Wiener Immobilienmarkt: Preise steigen nach Korrektur wieder
20.01.2026 - 17:52:12Nach einer Phase sinkender Preise dreht der Wiener Immobilienmarkt. Experten prognostizieren für 2026 einen erneuten Preisanstieg. Getrieben wird die Trendwende von einer steigenden Nachfrage, einem drastisch schrumpfenden Neubauangebot und veränderten Finanzierungsbedingungen. Damit endet die Phase, in der die Preise für Wohneigentum zwischen Ende 2022 und 2024 um rund fünf Prozent nachgaben.
Neubau bricht ein – Angebot wird knapp
Ein Haupttreiber der erwarteten Preissteigerung ist der massive Rückgang bei Neubauprojekten. 2025 fiel die Zahl fertiggestellter Wohnungen in Wien erstmals seit fast zehn Jahren unter 10.000. Für 2026 erwarten Marktbeobachter einen weiteren Einbruch um mehr als zehn Prozent auf nur noch rund 8.630 Wohnungen.
Diese Entwicklung verschärft die Angebotsknappheit in der wachsenden Stadt massiv. Gründe für die gebremste Bautätigkeit sind anhaltend hohe Baukosten. Obwohl sich Materialpreise etwas beruhigt haben, bleiben die Lohnkosten hoch. Viele Bauträger zögern daher und verschieben Projekte.
Nachfrage kehrt zurück – Mieten explodieren
Während das Angebot schrumpft, kehrt die Nachfrage zurück. Ein „Nachfragestau“ aus den vergangenen beiden Jahren löst sich auf. Gestiegene Einkommen und verbesserte Finanzierungsbedingungen machen den Eigentumserwerb wieder attraktiver. Experten beobachten zudem mehr internationale Käufer, vor allem aus Zentral- und Osteuropa.
Passend zum Thema steigender Mieten: Viele Vermieter stehen 2026 vor komplexen Entscheidungen – von rechtssicheren Begründungen für Mieterhöhungen bis zur Marktanalyse für unterschiedliche Lagen. Der kostenlose Mietspiegel-Report 2025 bietet einen schnellen, rechtssicheren Überblick zu Vergleichsmieten und praxisnahen Begründungen für Anpassungen in deutschen Städten. Praktische Tabellen helfen, Ihre Preisvorstellungen fundiert zu untermauern. Jetzt kostenlosen Mietspiegel-Report 2025 herunterladen
Diese Nachfrage trifft auf leere Projekt-Pipelines. Besonders im Mietsegment wird die Unterversorgung drastisch: Die Mieten könnten 2026 um 7,0 bis 8,5 Prozent steigen. Für viele wird der Kauf einer Eigentumswohnung damit wieder zur finanziell attraktiveren Alternative.
Grundstückspreise: Wien bleibt Spitzenreiter
Der Wiener Grundstücksmarkt zeigt ein differenziertes Bild. Die durchschnittlichen Quadratmeterpreise für Bauland liegen mit rund 1.074 Euro nach wie vor auf österreichischem Spitzenniveau. Innerhalb der Stadt klaffen die Preise jedoch weit auseinander:
* In Nobelbezirken wie Döbling (19. Bezirk) werden im Schnitt 1.573 Euro pro Quadratmeter erzielt.
* In Rudolfsheim-Fünfhaus (15. Bezirk) sind es nur etwa 492 Euro.
Für 2026 wird erwartet, dass exklusive Lagen aufgrund extremer Knappheit wertstabil bleiben oder sogar zulegen. Die inneren Bezirke verzeichnen eine hohe Nachfrage nach sanierten Objekten.
Zinsen und Politik als entscheidende Faktoren
Die Zinslandschaft bleibt ein Schlüsselfaktor. Nach den Zinssenkungen der EZB im Vorjahr erwarten Analysten vorerst keine weiteren Schritte nach unten. Kredite bleiben deutlich teurer als vor der Zinswende – eine Herausforderung für die Leistbarkeit.
Die Zukunft des Marktes hängt maßgeblich davon ab, ob die Neubautätigkeit wieder angekurbelt werden kann. Politische Rahmenbedingungen wie die Mietpreisbremse werden dabei eine zentrale Rolle spielen. Für Käufer schließt sich damit das Zeitfenster für vergleichsweise günstige Einstiegsgelegenheiten.
PS: Steigen die Mieten 2026 weiter an, sind form- und fristgerechte Mieterhöhungen entscheidend. Der Gratis-Report „Die perfekte Mieterhöhung“ liefert Musterformulare, zulässige Erhöhungsgrenzen, alle Fristen und eine geprüfte Vorlage, mit der Sie Anpassungen rechtssicher durchsetzen können. Sparen Sie Zeit und vermeiden Sie formale Fehler bei Schreiben an Ihre Mieter. Die perfekte Mieterhöhung: Gratis-Report anfordern


