Wiener Wohnungsmarkt dreht sich bis Ende 2026
19.01.2026 - 23:41:12Der Wiener Immobilienmarkt kippt zurück zugunsten der Verkäufer. Experten sehen das Zeitfenster für Käufer schließen, weil deutlich weniger neue Wohnungen fertig werden. Die Nachfrage steigt dagegen wieder spürbar an.
Sinkende Fertigstellungen treiben die Verknappung
Der Kern des Problems ist eine drastisch rückläufige Bautätigkeit. Ein aktueller Branchenbericht von Immo Analytics zeichnet ein klares Bild: Der Bedarf in Wien liegt bei 10.000 bis 11.000 neuen Wohnungen pro Jahr. Die für 2025 und 2026 erwarteten Fertigstellungszahlen bleiben aber weit hinter dieser Marke zurück.
Viele Bauprojekte wurden in den vergangenen Jahren verschoben. Die Folge ist eine wachsende Lücke im Angebot, die die Position bestehender Eigentümer massiv stärkt. Auch Ökonomen von Raiffeisen Research bestätigen: Sinkende Fertigstellungszahlen bei leichtem Bevölkerungswachstum werden die Preise antreiben.
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Nachfrage erholt sich – und trifft auf leere Regale
Während das Angebot schrumpft, kehren die Käufer zurück. Die Stabilisierung der Zinsen macht Finanzierungen wieder planbarer, Banken agieren flexibler. Branchenbeobachter sprechen von einem sich auflösenden “Nachfragestau”.
Die Transaktionszahlen für 2025 stiegen nach zwei schwachen Jahren bereits wieder spürbar an. Dieser wachsende Käuferkreis trifft nun auf ein strukturell knapper werdendes Angebot. Die Marktbalance kippt fundamental.
Experten erwarten klaren Preisanstieg
Die Phase stagnierender oder leicht sinkender Preise in Wien ist vorbei. Raiffeisen Research sieht die kurze Preiskorrektur von rund fünf Prozent zwischen 2022 und 2024 als abgeschlossen an.
Für 2026 prognostizieren die Analysten nun einen erneuten Anstieg. In Wien könnte dieser sogar stärker ausfallen als im Österreich-Durchschnitt. Andere Experten rechnen bei Eigentumswohnungen mit Pluswerten zwischen drei und sechs Prozent. Die verbesserte Leistbarkeit durch gestiegene Einkommen wird von der Angebotsknappheit wohl aufgefressen.
Was die Wende für Käufer und Verkäufer bedeutet
Bis Ende 2026 wird der Markt voraussichtlich komplett kippen. Für Kaufinteressenten hat das konkrete Folgen:
* Die Auswahl an verfügbaren Objekten schrumpft.
* Der Verhandlungsspielraum für Preisnachlässe schwindet.
* Der Zeitdruck bei Entscheidungen nimmt wieder zu.
Für Verkäufer verbessert sich die Lage dagegen deutlich: Sie können mit stärkerer Nachfrage, kürzeren Vermarktungszeiten und potenziell höheren Preisen rechnen. Verschärft wird die Situation durch den ohnehin angespannten Mietmarkt, der zusätzlichen Druck auf den Kauf erzeugt.
Das Zeitfenster mit vorteilhaften Bedingungen für Käufer, das die Jahre 2023 bis 2025 prägte, schließt sich damit sichtbar.
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