Windows 11: Sicherheits-Update legt PCs lahm – Microsoft bietet Workaround
17.01.2026 - 06:09:12Microsoft verteilt neue Sicherheitszertifikate für Millionen Windows-11-Geräte, um ein drohendes Ablaufdatum zu verhindern. Doch das aktuelle Update bringt einen schwerwiegenden Fehler: Betroffene PCs lassen sich nicht mehr ordnungsgemäß herunterfahren.
Die Maßnahme ist präventiv und notwendig. Die ursprünglichen Secure Boot-Zertifikate, ein Kernbestandteil des sicheren Systemstarts, laufen ab Mitte 2026 ab. Würde Microsoft nicht handeln, könnten Geräte keine neuen Boot-Komponenten mehr validieren. Das Unternehmen rollt daher seit dem 13. Januar 2026 automatisch neue Zertifikate von 2023 aus. Nutzer sollten ihre Updates installieren, um für diesen Wechsel gewappnet zu sein.
Doch das Januar-Update hat eine unmittelbare, störende Nebenwirkung. Microsoft bestätigt einen Bug im Update KB5073455 für Windows 11 Version 23H2. Auf einigen Systemen verhindert dieser Fehler das Herunterfahren und den Ruhezustand. Statt sich abzuschalten, starten die betroffenen PCs einfach neu.
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Das Problem tritt speziell bei aktivierter Secure Launch-Funktion auf, einer Erweiterung von Secure Boot. Vorrangig sind Enterprise- und IoT-Editionen betroffen. Für Laptop-Nutzer ist das riskant: Legt man das Gerät in die Tasche, ohne dass es wirklich aus ist, drohen Akku-Leerlauf und Überhitzung.
Microsofts Workaround: Der Befehlszeilen-Trick
Microsoft arbeitet an einer dauerhaften Lösung, hat aber bereits eine Übergangslösung veröffentlicht. Nutzer können ihren PC erzwingen, sich auszuschalten, indem sie die Eingabeaufforderung öffnen und folgenden Befehl eingeben:
shutdown /s /t 0
Dieser Befehl umgeht den Softwarefehler und fährt den Rechner sicher herunter. Für das Problem mit dem Ruhezustand (Hibernation) gibt es derzeit allerdings keine Lösung. Microsoft rät betroffenen Nutzern dringend, alle Arbeiten vor einem Herunterfahrversuch zu speichern, um Datenverlust zu vermeiden.
Analyse: Der schmale Grat zwischen Sicherheit und Stabilität
Die parallelen Entwicklungen zeigen das Dilemma moderner Softwarewartung. Der proaktive Zertifikats-Tausch ist eine verantwortungsvolle Langzeitstrategie, um einen flächendeckenden Sicherheitsausfall zu verhindern. Gleichzeitig unterstreicht der neue Shutdown-Bug die immense Komplexität des Windows-Ökosystems.
Eine Änderung, die die Sicherheit verbessern soll, hat für einen Teil der Nutzer die grundlegende Funktionalität beeinträchtigt. Solche Vorfälle sind in der Softwareentwicklung nicht unüblich, zeigen aber die Herausforderung, Updates in einer unüberschaubaren Vielfalt an Hardware zu testen. Der gestaffelte Rollout der Zertifikate ist dabei ein wichtiger Puffer, um die Auswirkungen solcher Pannen zu begrenzen.
Was Nutzer jetzt tun sollten
Die Situation erfordert ein abgewogenes Vorgehen. Einerseits sind die monatlichen Sicherheitsupdates essenziell, um kritische Lücken zu schließen. Andererseits sollten Nutzer, besonders in Unternehmensumgebungen, die bekannten Probleme beachten.
Microsoft wird eine Korrektur für den Shutdown-Fehler in einem künftigen Update liefern, ein genauer Zeitpunkt steht noch nicht fest. Der Rollout der neuen Secure-Boot-Zertifikate wird unterdessen in den kommenden Monaten fortgesetzt. Die endgültige Deaktivierung der alten 2011er-Zertifikate soll nicht vor Januar 2027 beginnen – mit mindestens sechsmonatiger Vorwarnzeit.
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