Windows-Update legt Outlook-Desktop-App lahm
17.01.2026 - 07:52:12Ein aktuelles Sicherheits-Update für Windows 11 führt zu schwerwiegenden Problemen mit der klassischen Outlook-Desktopanwendung. Microsoft bestätigt Fehler nach der Installation.
Die Störungen begannen, nachdem das Sicherheitsupdate KB5074109 ab dem 13. Januar automatisch installiert wurde. Betroffen sind Systeme mit Windows 11, Versionen 24H2 und 25H2. Nutzer berichten, dass Outlook während der Nutzung einfriert. Noch gravierender: Wird das Programm geschlossen, beendet sich der Prozess oft nicht korrekt. Ein Neustart ist dann nur noch über den Task-Manager oder einen kompletten Systemreboot möglich.
Hauptproblem: Alte POP-Konten als Auslöser
Laut Microsofts Untersuchung trifft der Bug vor allem Nutzer, die ihre E-Mails über das veraltete Post Office Protocol (POP) abrufen. Dieses Protokoll ist besonders bei kleinen Unternehmen und Privatanwendern verbreitet, die ihre Mails lokal speichern. Moderne Umgebungen mit Microsoft Exchange, Microsoft 365 oder IMAP bleiben dagegen weitgehend verschont.
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Die Spezifität des Problems hat die Fehlersuche eingegrenzt, hilft den Betroffenen aber wenig. Der Bug sorgt für Verwirrung, da Outlook scheinbar geschlossen ist, im Hintergrund aber weiterläuft – und sich so nicht neu starten lässt.
Microsoft ermittelt, bietet aber noch keine Lösung
In einem Support-Dokument vom 15. Januar stuft Microsoft das Problem als “emerging issue” ein. Sowohl die Windows- als auch die Outlook-Teams untersuchen die Ursache für den Konflikt zwischen dem Update und der POP-Verarbeitung.
Der Status bleibt vorerst “In Untersuchung“. Ein Zeitplan für einen Fix oder eine offizielle Problemumgehung wurde noch nicht kommuniziert. Das Unternehmen kündigte an, seine Support-Kanäle und das Admin-Center zu aktualisieren, sobald weitere Informationen vorliegen. Das gleiche Update wird auch mit anderen Problemen wie schwarzen Bildschirmen und Fehlern bei Azure Virtual Desktop in Verbindung gebracht.
Riskante Notlösungen als einziger Ausweg
Da ein offizieller Fix fehlt, greifen Nutzer zu eigenen Mitteln. Die wirksamste – aber riskante – Lösung: Die Deinstallation des Updates KB5074109. Betroffene berichten, dass Outlook danach sofort wieder funktioniert. Die Deinstallation ist über den “Updateverlauf” in den Windows-Einstellungen möglich.
Sicherheitsexperten und Microsoft raten dringend davon ab. Das Entfernen kritischer Sicherheitsupdates macht Systeme anfällig für Malware und Cyberangriffe. Als temporäre Alternativen bleiben der Wechsel zu einem anderen E-Mail-Client, der Webzugriff über den Browser oder das mühsame manuelle Beenden des Outlook-Prozesses nach jeder Nutzung per Task-Manager.
Zwischenfälle als Warnung für IT-Verantwortliche
Der Vorfall zeigt die komplexe Abhängigkeit zwischen Betriebssystem-Updates und der Anwendungslandschaft. Trotz intensiver Tests können Konflikte auftreten, besonders mit veralteten, aber noch genutzten Protokollen wie POP. Für IT-Administratoren ist es eine Erinnerung daran, dass selbst Routine-Updates Produktivitätsausfälle verursachen können.
Die Lösung liegt nun bei Microsoft. Priorität hat die Entwicklung eines Patches, entweder als separates Hotfix oder im nächsten kumulativen Update. Bis dahin sollten Nutzer die offiziellen Support-Seiten beobachten und die Sicherheitsrisiken einer Update-Deinstallation sorgfältig abwählen. Microsoft bittet zudem, den Fehler über den Feedback-Hub in Windows zu melden, um die Untersuchung zu unterstützen.
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