der eigenen Biografie wird zum Produktivitätskiller.
KI-Assistenten verstärken den Leistungsdruck
Technologisch hat sich 2025 ein Wandel vollzogen: KI-Agenten sind zu festen Forschungsassistenten geworden. Sie übernehmen Literaturrecherchen oder formatieren Anträge. Doch die erhoffte Entlastung bleibt aus.
Arbeitspsychologen sprechen von „Rebound-Produktivität“. Die gesparte Zeit fließt nicht in die Erholung, sondern in noch mehr Output. Die Hochschulrektorenkonferenz (HRK) fordert daher einen neuen Umgang mit digitalen Tools. Die Fähigkeit, Grenzen zu setzen, wird zur Schlüsselqualifikation.
Deutschland fällt im internationalen Vergleich zurück
Andere Länder zeigen, dass es auch anders geht. Während in Großbritannien oder den USA Tenure-Track-Systeme klare Perspektiven bieten, setzt Deutschland bis in die 40er auf Befristungen. Dieser strukturelle Unterschied verschärft den Konflikt zwischen Forscherrolle und Privatleben.
Universitäten, die 2025 Programme für mentale Gesundheit starteten, verzeichneten Erfolge. Zufriedenere Mitarbeiter führten zu stabileren Forschungsleistungen. Ein klarer Beleg: Persönliche Produktivität ist keine individuelle, sondern eine institutionelle Aufgabe.
Drei Forderungen für das Jahr 2026
Die kurze Weihnachtspause bietet nur eine Atempause. Für 2026 sind klare Schritte nötig:
1. Rechtssicherheit: Die Hängepartie um das WissZeitVG muss ein Ende finden.
2. Kulturwandel: Echte Dauerstellen für Daueraufgaben sind überfällig.
3. Digitale Regulierung: KI muss entlasten, nicht den Druck erhöhen.
Das laute Jahr 2025 hat die Probleme schonungslos offengelegt. 2026 muss nun das Jahr der Lösungen werden – damit die Balance zwischen Exzellenz und Gesundheit nicht nur an Feiertagen gelingt.
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