Windows-Update legt Outlook lahm – Microsoft sucht nach Lösung
19.01.2026 - 09:09:12Ein aktuelles Sicherheitsupdate für Windows 11 sorgt für massive Produktivitätseinbrüche bei Nutzern der klassischen Outlook-Desktop-App. Das Programm friert ein, lässt sich nicht schließen und startet nicht neu. Microsoft bestätigt den Fehler und sucht nach einer Lösung.
Das Problem trat nach den monatlichen Sicherheitsupdates vom 13. und 14. Januar 2026 auf. Verantwortlich ist das kumulative Update KB5074109 für Windows 11 Versionen 24H2 und 25H2. Besonders betroffen sind Nutzer mit POP-E-Mail-Konten – eine Konfiguration, die bei Privatanwendern und kleinen Unternehmen noch weit verbreitet ist. Die klassische Outlook-App friert während der Nutzung ein. Wird sie geschlossen, bleibt der Prozess Outlook.exe im Hintergrund aktiv und blockiert einen Neustart. Abhilfe schafft nur der Task-Manager oder ein kompletter System-Neustart.
Ihre Outlook‑Desktop-App friert häufig ein oder startet nicht neu? Ein kostenloser Spezial‑Guide erklärt Schritt für Schritt, wie Sie Outlook korrekt einrichten, typische Ursachen für Abstürze erkennen und den Dienst sicher neu starten – ohne Datenverlust. Sie erfahren außerdem praxisnahe Workarounds (inkl. Umgang mit hängenden Prozessen im Task‑Manager) und welche Einstellungen helfen, bevor Sie riskante Maßnahmen wie das Deinstallieren von Sicherheits‑Updates in Erwägung ziehen. Jetzt Outlook-Guide kostenlos anfordern
Microsoft bestätigt „emerging issue“ – Kein Zeitplan für Fix
Am 16. Januar räumte Microsoft das Problem in einem Support-Dokument offiziell ein und stufte es als „emerging issue“ ein. Die Teams für Windows und Outlook untersuchen die Ursache. Ein Zeitplan für einen Patch liegt jedoch nicht vor. Interessant: Auch einige Nutzer mit Microsoft 365-Konten berichten von ähnlichen Einfrier-Problemen. Damit reiht sich der Fehler in eine Serie von Problemen der jüngsten Update-Runde ein.
Riskante Abhilfe: Sicherheitsupdate deinstallieren?
Betroffene Nutzer greifen zu Notlösungen. Die wirksamste – aber riskante – Methode: Das problematische Update KB5074109 deinstallieren. Über die Update-Chronik in den Windows-Einstellungen lässt sich der Patch entfernen. Die Outlook-Funktionalität kehrt sofort zurück. Experten und Microsoft selbst warnen jedoch dringend davor. Ohne das Sicherheitsupdate ist das System anfällig für genau die Bedrohungen, die der Patch abwehren sollte. Die weniger riskante, aber umständliche Alternative: Immer den Outlook-Prozess im Task-Manager manuell beenden.
Kein Einzelfall: Januar-Updates sorgen für Ärger
Der Outlook-Fehler ist kein Einzelfall. Die Patch-Tuesday-Runde im Januar 2026 brachte mehrere Pannen. So verhinderte Update KB5073455 bei einigen Windows-11-23H2-PCs korrektes Herunterfahren oder den Ruhemodus. Ein separates Problem ließ Remote-Desktop-Verbindungen scheitern. Für diese kritischen Fehler veröffentlichte Microsoft bereits Notfall-Updates am Wochenende. Ein Fix für den Outlook-Crash war nicht dabei – ein Hinweis auf die Komplexität des Problems. Die Serie zeigt die Herausforderungen im Lebenszyklus moderner Software, wo unvorhergesehene Konflikte trotz intensiver Tests auftreten können.
Warten auf den offiziellen Patch – Updates pausieren?
Stand 19. Januar gibt es noch keinen offiziellen Fix. Nutzer und IT-Administratoren beobachten die Kanäle von Microsoft, etwa das Windows Release Health Dashboard. Für stark Betroffene könnte es sinnvoll sein, Windows-Updates vorübergehend zu pausieren, um eine automatische Neuinstallation des fehlerhaften Patches zu verhindern. Microsofts Aufgabe ist es nun, einen Patch zu liefern, der den Outlook-Konflikt behebt, ohne die Sicherheitsverbesserungen des ursprünglichen Updates zu gefährden. Bis dahin bleibt die Abwägung zwischen den Unannehmlichkeiten der Workarounds und dem Sicherheitsrisiko einer Deinstallation.


