Winterchaos in Deutschland: Sicherheitsbehörden warnen vor akuten Gefahren
03.01.2026 - 14:17:12Der aktuelle Wintereinbruch in Deutschland erfordert von Unternehmen sofortige Anpassungen ihrer Gefährdungsbeurteilungen und Sicherheitsmaßnahmen, um Haftungsrisiken zu vermeiden.
Schwere Winterstürme legen Teile Deutschlands lahm und zwingen Unternehmen zu sofortigen Sicherheitsmaßnahmen. Der Deutsche Wetterdienst warnt vor Glatteis und Schnee, während Polizei und Berufsgenossenschaften vor den Folgen für Arbeitsstätten alarmieren.
Akute Gefahr durch Eis und Schnee
Deutschland erlebt am 3. Januar 2026 einen gefährlichen Wintereinbruch. Während ein Sturmtief ostwärts abzieht, hinterlässt es in Nord- und Westdeutschland gefrierende Nässe und Glatteis. Im Süden klart der Himmel auf – doch das führt zu strengem Dauerfrost mit Temperaturen bis minus acht Grad.
Die Folgen zeigen sich bereits auf den Straßen: In Nordrhein-Westphalen sprechen Behörden von “katastrophalen Straßenverhältnissen”. Auf der A1 bei Bremen kam ein Lkw auf glatter Fahrbahn von der Strecke, auf der A93 in Bayern kippte ein Lastwagen um und blockierte stundenlang die Autobahn.
Für Sicherheitsverantwortliche sind diese Vorfälle ein deutliches Warnsignal. Die gleichen Gefahren bestehen auf Betriebsgeländen: Gerüste, Laufwege und Ladezonen sind aktuell höchst riskant. Die Gefahr von Sturz- und Rutschunfällen erreicht heute ihren Höhepunkt.
Das Arbeitsschutzgesetz verlangt jetzt schnelle Anpassungen – und eine unvollständige oder fehlende Gefährdungsbeurteilung kann im Ernstfall Haftungsrisiken und Bußgelder nach sich ziehen. Kostenlose, praxiserprobte Vorlagen und Checklisten zeigen Sicherheitsverantwortlichen genau, wie sie Gefährdungsbeurteilungen für Glätte, Gerüste, Zugangswege und Ladezonen rechtssicher dokumentieren und so Prüfungen bestehen. Jetzt kostenlose GBU‑Vorlagen & Checklisten herunterladen
Gesetze fordern sofortige Anpassungen
Das Arbeitsschutzgesetz verpflichtet Unternehmen, ihre Gefährdungsbeurteilungen bei wechselnden Bedingungen unverzüglich anzupassen. Der Übergang von nasswindigem zu frostigem Wetter stellt genau eine solche grundlegende Veränderung dar.
Die Berufsgenossenschaft der Bauwirtschaft warnt: Standard-Wintermaßnahmen reichen bei diesen Temperaturen nicht aus. Sicherheitsverantwortliche müssen heute drei Bereiche besonders prüfen:
- Zugangswege: Das morgendliche Streuen genügt nicht – bei rapidem Gefrieren ist permanente Überwachung nötig
- Kältestress: Bei Temperaturen unter null Grad verschlechtert sich die Leistungsfähigkeit – Pausenregelungen müssen strikt eingehalten werden
- Gerüststabilität: Die Kombination aus Wind und Eislast kann temporäre Bauwerke gefährden – Kontrollen vor Betretung sind essenziell
Wer diese täglichen Anpassungen nicht dokumentiert, riskiert bei Unfällen erhebliche Haftungsprobleme – besonders angesichts der öffentlich bekannten Wetterwarnungen.
Diese Schutzmaßnahmen sind jetzt Pflicht
Beheizte Pausenräume sind unverzichtbar
Vorschriften fordern mindestens 21 Grad warme Pausenräume für Außenarbeiter. Bei Dauerfrost müssen diese Räume auch Platz zum Trocknen nasser Schutzkleidung bieten. Das “Zwiebelprinzip” bei der Kleidung hilft nur, wenn die Lagen trocken bleiben.
Beleuchtung wird zur Sicherheitsfrage
Trotz klarer Himmel im Süden sind die Tage kurz. Angemessene Beleuchtung (mindestens 20 Lux auf Laufwegen) ist entscheidend, um Glatteisstellen rechtzeitig zu erkennen.
Arbeitsunterbrechung als letzte Sicherheit
Vorarbeiter sollten ermächtigt sein, Arbeiten sofort zu stoppen, wenn sicheres Arbeiten nicht gewährleistet ist. In Regionen mit angekündigten “Wintergewittern” an der Nordseeküste müssen Tätigkeiten auf Kränen und Gerüsten sofort eingestellt werden.
Warum dieser Winter besonders gefährlich wird
Der aktuelle Kälteeinbruch markiert eine Zäsur für Bau- und Logistikbranche. Anders als in den milden Wintern der Vorjahre erleben wir 2026 ein klassisches “Hochwinter”-Szenario. Das stellt Projektzeitpläne infrage, die oft auf milde Winterbedingungen ausgelegt sind.
Doch der Druck, Termine einzuhalten, darf nicht über Sicherheitsprotokollen stehen. Die Kosten von Unfällen – menschlich wie finanziell – überwiegen bei weitem die Verzögerung durch einige Stunden Eisbeseitigung.
Die aktualisierte DGUV-Regel 100-001 unterstreicht die Verantwortung der Führungsebene für Sicherheitskultur. Wenn Polizeibehörden die Bevölkerung auffordern, Straßen zu meiden, können Arbeitgeber nicht erwarten, dass Mitarbeiter auf ungestreuten Flächen oder in Höhen ohne besonderen Schutz arbeiten.
Anhaltender Frost erfordert langfristige Pläne
Meteorologen sehen im aktuellen Wintereinbruch kein Einzelereignis, sondern den Beginn einer anhaltenden Kälteperiode. Die Prognosen für die kommende Woche sagen Dauerfrost für viele Regionen Deutschlands voraus – nachts sollen die Temperaturen weiter fallen.
Für Unternehmen bedeutet das: Die heute ergriffenen Sofortmaßnahmen müssen zu einem nachhaltigen Winterarbeitsplan für den gesamten Januar werden. Weitere Hinweise zum Kälteschutz und strengere Kontrollen auf Baustellen sind zu erwarten. Sicherheitsverantwortliche sollten sich auf eine Woche intensiver Überwachung und flexibler Arbeitsplanung einstellen, um diese Frostperiode sicher zu überstehen.
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