Wiener Staatsoper streamt „Fledermaus-Ballett live
21.11.2025 - 12:40:12Die Wiener Staatsoper überträgt Roland Petits Ballettversion der Fledermaus live mit Starbesetzung. Das Strauß-Jubiläumsspecial bleibt 72 Stunden verfügbar und zeigt die digitale Strategie des Hauses.
Die Wiener Staatsoper überträgt heute Abend Roland Petits Ballettfassung der „Fledermaus” weltweit per Livestream. Der Auftritt zum 200. Geburtstag von Johann Strauß bringt Starsolisten wie Olga Esina und Davide Dato auf die Bildschirme.
Ab 19:30 Uhr öffnet das Haus am Ring seine digitalen Pforten. Über die Plattform play.wiener-staatsoper.at können Zuschauer die Aufführung live verfolgen – anschließend bleibt sie 72 Stunden lang verfügbar. Eine kluge Strategie im Strauß-Jubiläumsjahr: Kulturvermittlung trifft auf globale Reichweite.
Petit-Klassiker mit Pariser Flair
Roland Petits choreografische Version von 1979 unterscheidet sich deutlich von der klassischen Operette. Statt Wien bildet das Pariser Nachtleben die Kulisse, die Handlung setzt auf Pantomime und Humor. Die Wiener Staatsoper zeigt das Werk seit 2009 – jetzt erfährt es im Strauß-Jahr eine Renaissance.
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Die Produktion nutzt mehrere Kameraperspektiven und hochauflösende Technik. In den Pausen gibt es Bonusmaterial: Interviews und Einblicke hinter die Kulissen ergänzen das Erlebnis für das digitale Publikum.
Starbesetzung überstrahlt die Kritik
Die Inszenierung spaltet das Feuilleton. Kritiker sprechen von einer „angestaubten Revue” – doch in einem Punkt herrscht Einigkeit: Das tänzerische Niveau ist außergewöhnlich.
Die Hauptrollen:
- Olga Esina (Bella): Die Erste Solistin gilt als Gesicht des Wiener Staatsballetts und überzeugt mit technischer Perfektion
- Timoor Afshar (Johann): Verkörpert den Mann, der unfreiwillig zum Opfer der Verwechslungskomödie wird
- Davide Dato (Ulrich): Der Erste Solist begeistert mit explosiver Energie und komödiantischem Talent
Unter der musikalischen Leitung von Luciano Di Martino interpretiert das Orchester die Strauß-Melodien in Douglas Gamleys Arrangement. Dato erntet besonders viel Lob – Kritiker bezeichnen ihn als „begeisterndes Springinkerl”, der selbst schwächere Momente der Choreografie mit Leben füllt.
Ferri-Ära setzt auf Tradition
Der Stream fällt in eine Übergangsphase. Seit September 2025 leitet Alessandra Ferri, eine der berühmtesten Ballerinen ihrer Generation, das Wiener Staatsballett. Sie folgt auf Martin Schläpfer nach dessen fünfjähriger Amtszeit.
Ferri verfolgt eine klare Linie: Rückbesinnung auf klassisches Repertoire, ergänzt durch zeitgenössische Impulse. Die „Fledermaus”-Wiederaufnahme bedient das traditionsbewusste Publikum im Strauß-Jahr und schafft finanzielle Spielräume für experimentellere Projekte.
Branchenkenner beobachten gespannt, wie die neue Direktorin digitale Kanäle nutzt. Wird sie auf intellektuelle Moderne setzen wie ihr Vorgänger? Oder emotionale Zugänglichkeit bevorzugen? Der heutige Stream könnte erste Antworten liefern.
Digitale Strategie zahlt sich aus
Was als Pandemie-Notlösung begann, entwickelte sich zum unverzichtbaren Standbein. Die Wiener Staatsoper erreicht via Stream Fans in Asien und Amerika, die nicht spontan nach Wien reisen können.
Die Vorteile liegen auf der Hand: Streaming-Tickets kosten weniger als die günstigsten Plätze im Haus. Hochkultur wird zugänglicher. Gleichzeitig stärkt das Haus seine Marke in einer visuell dominierten Medienwelt.
Im Vergleich zum Royal Opera House London oder der Metropolitan Opera New York punktet Wien mit einer Besonderheit: der Aura der „Stadt der Musik”. Gerade bei der „Fledermaus”, die untrennbar mit dem Wiener Lebensgefühl verbunden ist, ist das internationale Interesse groß.
Weitere Streams im November
Wer den heutigen Livestream verpasst, kann ihn drei Tage lang nachschauen. Der digitale Spielplan bietet weitere Highlights:
- Samstag: Gaetano Donizettis „Lucia di Lammermoor”
- Sonntag: Francis Poulencs „Dialogues des Carmélites”
Spannend bleibt, welche Premieren unter Ferri gestreamt werden. Besonders modernere Stücke könnten das internationale Bild des Wiener Staatsballetts erweitern. Bis dahin beweist die „Fledermaus”, dass der Wiener Walzer 2025 nichts von seiner Anziehungskraft verloren hat – ob im Parkett oder auf dem Sofa.
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