Wiener Mietenrechner aktualisiert sich für 2026
11.01.2026 - 18:03:12Der offizielle Wiener Mietenrechner berücksichtigt ab sofort die neue Mietpreisbremse. Das Update folgt auf das Inkrafttreten des Mieten-Wertsicherungsgesetzes zum Jahreswechsel. Für Mieter in Altbauten bietet das Tool jetzt Klarheit über die zulässigen Mieten.
Neue 1-Prozent-Regel fest im System verankert
Das Kernstück des Updates ist die Integration der gesetzlichen Mietpreisbremse. Der Rechner deckelt die Erhöhung der Richtwertmieten zum Stichtag 1. April 2026 nun algorithmisch auf 1,0 Prozent. Nutzer erhalten damit Ergebnisse, die die gesetzliche Dämpfung bereits einpreisen. Diese Anpassung verhindert, dass sich Vermieter auf veraltete, höhere Indexklauseln berufen können.
Lagezuschlagskarte wird modernisiert
Auch die Berechnung des Lagezuschlags wurde überarbeitet. Dieser oft umstrittene Zuschlag darf nur in „überdurchschnittlichen“ Wohngegenden verlangt werden. Die neue Version des Rechners nutzt aktuelle Geodaten der Stadtvermessung. Durch neue Bauten oder veränderte Infrastruktur könnten sich Bewertungen für manche Viertel verschoben haben – was den zulässigen Höchstmietzins dort senken würde.
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Technische Antwort auf neues Mietrecht
Seit 1. Jänner 2026 gilt in Österreich das neue Mieten-Wertsicherungsgesetz (MieWeG). Es markiert einen klaren Bruch mit der reinen Inflationsanpassung. Das Update des Rechners ist die direkte technische Umsetzung dieser Reform. Das Tool weist nun auch auf andere Änderungen hin, wie die verlängerte Mindestbefristung für gewerbliche Mietverträge von drei auf fünf Jahre.
Ein Werkzeug für mehr Markttransparenz
Die Aktualisierung kommt zur rechten Zeit. Die Unsicherheit über korrekte Mietzinsbildung war selten so groß, da alte Vertragsklauseln mit den neuen gesetzlichen Deckeln kollidieren. Experten sehen im Mietenrechner ein mächtiges Instrument zur Marktregulierung. Seine bloße Existenz habe eine präventive Wirkung: Vermieter wissen, dass Abweichungen vom Richtwert jetzt noch einfacher aufgedeckt werden können.
Was kommt als Nächstes?
Mit dem Update ist die Grundlage für 2026 gelegt. Der nächste große Stichtag ist der 1. April 2026, wenn die neuen, gedeckelten Richtwerte offiziell schlagend werden. Es wird eine Welle von Überprüfungsanträgen erwartet, falls Vermieter höhere Anpassungen durchsetzen wollen. Der Rechner wird dann oft das erste Beweismittel sein. Für die Folgejahre sind weitere Updates geplant:
* 2027 greift eine Deckelung von 2,0 Prozent.
* Ab 2028 soll ein dauerhaftes System zur Inflationsdämpfung etabliert werden.


