Wirtschaftskammer Wien warnt vor Homeoffice als Cyber-Einfallstor
24.01.2026 - 00:15:12Die Wirtschaftskammer Wien schlägt Alarm: Homeoffice wird zum Hauptziel für Cyberkriminelle. Jeder sechste Angriff auf Wiener Unternehmen ist bereits erfolgreich. Besonders kleine und mittlere Firmen müssen jetzt nachrüsten.
Die dauerhafte Verlagerung des Arbeitsplatzes in die eigenen vier Wände hat die Angriffsfläche massiv vergrößert. Experten der WKW sehen in unsicheren privaten WLAN-Netzwerken, schlecht geschützten Endgeräten und laschen Sicherheitsstandards die größten Schwachstellen. Diese Lücken nutzen Kriminelle gezielt aus, um in Unternehmensnetzwerke einzudringen.
Warum das Homeoffice so verwundbar macht
Die Flexibilität hat eine Kehrseite: eine komplexe und schwer zu kontrollierende IT-Landschaft. „Private Router entsprechen oft nicht den Sicherheitsstandards von Unternehmen und werden selten aktualisiert“, erklärt Martin Heimhilcher, Obmann der Sparte Information und Consulting der WKW. Auf privaten Laptops verschwimmt die Grenze zwischen Beruf und Privatem – Malware kann so leicht auf Firmendaten übergreifen.
Besonders effektiv sind Phishing-Angriffe im dezentralen Umfeld. Die fehlende direkte Kollegen-Kontrolle und ein schneller, ablenkender Informationsfluss zu Hause erhöhen die Erfolgschancen für Betrüger. Experten betonen: Technischer Schutz allein reicht nicht. Entscheidend ist die Kombination mit geschulten und wachsamen Mitarbeitern.
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Alarmierende Zahlen: 1717 Angriffe pro Woche
Das Ausmaß der Bedrohung ist konkret. Im zweiten Quartal 2025 wurden österreichische Organisationen wöchentlich durchschnittlich 1717 Cyber-Angriffen ausgesetzt. Für KMU wird die Lage brenzlig, denn ihnen fehlen oft die Ressourcen für eigene IT-Sicherheitsexperten. Viele unterschätzen das Risiko noch immer.
Die Folgen eines erfolgreichen Hacks sind existenzbedrohend:
* Datendiebstahl und Betriebsunterbrechungen
* Erpressung durch Ransomware
* Massive wirtschaftliche Schäden
Die WKW appelliert daher an Basismaßnahmen: die verpflichtende Nutzung von VPNs für externe Zugriffe, Multi-Faktor-Authentifizierung und regelmäßige System-Updates.
Forderung: Mehr staatliche Hilfe für KMU
Angesichts der wachsenden Gefahr fordert die Wirtschaftskammer ein Umdenken. „Cybersicherheit muss integraler Bestandteil der Unternehmensstrategie werden, nicht nur ein Kostenfaktor“, sagt Rüdiger Linhart, IT-Sprecher der Fachgruppe UBIT. Tools wie der Cybersecurity-Scan für KMU sollen helfen, Schwachstellen aufzudecken.
Gleichzeitig wird der Ruf nach staatlichen Förderprogrammen lauter. Diese sollen es kleineren Betrieben erleichtern, in moderne Sicherheitstechnik und Mitarbeiterschulungen zu investieren. Bestehende Initiativen wie „KMU.Digital“ müssen ausgebaut werden.
EU-Richtlinien verschärfen den Druck
Die Warnung aus Wien passt in eine europaweite Entwicklung. Neue EU-Richtlinien wie NIS-2 und der Cyber Resilience Act setzen strengere Standards und verschärfen die Meldepflichten bei Vorfällen. Für österreichische Unternehmen bedeutet das mehr Compliance-Aufwand.
National koordinieren das Bundesministerium für Inneres, die „Cyber Sicherheit Plattform“ und das „Nationale Koordinierungszentrum Cybersicherheit“ die Abwehr. Doch Studien zeigen: Das Risikobewusstsein in vielen Firmen ist noch immer zu gering. Der Fokus auf das Homeoffice als Schwachstelle ist daher ein notwendiger Schritt.
Ein Marathon ohne Ziellinie
Eins ist klar: Cybersicherheit ist kein Projekt mit Enddatum, sondern ein Dauerlauf. Künstliche Intelligenz und Quantencomputing werden die Bedrohungslandschaft weiter dynamisch verändern.
Unternehmen müssen eine Kultur der digitalen Wachsamkeit etablieren. Zukunftstechnologien wie Zero-Trust-Architekturen, die keinem Gerät automatisch vertrauen, werden für dezentrale Arbeitswelten zum Standard werden. Die WKW will ihre Aufklärungsarbeit fortsetzen – damit Wiener Betriebe für diesen Marathon gewappnet sind.
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