Wiener, Wohnungsmarkt

Wiener Wohnungsmarkt: Junge Käufer setzen auf Effizienz

18.01.2026 - 09:25:12

Junge Käufer in Wien priorisieren 2026 Energieeffizienz und niedrige Betriebskosten über Prestige. Kompakte Grundrisse und gute Öffi-Anbindung sind gefragt, während ein Neubau-Knick die Preise stützt.

Junge Käufer kehren auf den Wiener Immobilienmarkt zurück – mit radikal neuen Prioritäten. Pragmatismus schlägt Prestige, und Energieeffizienz ist die neue Währung. Das Auslaufen der KIM-Verordnung und die anhaltende Baukrise haben eine neue Realität geschaffen.

Kompakte Grundrisse im Trend

Die Generation unter 35 misst sozialen Aufstieg nicht mehr in Quadratmetern. Makler beobachten eine klare Nachfrageverschiebung hin zu flächeneffizienten Wohnkonzepten. Intelligente Grundrisse, die auf weniger Fläche mehr Funktionalität bieten, sind gefragt.

Kompakte Drei-Zimmer-Wohnungen sind heute begehrter als großflächige Zwei-Zimmer-Lofts. Der Grund: Das dauerhafte Home-Office macht einen abgetrennten Arbeitsbereich unverzichtbar. Diese „Smart Density“ ist auch eine Reaktion auf hohe Quadratmeterpreise. Käufer sparen Fläche, um ihr Budget nicht zu sprengen.

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Finanzierung: Mehr Spielraum, aber keine Leichtfertigkeit

Das Auslaufen der strengen KIM-Verordnung Mitte 2025 wirkte als psychologisch wichtiger Impuls. Die fixen Hürden wie die 20-Prozent-Eigenmittelquote entfielen. Doch die Euphorie ist verfrüht: Banken prüfen Bonitäten nach wie vor streng.

Allerdings gibt es wieder mehr Raum für individuelle Lösungen. Das hilft besonders jungen Familien mit stabilen Einkommen, aber wenig Erspartem. Eine Folge: Der Fokus verschiebt sich vom Neubau zum Bestand. Wegen explodierter Baukosten weichen Käufer auf gebrauchte Immobilien aus – wenn der energetische Zustand stimmt.

Nachhaltigkeit als harte Kalkulation

Nachhaltigkeit ist für junge Käufer keine Ideologie mehr, sondern reine Finanzmathematik. Sie prüfen Energieausweise und Heizsysteme so akribisch wie den Kaufpreis. Unsanierte Altbauten mit Gas-Etagenheizung stoßen kaum noch auf Interesse, selbst bei niedrigem Einstiegspreis.

Die Angst vor unkalkulierbaren Betriebskosten und künftigen Sanierungspflichten wiegt schwerer. Hoch im Kurs stehen stattdessen Objekte mit:
* Modernen Wärmepumpen
* Photovoltaikanlagen
* Hoher Dämmung

Die monatlichen Betriebskosten sind für die Kaufentscheidung 2026 oft entscheidender als eine prestigeträchtige Fassade.

Außenbezirke im Aufwind – mit Bedingungen

Die klassische Vorliebe für die Innenbezirke weicht einem neuen Pragmatismus. Wo Wohnen innerhalb des Gürtels unerschwinglich bleibt, rücken Außenbezirke und der Speckgürtel in den Fokus. Bezirke wie Floridsdorf, Donaustadt, Favoriten und Simmering verzeichnen steigende Nachfrage.

Die entscheidende Bedingung: eine exzellente Anbindung. Das Konzept der „15-Minuten-Stadt“ wird auch am Stadtrand eingefordert. Projekte ohne gute Öffi-Anbindung (U-Bahn, S-Bahn) bleiben Ladenhüter. Junge Käufer ziehen für leistbares Eigentum an den Rand – aber nicht auf urbane Mobilität.

Angebotsknappheit stützt die Preise

Die Lage wird durch ein massives Angebotsproblem verschärft. Die Baukrise der Jahre 2023 und 2024 führt 2026 zu einem deutlichen Einbruch der Fertigstellungszahlen. Viele geplante Projekte wurden nie begonnen oder pausiert.

Analysten hatten diesen „Neubau-Knick“ und seine preisstützende Wirkung prognostiziert. Für junge Käufer bedeutet das: Sie konkurrieren auf einem Markt mit begrenztem Angebot. Der Wettbewerb um gute, effiziente Wohnungen ist hoch. Entscheidungen müssen wieder schneller fallen als vor einem Jahr.

Experten erwarten für 2026 eine leichte Preissteigerung von 2,5 bis 3 Prozent. Die Talsohle ist durchschritten. Das „Abwarten auf den Preisverfall“ ist keine Strategie mehr. Zukünftige Wohnprojekte müssen sich anpassen: weniger repräsentative Fläche, mehr Gemeinschaftsräume und smarte Energiesysteme. Der Markt ist rationaler und effizienzgetriebener denn je.

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