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Wiener Studie: Mikroplastik aus Verpackungen verschlimmert Darmentzündungen

08.01.2026 - 09:30:11

Forscher der Medizinischen Universität Wien belegen erstmals, wie Polystyrol-Partikel aus Joghurtbechern oder Take-away-Boxen chronische Darmerkrankungen anheizen. Die Studie zeigt einen klaren biologischen Schadensmechanismus auf.

Veröffentlicht im Fachjournal Microplastics and Nanoplastics, liefert die Arbeit den bisher stärksten Beweis für ein direktes Gesundheitsrisiko durch alltägliche Kunststoffverpackungen. Im Fokus stand Polystyrol, ein Massenkunststoff für Lebensmittelverpackungen.

Die Studie konzentrierte sich auf Colitis ulcerosa. Das alarmierende Ergebnis: Eine bereits entzündete Darmschleimhaut nimmt besonders viele Plastikpartikel auf. Diese wirken dann wie ein Verstärker.

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  • Die Partikel aktivieren Immunzellen (Makrophagen) dauerhaft.
  • Diese schütten dann eine Flut entzündungsfördernder Botenstoffe aus.
  • Gleichzeitig verändert sich das Darmmikrobiom: Nützliche Bakterien gehen zurück, schädliche Keime vermehren sich leichter.

Ein Teufelskreis entsteht, der bestehende Erkrankungen massiv verschlimmern kann.

Alltagsrisiko: Hitzeeinwirkung setzt Partikel frei

Die Gefahr lauert im täglichen Konsum. Polystyrol ist in unzähligen Supermarktprodukten verbaut. Besonders kritisch ist Hitzeeinwirkung – etwa beim Erwärmen von Essen in der Plastikschale.

Bereits bekannte Studien zeigen: Hitze erhöht die Freisetzung von Mikroplastik drastisch. Die Wiener Forschung liefert nun den fehlenden Mechanismus, warum diese Partikel für Risikogruppen so gefährlich sind.

Druck auf Politik und Industrie wächst

Die Ergebnisse kommen zum richtigen Zeitpunkt. Seit Anfang dieses Jahres gelten in der EU schärfere Berichtspflichten zur Mikroplastik-Freisetzung. Die neuen medizinischen Daten erhöhen den Druck auf den Gesetzgeber, bestimmte Lebensmittelkontaktmaterialien schneller zu verbieten.

Die Debatte verschiebt sich: Stand früher die Umweltverschmutzung im Vordergrund, rückt nun die direkte Gesundheitsschädigung in den Fokus. Die Industrie verweist zwar auf bestehende Grenzwerte – Forscher halten diese aber für überholt, da sie das Verhalten der Partikel in krankem Gewebe nicht berücksichtigen.

Was Verbraucher jetzt tun können

Gesundheitsexperten geben bereits konkrete Ratschläge, besonders für Menschen mit empfindlichem Darm oder Vorerkrankungen:

  • Lebensmittel nicht in der Original-Plastikverpackung erhitzen.
  • Den Konsum von Produkten aus Einweg-Polystyrol-Schalen reduzieren.
  • Zu Alternativen wie Glas, Edelstahl oder beschichtungsfreiem Papier greifen.

Weitere Studien sollen nun klären, ob ähnliche Mechanismen auch bei gesunden Menschen eine Rolle spielen. Für die Lebensmittelbranche könnte 2026 das Jahr werden, in dem der Abschied von Polystyrol endgültig beginnt.

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