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Wiener Mieten steigen 2026 um bis zu acht Prozent

20.01.2026 - 17:54:12

Eine Analyse prognostiziert deutliche Mietsteigerungen in Wien für 2026, getrieben durch einen massiven Einbruch bei Neubauwohnungen und eine unverändert hohe Nachfrage.

Der Wiener Mietwohnungsmarkt steht vor einer erheblichen Teuerungswelle. Eine aktuelle Analyse des Immobiliendienstleisters EHL prognostiziert für dieses Jahr einen Anstieg der Mieten von bis zu acht Prozent. Hauptgründe sind eine drastisch sinkende Neubautätigkeit, hohe Baukosten und eine ungebrochen starke Nachfrage.

Neubau erreicht dramatischen Tiefpunkt

Die Zahl der fertiggestellten Wohnungen hat 2025 einen Tiefpunkt erreicht. Für 2026 wird ein weiterer Rückgang auf nur noch rund 8.630 Wohneinheiten erwartet. Besonders dramatisch ist die Lage im frei finanzierten Mietsegment: Hier sank die Neubauleistung im Vergleich zum Vorjahr um fast die Hälfte.

Hohe Grundstücks-, Material- und Lohnkosten bremsen viele Bauprojekte aus. Dieser massive Angebotsengpass trifft auf eine wachsende Bevölkerung – und treibt die Preise.

Frei finanzierte Wohnungen ziehen davon

Die Preissteigerung trifft nicht alle gleich stark. Am härtesten erwischt es neuere, frei finanzierte Mietwohnungen. Deren Mieten sind nicht durch den gesetzlichen Richtwertmietzins gedeckelt. Hier können die gestiegenen Kosten direkt an die Mieter weitergegeben werden.

Anders sieht es bei Altbauwohnungen (vor 1953) oder im geförderten Wohnbau aus. Doch auch hier sinkt das Fertigstellungsvolumen. Die Schere zwischen leistbaren und freien Mieten klafft immer weiter auseinander.

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Gestiegene Zinsen verlagern Nachfrage

Ein weiterer Preistreiber: Viele Haushalte weichen vom Kaufen aufs Mieten aus. Gestiegene Zinsen und strengere Kreditrichtlinien haben Eigentum erschwert. “Dieser Nachfrageüberhang trifft auf ein schrumpfendes Angebot”, sagt Karina Schunker, Geschäftsführerin von EHL Wohnen.

Die Folge? Leerstandszeiten bei Mieterwechseln sind auf ein Minimum gesunken. Verfügbare Wohnungen werden extrem schnell wieder vermietet.

Wann kommt die Entspannung?

Experten sehen kurzfristig keine Besserung. Die niedrigen Fertigstellungszahlen wirken erst mit Verzögerung. EHL rechnet damit, dass die Angebotslücke in den kommenden zwei Jahren weiter wächst.

Andere Prognosen deuten an, dass der Neubau erst 2027 wieder leicht anziehen könnte. Für Wohnungssuchende in Wien bleibt die Lage also angespannt. Die Politik steht in der Pflicht, Bürokratie abzubauen und Investitionsanreize zu schaffen. Ob das reicht, um die Preisspirale zu stoppen?

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