Wissenschaftsrat fordert radikalen Wandel in der Gesundheitspolitik
02.02.2026 - 01:31:13Der Wissenschaftsrat verlangt einen Paradigmenwechsel: weg von der Reparaturmedizin, hin zu einer umfassenden Präventionskultur. Der Fokus liegt auf neurologischen Erkrankungen wie Demenz und Schlaganfall.
Das wichtigste wissenschaftspolitische Beratungsgremium Deutschlands stellt sich damit gegen den Status quo. Es plädiert für ein gesamtgesellschaftliches Handeln, um die Lebensqualität zu fördern und das Gesundheitssystem nachhaltig zu entlasten.
Alarmierende Zahlen machen Handeln dringend
Die Forderung kommt nicht von ungefähr. Die Datenlage ist dramatisch:
* Weltweit sind rund 43 Prozent der Bevölkerung von einer neurologischen Erkrankung betroffen.
* In Deutschland könnte die Zahl der Demenzerkrankungen bis 2050 von 1,8 auf 2,8 Millionen steigen.
Gleichzeitig ist das Präventionspotenzial enorm. Experten zufolge ließen sich durch gezielte Maßnahmen bis zu 45 Prozent aller Demenzerkrankungen und bis zu 90 Prozent aller Schlaganfälle verhindern oder verzögern.
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Vom Wissen zum Handeln: Die konkreten Forderungen
Unter Vorsitz des Neurologen Professor Wolfgang Wick hat der Rat eine Agenda entwickelt. Sie richtet sich an Bund, Länder, Hochschulen und Forschungseinrichtungen.
Kern ist die Forderung, den Erhalt von Gesundheit in den Mittelpunkt zu stellen – nicht die Behandlung von Krankheiten. Dafür braucht es laut Papier:
* Eine stärkere Förderung der Präventionsforschung.
* Eine bessere Integration von Forschungsergebnissen in die medizinische Regelversorgung.
* Neue, multiprofessionelle Strukturen, um systemische Hürden zu überwinden.
Prävention als gesamtgesellschaftliche Aufgabe
Der Wissenschaftsrat betont: Echte Prävention kann nicht allein die Medizin leisten. Sie ist eine Querschnittsaufgabe.
Erforderlich ist eine enge Vernetzung von Politikbereichen wie Wissenschaft, Gesundheit, Bildung und Soziales. Eine zentrale Rolle spielt dabei die Stärkung der Gesundheitskompetenz in der Bevölkerung. Die Einbindung von Expertinnen für Gesundheitskommunikation bei der Vorstellung des Papiers unterstreicht diesen Punkt.
Ein logischer Schritt in einer längeren Debatte
Der heutige Vorstoß ist die konsequente Weiterentwicklung einer längeren Diskussion. Bereits im Mai 2024 legte der Wissenschaftsrat mit einem Symposium den Grundstein.
Die neuen Empfehlungen knüpfen an bestehende Programme wie die Nationale Demenzstrategie an. Auch Fachgesellschaften wie die Deutsche Gesellschaft für Neurologie (DGN) begrüßen den Fokus auf Prävention als essenzielle Säule, um der steigenden Krankheitslast zu begegnen.
Die Umsetzung der Agenda erfordert nun politischen Willen. Gelingt der Kulturwandel, könnte das nicht nur Milliarden sparen, sondern vor allem die Lebensqualität von Millionen Menschen verbessern.
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