Wiesbaden startet offene Datenplattform
06.02.2026 - 06:30:12Wiesbaden eröffnet mit einer neuen Open-Data-Plattform erstmals zentralen Zugang zu allen städtischen Daten. Die Beta-Version soll Transparenz erhöhen und datengetriebene Innovationen fördern.
Ein zentraler Hub für Bürger und Wirtschaft
Bisher mussten sich Interessierte durch verschiedene Ämter und Formate kämpfen, um an kommunale Informationen zu gelangen. Diese Zeiten sind vorbei: Die neue Plattform bündelt Datensätze aus der gesamten Stadtverwaltung in einem öffentlichen Portal. Die Daten liegen in einem standardisierten, maschinenlesbaren Format vor und sind kostenlos nutzbar.
„Dieser Launch markiert einen neuen Standard im Umgang mit öffentlichen Informationen“, betont Dezernentin Maral Koohestanian, die das Smart-City-Ressort leitet. Es gehe um einen kulturellen Wandel – weg von der passiven Datenspeicherung, hin zum proaktiven Teilen. Das Ziel ist eine lebendige Ressource, die mit den Bedürfnissen der Nutzer wächst.
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Treiber für Forschung und smarte Anwendungen
Die Plattform positioniert sich als Werkzeug für unterschiedlichste Akteure. Für die lokale Wirtschaft eröffnen sich neue Möglichkeiten: Unternehmen können die Daten für Marktanalysen nutzen oder Grundlagen für innovative Smart-City-Anwendungen finden. Die Stadt liefert damit die Bausteine für Dienstleistungen, die die Lebensqualität der Bürger verbessern können.
Forscher und Hochschulen erhalten einen Fundus an praxisnahen, lokalen Daten für Lehre und Kooperationsprojekte. Aber auch die Verwaltung selbst profitiert. Standardisierte Daten sind ein Schlüssel für eine nachhaltige Stadtentwicklung und ermöglichen faktenbasierte Entscheidungen in Bereichen wie Klimaschutz und Mobilität.
Beta-Phase mit partizipativem Ansatz
Die aktuelle Version ist als öffentliche Beta freigegeben. Die Stadt verfolgt einen klaren Fahrplan, der stark auf Nutzerfeedback setzt. In den kommenden Monaten sollen weitere Datensätze folgen, ebenso neue Visualisierungswerkzeuge. Das Portal wird schrittweise verfeinert.
„Verschiedene Beteiligungsformate sind geplant, um die Entwicklung nutzerzentriert zu gestalten“, so die Stadt. Bürger, Entwickler und andere Interessengruppen sind aufgerufen, das Portal zu testen und mit ihrem Feedback die künftigen Funktionen mitzuprägen. Dieser kooperative Ansatz unterstreicht den Kernauftrag: Die Gemeinschaft aktiv an der digitalen Zukunft Wiesbadens zu beteiligen.
Die Landeshauptstadt reiht sich mit dem Schritt in einen europäischen Trend ein. Immer mehr Kommunen erkennen den Wert offener Daten für mehr Transparenz, Effizienz und wirtschaftliche Wettbewerbsfähigkeit. Der Erfolg der Beta-Phase wird nun daran gemessen, wie gut die Plattform angenommen wird und welche konkreten Anwendungsfälle daraus entstehen.
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