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Wiener Immobilienaktien starten mit Trendwende-Hoffnung ins Jahr 2026

02.01.2026 - 01:13:12

Nach einer schwierigen Phase zeigen Wiener Immobilienwerte wie UBM Development und Athos Immobilien differenzierte Perspektiven für das neue Jahr auf. Analysten erwarten bei UBM einen deutlichen Gewinnsprung, während Athos auf stabile Dividenden setzt.

Der erste Handelstag des Jahres bringt Bewegung in die Wiener Immobilienwerte. Während UBM Development mit Gewinnhoffnungen punktet, setzt Athos Immobilien weiter auf defensive Stabilität. Investoren wittern eine Sektor-Erholung.

Nach einem harten Zyklus deuten sich für 2026 differenzierte Chancen am Markt an. Getrieben von einer stabilisierten Zinslandschaft rücken zwei ungleiche Akteure in den Fokus: der internationale Projektentwickler UBM und der regionale Bestandshalter Athos. Ihre jüngsten Erfolge gelten als Indikatoren für eine mögliche Neubewertung des gesamten Sektors.

UBM Development: Analysten erwarten spektakulären Gewinnsprung

Für UBM Development könnte 2026 das Jahr der Rückkehr werden. Nach der strategischen Konsolidierung prognostizieren Analysten nun einen klaren Turnaround.

  • Gewinnprognose: Warburg Research und andere erwarten für 2026 einen Gewinn je Aktie von über 3,00 Euro – ein signifikanter Sprung.
  • Dividenden-Comeback: Parallel wird die Wiederaufnahme einer attraktiven Dividendenpolitik erwartet. Schätzungen liegen bei bis zu 1,67 Euro je Aktie.
  • Solide Basis: Diese Hoffnungen stützen sich auf erfolgreiche Finanzierungsrunden, darunter ein “Green Bond” mit 6,75 % Kupon, sowie operative Erfolge im vierten Quartal 2025.

Auch bei Großprojekten läuft es besser. Die Übergabe von Einheiten im Wiener “LeopoldQuartier” und Vermietungserfolge im Mainzer Holzbau-Projekt “Timber Peak” zeigen: Die Nachfrage nach nachhaltigen Immobilien zieht wieder an.

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Athos Immobilien: Der verlässliche Dividendenanker

Ganz anders, aber nicht weniger attraktiv, präsentiert sich Athos Immobilien. Das Linzer Unternehmen bleibt der defensive Stabilitätsanker im Portfolio.

Sein Erfolgsrezept ist einfach und robust: Das Geschäftsmodell konzentriert sich auf Wohnimmobilien im oberösterreichischen Zentralraum. Hier sorgt eine ungebrochen hohe Nachfrage für stabile Mieteinnahmen aus einem Portfolio von über 60.000 Quadratmetern.

Für Investoren zählt vor allem eines: die verlässliche Dividende. Die Ausschüttung von 0,80 Euro je Aktie für 2024 dient als Benchmark für das neue Jahr. Angesichts der soliden Cashflows und starken Eigenkapitalbasis gilt eine Fortsetzung dieser Politik als wahrscheinlich.

Warum der ganze Sektor jetzt Hoffnung schöpft

Die positive Stimmung ist kein Zufall. Sie speist sich aus einem veränderten Marktumfeld.

Die große Wende kommt von der Zinsfront. Nach den drückend hohen Finanzierungskosten der Vorjahre scheint die Spitze durchschritten. Das hat zwei Effekte:

  1. Für Entwickler wie UBM werden Projektverkäufe wieder profitabler.
  2. Bestandshalter wie Athos profitieren von der Wertsicherung ihrer Portfolios.

Gleichzeitig steigt der relative Wert bestehender Immobilien, weil die Neubaukosten hoch bleiben. Die jüngsten Mietanpassungen schlagen nun voller auf die Ergebnisse durch.

Growth vs. Value: Zwei Strategien für ein Ziel

Die Gegenüberstellung von UBM und Athos zeigt das klassiche Anleger-Dilemma: Spekulation auf Wachstum oder Investition in Substanz?

UBM Development bietet als “Pure Play” auf die europäische Projektentwicklung einen starken Hebel. Gelingt die konjunkturelle Erholung, könnte die Aktie deutlich zulegen – das von Warburg Research Ende 2025 genannte Kursziel von über 34 Euro signalisiert dieses Potenzial. Die Kehrseite: Die Volatilität bleibt hoch.

Athos ist das Gegenteil: ein defensiver Hafen. Der regionale Fokus schützt vor globalen Turbulenzen, begrenzt aber auch die Kursfantasie. Hier geht es um beständige Erträge, nicht um spektakuläre Gewinne.

Worauf Anleger jetzt achten müssen

Die Richtung für 2026 wird sich bald zeigen. Ein entscheidender Termin ist der Börsentag Wien am 14. März 2026. Dort werden voraussichtlich beide Unternehmen ihre Strategien updaten.

Kurzfristig stehen andere Fragen im Raum: Konnte UBM die positive Dynamik aus dem dritten Quartal 2025 im Jahresabschluss halten? Ist die Verkaufspipeline für das erste Quartal voll? Bei Athos wiederum zählen die operative Marge und mögliche Zukäufe im Linzer Raum.

Der Börsenstart 2026 macht eines klar: Nach der Durststrecke bieten Wiener Immobilienaktien wieder Chancen – von der spekulativen Wette auf die Erholung bis zum konservativen Ertragsinvestment.

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