Wienerwald-Gemeinden starten mit Millionen-Investitionen ins Jahr 2026
02.01.2026 - 21:51:12
Trotz angespannter Haushalte investieren Purkersdorf und Gablitz 2026 Millionen in die Infrastruktur. Während Gablitz auf Straßen und Hochwasserschutz setzt, muss Purkersdorf bei der Kultur sparen.
Die heute vorliegenden Budgetpläne der beiden Nachbargemeinden zeigen einen klaren Trend: Der Erhalt kritischer Infrastruktur hat Vorrang vor neuen Prestigeprojekten. Gablitz schnürt ein Investitionspaket von über einer Million Euro, Purkersdorf muss seinen Kultursommer deutlich straffen.
In der Marktgemeinde herrscht Einigkeit über den finanziellen Kurs. Der mit breiter Mehrheit beschlossene Voranschlag ermöglicht gezielte Investitionen in Höhe von rund 1,06 Millionen Euro. Ein Schwerpunkt liegt auf dem Tiefbau.
Das größte Einzelprojekt ist die Sanierung des Oberflächenkanals für 378.000 Euro. Parallel läuft ein umfangreiches Straßenbauprogramm im Wert von 350.000 Euro. Weitere wichtige Posten sind:
* Modernisierung der Straßenbeleuchtung: 200.000 Euro
* Hochwasserschutz am Gablitzbach: 50.000 Euro
Bürgermeister Michael Cech betont die konstruktive Atmosphäre. Bemerkenswert: Für 2026 sind keine neuen Kredite geplant. Der Schuldenstand bleibt bei moderaten 3,35 Millionen Euro.
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Purkersdorf: Kultur muss Federn lassen
Anders sieht es in der verschuldeten Stadtgemeinde aus. Bei einem Schuldenberg von rund 32 Millionen Euro steht Purkersdorf unter striktem Sparzwang. Die Auswirkungen treffen vor allem den kulturellen Bereich.
Der beliebte Kultursommer findet zwar statt, wird aber deutlich gestrafft. Sein Budget ist auf 35.000 Euro gedeckelt. Konkret bedeutet das:
* Eröffnung und Abschlusskonzert werden mit den großen Open-Air-Terminen zusammengelegt.
* Die separate Eröffnung am Fürstenbergbrunnen entfällt.
* Kleinere Konzerte finden primär in „Der Bühne“ statt, ihre Anzahl wurde reduziert.
Durch diese Maßnahmen will die Stadt im Vergleich zum Vorjahr etwa 10.000 Euro einsparen. Auch für die großen Open-Air-Konzerte gelten strengere Regeln: Eine städtische Förderung gibt es nur, wenn die Gesamtkosten um mindestens 40 Prozent sinken. Der Zuschuss ist auf maximal 50.000 Euro begrenzt.
Politische Grabenkämpfe und offene Fragen
Politisch war der Weg zum Budget in Purkersdorf steinig. Die SPÖ, ohne absolute Mehrheit, musste für die Beschlussfassung Allianzen mit der Liste Baum und den Neos schmieden. ÖVP, Grüne und FPÖ kritisierten die ihrer Ansicht nach zu geringen Einsparungen.
Ein großes Fragezeichen steht weiterhin hinter dem alten ÖBB-Bahnhofsgebäude in Unter-Purkersdorf. Nach einer Vertragsänderung Ende 2025 soll sich in den kommenden Wochen entscheiden, ob der geplante Abriss verschoben wird. Die Bürgerinitiative „TRAINsition“ hofft auf eine Zwischennutzung.
Trotz der Sparmaßnahmen gibt es auch in Purkersdorf Bewegung: Gemeinsam mit Gablitz wird die Sanierung des Gablitzbaches vorangetrieben – ein Beispiel für funktionierende interkommunale Zusammenarbeit.
Ausblick: Baustellen und abgespeckter Kultursommer
Für die Bewohner der Region bringt das Frühjahr 2026 zahlreiche Baustellen. In Gablitz sind Verkehrsbehinderungen durch die umfangreichen Bauarbeiten zu erwarten. Geplant ist außerdem die Aufwertung der Hundewiese mit neuen Spielgeräten.
In Purkersdorf wird sich zeigen, ob der „abgespeckte“ Kultursommer bei der Bevölkerung ankommt und ob die geforderten Kostensenkungen bei den Großevents ohne Qualitätsverlust machbar sind. Die Entscheidung über die Zukunft des Bahnhofsgebäudes wird im ersten Quartal erwartet.
2026 wird in der Region somit ein Jahr der notwendigen Hausaufgaben. Die Investitionen fließen in Beton und Rohre – die großen Feste müssen warten.
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