Wiener, Mietmarkt

Wiener Mietmarkt startet 2026 mit Preisschub

02.01.2026 - 16:23:12

Die Wiener Mieten ziehen kräftig an, getrieben von einem massiven Einbruch bei Neubauwohnungen und unveränderter Nachfrage. Experten sehen für 2026 einen Anstieg der Durchschnittsmieten um fast 10 Prozent.

Die Mieten in Wien ziehen zum Jahresauftakt kräftig an. Ein massiver Einbruch bei Neubauwohnungen trifft auf unverändert hohe Nachfrage und treibt die Preise.

Aktuelle Prognosen sehen für das Gesamtjahr einen Anstieg der Durchschnittsmieten um fast 10 Prozent. Der Quadratmeterpreis nähert sich der Marke von 20 Euro. Experten warnen vor einem „Neubau-Loch“, das die Lage in den kommenden Monaten weiter zuspitzen wird.

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Bezirke entwickeln sich unterschiedlich

Während die Preise stadtweit steigen, zeigen sich auf Bezirksebene differenzierte Trends. In Favoriten etwa scheinen die massiven Aufholeffekte der Vorjahre vorerst eingepreist zu sein. Hier beobachten Marktkenner derzeit stabile bis leicht stagnierende Preise für Bestandsimmobilien.

Der Fokus der Teuerung verlagert sich. Wohnungssuchende müssen sich in fast allen Bezirken auf höhere Einstiegsmieten einstellen. Der Markt wandelt sich zunehmend von einem Mieter- zu einem Vermietermarkt.

Neubau-Loch verschärft die Krise

Die Hauptursache für die angespannte Lage ist ein drastisch sinkendes Angebot. Prognosen für 2026 gehen von einem Einbruch der Fertigstellungszahlen auf den niedrigsten Stand seit zehn Jahren aus – ein Minus von bis zu 60 Prozent ist möglich.

  • Hohe Nachfrage: Wien hat die Zwei-Millionen-Einwohner-Grenze überschritten und wächst weiter.
  • Knappes Angebot: Im Segment der frei finanzierten Mietwohnungen wird die Suche in innerstädtischen und auch traditionellen Außenbezirken schwieriger.

Diese Kombination lässt das Angebot schrumpfen, während immer mehr Menschen um Wohnungen konkurrieren.

Schwere Finanzierung bremst Eigentumserwerb

Ein weiterer Treiber für den angespannten Mietmarkt ist die schwierige Lage beim Wohnungskauf. Zwar ist die strikte KIM-Verordnung offiziell ausgelaufen, doch die Banken halten an strengen Richtlinien fest.

Für viele potenzielle Käufer bleiben die Hürden hoch:
* Mindestens 20 Prozent Eigenkapital
* Maximale Schuldendienstquote von 40 Prozent des Einkommens

Dieser „Lock-in-Effekt“ hält mehr Menschen länger im Mietsegment. Die Fluktuation in Bestandswohnungen sinkt, was das Angebot für Neumieter zusätzlich verknappt. Selbst in bürgerlichen Bezirken wie Hietzing steigt deshalb die Nachfrage nach hochwertigen Mietobjekten.

Was bedeutet das für Mieter?

Für das Jahr 2026 zeichnet sich keine Entspannung ab. Die Wohnkostenbelastung für viele Haushalte wird durch mehrere Faktoren steigen:
* Höhere Neuvermietungspreise
* Indexierte Bestandsmieten
* Gestiegene Betriebskosten

Stadtentwicklungsprojekte brauchen lange Vorlaufzeiten und wirken erst mittelfristig. Für Wohnungssuchende heißt das: Schnelle Entscheidungen und die Offenheit für bisher weniger beachtete Grätzl werden 2026 notwendig sein.

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