Wissenslandkarte: Kompass für die digitale Pflege startet
03.02.2026 - 14:44:15Eine neue digitale Landkarte soll Pflegeeinrichtungen den Weg in die Zukunft weisen. Der GKV-Spitzenverband hat heute die „Wissenslandkarte Digitalisierung in der Pflege“ freigeschaltet. Sie bündelt erstmals bundesweit Anlaufstellen und Unterstützungsangebote für die digitale Transformation im Pflegesektor.
Zentrale Anlaufstelle für digitale Pflege
Die interaktive Karte beantwortet eine drängende Frage: Wo finden Pflegeheime oder ambulante Dienste konkret Hilfe bei der Digitalisierung? Nutzer können nach Bundesländern und Unterstützungsarten filtern. Die Karte verweist auf regionale Kompetenzzentren, Beratungsstellen und Praxisorte, an denen digitale Technologien getestet werden können.
„Das Ziel ist, den Informationsdschungel zu lichten“, erklärt das verantwortliche Kompetenzzentrum. Die Plattform soll wachsen und künftig noch detailliertere Daten liefern. Der Start ist hochaktuell: Bis 2026 will die Bundesregierung 80 Prozent der Kommunikation im Gesundheitswesen papierlos abwickeln. Der Druck auf Pflegeeinrichtungen, ihre Prozesse zu modernisieren, ist enorm.
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Konkurrenz der Gesundheitskarten
Die neue Pflege-Landkarte startet in einem umkämpften Feld. Erst vor wenigen Tagen positionierte sich die AOK mit einer großen Aktualisierung ihres „Gesundheitsnavigators“ neu. Die Kasse wirbt damit, eine verlässlichere Alternative zum offiziellen Bundes-Klinik-Atlas des Gesundheitsministeriums zu sein.
Dieser Atlas ist ein Kernstück der Transparenzoffensive von Minister Karl Lauterbach. Doch er steht seit seinem Start 2024 in der Kritik – vor allem wegen mangelnder Datenaktualität und -genauigkeit. Die AOK betont, ihr Navigator biete nun wissenschaftlich geprüfte Qualitätsdaten aus den Jahren 2021 bis 2023 und damit einen „echten Mehrwert“.
Der Streit spiegelt eine grundsätzliche Debatte wider: Können zentralstaatliche Plattformen die Qualität und Tiefe von Daten liefern, die große Krankenkassen aus jahrzehntelanger Arbeit aufgebaut haben?
Patientenschutz durch Transparenz
Patientenvertreter begrüßen den Trend zu mehr digitaler Transparenz – machen aber klare Ansprüche geltend. Der Sozialverband Deutschland (SoVD) betonte kürzlich, dass solche Karten die Patientensicherheit direkt beeinflussen. Sie müssten Betroffene verlässlich zu Kliniken mit besonderer Expertise für ihre Erkrankung lotsen.
Der Verband sieht darin einen Schlüssel für die anstehende Krankenhausreform. Erst Transparenz über Qualität und Spezialisierung könne Patientenströme lenken und Kliniken zu mehr Spezialisierung motivieren. Digitale Landkarten werden so vom netten Feature zum essenziellen Werkzeug für eine bessere Versorgung.
Die digitale Agenda 2026
All diese Karten – für Klinikqualität, Pflege-Digitalisierung und Mindestmengen – sind Teile der größeren Digitalstrategie 2026 des Bundesgesundheitsministeriums. Die Vision: eine vernetzte Gesundheitslandschaft, in der Datensilos fallen, um Versorgung und Forschung voranzubringen.
Experten rechnen damit, dass sich die Plattformen 2026 weiter annähern werden. Der Erfolg wird letztlich vom Vertrauen der Nutzer abhängen. Ob über den staatlichen Atlas oder die Kassen-Alternativen – das Ziel ist dasselbe: Komplexe Gesundheitsdaten in handhabbare Informationen für Patienten und Leistungserbringer zu verwandeln.
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