Wine, Linux

Wine 11.0: Linux rückt Windows-Anwendungen näher als je zuvor

14.01.2026 - 01:00:12

Wine 11.0 ist da und bringt Linux einen großen Schritt näher an Windows heran. Die neue Version der Kompatibilitätsschicht verspricht deutlich mehr Leistung, bessere Grafik und eine reibungslosere Nutzung von Windows-Programmen und Spielen auf Linux-Systemen. Für die wachsende Linux-Gaming-Community und alle professionellen Nutzer ist das ein entscheidender Fortschritt.

Die Veröffentlichung in dieser Woche markiert einen Meilenstein für das Open-Source-Projekt. Wine erlaubt es, Windows-Software unter Linux und anderen Unix-ähnlichen Systemen auszuführen. Die Version 11.0 packt substanzielle Leistungsverbesserungen und neue Funktionen in ein Update, das die Nutzungserfahrung sowohl für Produktivitäts- als auch für Gaming-Anwendungen deutlich angenehmer machen soll.

Eine Schlagzeilen-Funktion ist die Nutzung des NTSYNC-Moduls aus neueren Linux-Kerneln (ab Version 6.14). Bislang emulierte Wine Windows-Synchronisierungsmechanismen im Nutzerbereich des Systems. Jetzt kann es diese direkt im Linux-Kernel nachbilden.

Der Vorteil: Deutlich weniger Overhead für Anwendungen, die viele Prozessorkerne beanspruchen. Das führt zu spürbar besserer Leistung und Reaktionsschnelligkeit – besonders bei modernen Spielen und komplexer Software. Diese Kernel-Integration ist ein großer Schritt, um das Leistungsgefälle zwischen nativen Windows-Programmen und der Emulation unter Linux zu schließen.

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WoW64: Die Rettung für alte Windows-Software

Die Architektur WoW64 (Windows 32-bit on Windows 64-bit) gilt in Version 11.0 nun als vollständig unterstützt und ausgereift. Das ist entscheidend, weil viele moderne Linux-Distributionen die Unterstützung für 32-Bit-Systembibliotheken auslaufen lassen.

Der gereifte WoW64-Modus erlaubt es 32-Bit-Windows-Anwendungen, auf einer 64-Bit-Wine-Installation zu laufen – ohne dass 32-Bit-Bibliotheken auf dem Host-System nötig sind. Die Architektur unterstützt nun sogar 16-Bit-Anwendungen und sichert so den Zugang zu einer riesigen Bibliothek alter Windows-Software. Für Nutzer wird es einfacher: Die separaten wine– und wine64-Loader wurden zu einem einzigen Programm vereint, das automatisch den richtigen Modus wählt.

Grafik-Upgrades und der Weg zu Wayland

Auch bei Grafik und Display-Protokollen gab es wesentliche Verbesserungen. Der experimentelle Wayland-Treiber, zentral für die Zukunft moderner Linux-Desktops, wurde deutlich vorangebracht. Er unterstützt nun korrekt die Zwischenablage, verschiedene Eingabemethoden und nicht-rechteckige Fenster.

Für das Grafik-Rendering wurde die Vulkan-API aktualisiert. Neu ist auch die hardwarebeschleunigte Decodierung von H.264-Videos über Direct3D 11-Video-APIs mittels Vulkan Video. Die GPU übernimmt die Entschlüsselung, entlastet die CPU und ermöglicht flüssigere Wiedergabe in Medien-Playern und Spielen. Standard für OpenGL unter X11 ist jetzt ein EGL-Backend, das das ältere GLX ersetzt.

Warum das Update für Deutschland und Europa wichtig ist

Die Entwicklung von Wine ist ein Beleg für die beschleunigten Bemühungen, Linux zu einer erstklassigen Plattform für alle Anwendungen zu machen – auch für jene, die ursprünglich für Windows designed wurden. Die Unfähigkeit, bestimmte, kritische Windows-Programme zu nutzen, war lange eine Hürde für die Linux-Adoption, sowohl im professionellen als auch im privaten Umfeld. Jedes große Wine-Update baut diese Hürden weiter ab.

Die Verbesserungen in Version 11.0 sind besonders relevant für den wachsenden Linux-Gaming-Markt, der maßgeblich von Valves Steam Deck und der damit verbundenen Proton-Entwicklung vorangetrieben wird. Da Proton direkt auf Wine aufbaut, werden die Leistungsgewinne durch NTSYNC, die bessere Grafikunterstützung und ein verbessertes Controller-Handling direkt Linux-Spielern zugutekommen, sobald die neue Version in ein künftiges Proton-Update integriert wird.

Dies schafft einen positiven Kreislauf: Investitionen in Wine durch die Gaming-Community kommen allen Nutzern von Windows-Anwendungen unter Linux zugute – von Office-Paketen bis hin zu spezialisierter Kreativsoftware.

Was kommt als Nächstes?

Nach der stabilen Veröffentlichung von Wine 11.0 ist der Quellcode zum Download verfügbar. Vorgefertigte Binärpakete werden in Kürze in den Software-Repositories der verschiedenen Linux-Distributionen eintreffen. Der nächste Schritt für viele Nutzer ist nun das Warten auf die Integration dieser neuen Features in Folgeprojekte wie Valves Proton.

Dieser Prozess kann mehrere Monate dauern. Die Verbesserungen in Wine 11.0 zeigen jedoch klar den Weg für die nächste Generation der Windows-Kompatibilität unter Linux auf. Die Entwicklung schwenkt nun auf den nächsten Zyklus ein, der Anfang 2027 in Wine 12.0 gipfeln wird – und so die lange Tradition jährlicher, funktionsreicher Updates fortsetzt, die immer wieder neu definieren, was in der plattformübergreifenden Datenverarbeitung möglich ist.

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