Windows 10: Kritische Sicherheitslücken beenden die Schonfrist
06.01.2026 - 19:03:12Die ersten Tage des Jahres 2026 werden für Millionen Nutzer zum Sicherheitsalbtraum. Während die Tech-Welt auf die KI-PCs der CES in Las Vegas blickt, offenbaren kritische Schwachstellen in Windows 10 die Gefahren veralteter Software. Die Schonfrist für den Umstieg ist vorbei.
Angriffe auf veraltete Systeme nehmen Fahrt auf
Die erste Januarwoche 2026 wurde zum Weckruf für alle, die noch auf Windows 10 ohne erweiterte Sicherheitsupdates setzen. Am 5. Januar meldeten Sicherheitsforscher eine kritische Lücke im Zoom-Client für Windows (CVE-2025-49457), die bereits aktiv ausgenutzt wird. Die Schwachstelle erlaubt Angreifern die Ausführung von Schadcode. Da sie in der Interaktion zwischen Anwendung und Betriebssystem liegt, sind alte Systeme ohne die modernen Kernel-Schutzmechanismen von Windows 11 besonders anfällig.
Nur einen Tag später, am 6. Januar, kam eine weitere kritische Sicherheitslücke im Windows Remote Access Connection Manager (RasMan) ans Licht. Auch hier können Angreifer Dienste zum Absturz bringen oder Code mit Systemrechten ausführen. Während Microsoft Patches für unterstützte Systeme vorbereitet, bleiben ungeschützte Windows-10-Installationen (Version 22H2) schutzlos.
Dritte wie das Sicherheitsunternehmen 0patch springen ein und bieten eigene „Mikropatches“ an. Experten warnen jedoch vor dieser Zersplitterung der Sicherheitslandschaft. Sie schaffe gefährliche Lücken, die Cyberkriminelle gezielt ausnutzen werden.
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Der teure Rettungsanker: Microsofts Extended Security Updates
Als einzigen offiziellen Schutz bietet Microsoft sein kostenpflichtiges Extended Security Updates (ESU)-Programm an – eine Art „Sicherheitsbrücke“ bis zum 13. Oktober 2026. Für etwa 30 Euro pro Jahr und Gerät erhalten Nutzer weiterhin kritische Sicherheitsupdates.
Doch die Brücke hat Risse: Das Programm befindet sich im reinen Wartungsmodus. Es gibt keine neuen Funktionen oder Fehlerbehebungen mehr. Zudem wird der integrierte Virenschutz Microsoft Defender zwar bis Oktober 2028 mit Signatur-Updates versorgt. Er kann aber die grundlegenden Sicherheitslücken im Betriebssystem selbst nicht stopfen – die Tür für Malware bleibt offen.
Für Nutzer im Europäischen Wirtschaftsraum (EWR) gibt es alternative Anmeldemöglichkeiten. Für den Rest der Welt bleibt nur die binäre Wahl: Bezahlen oder gefährdet sein.
CES 2026 zeigt: Neue Hardware erzwingt das Ende
Während Administratoren um die Sicherheit kämpfen, zeigt die CES 2026 in Las Vegas die Zukunft: Eine neue Generation von „KI-First“-PCs mit Prozessoren wie dem Qualcomm Snapdragon X2 oder Intels Core Ultra Series 3. Diese Geräte, die im ersten Quartal 2026 erscheinen, benötigen zwingend Windows 11.
Die moderne Hardware bietet integrierte Sicherheitsvorteile, etwa Neural Processing Units (NPUs) für lokale KI-Agenten. Diese können Angriffe wie die Zoom-DLL-Injection in Echtzeit erkennen – eine Fähigkeit, die alte Windows-10-Systeme hardwarebedingt nie haben werden.
Gleichzeitig kündigte Microsoft am 5. Januar an, dass der Support für Windows 11, Version 24H2, bereits im Oktober 2026 enden wird. Das signalisiert eine neue Strategie: Kontinuierliche Updates werden zur Pflicht. Für Unternehmen, die Stabilität brauchen, ist das eine Herausforderung.
Die Kosten des Stillstands werden unterschätzt
Sicherheitsexperten sehen in den Januar-Angriffen einen Vorgeschmack auf das gesamte Jahr 2026. Angreifer horten vermutlich Schwachstellen, um sie gebündelt gegen die geschwächten Abwehrkräfte alter Systeme einzusetzen.
Für Unternehmen sind die ESU-Kosten von rund 61 Euro pro Gerät im ersten Jahr vergleichsweise gering. Sie stehen in keinem Verhältnis zu den potenziellen Schäden eines Ransomware-Angriffs. Für Privatanwender bleibt die Situation jedoch unübersichtlich. Verschiedene Anmeldemöglichkeiten und Verwirrung um Bezahlmodelle stellen hohe Hürden dar.
Die Prognose ist düster: Die Sicherheitslage für Windows 10 wird sich 2026 weiter verschlechtern. Die „Sicherheitsbrücke“ hält für zahlende Nutzer, aber Millionen verwaiste PCs der Version 22H2 werden schutzlos Teil globaler Botnetze werden. Die Botschaft der Experten ist eindeutig: Das Sicherheitsnetz ist da, aber es reißt. Und die Haikreise sind bereits im Wasser.
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