Wien, Bezirke

Wien: Zwei Bezirke erreichen E-Auto-Mehrheit bei Neuzulassungen

18.01.2026 - 17:05:12

In den Wiener Bezirken Mariahilf und Rudolfsheim-Fünfhaus fahren erstmals mehr als die Hälfte aller neuen Pkw elektrisch. Der Ausbau der Ladeinfrastruktur und Firmenflotten treiben den Wandel.

Erstmals haben zwei Wiener Stadtbezirke die Mehrheit der Neuzulassungen mit Elektroautos erzielt. Das zeigt eine aktuelle Analyse des Verkehrsclub Österreich (VCÖ) für das Jahr 2025. In Mariahilf und Rudolfsheim-Fünfhaus fuhren mehr als die Hälfte aller neu angemeldeten Pkw rein elektrisch.

Mariahilf ist österreichweiter Spitzenreiter

Konkret erreichte der E-Auto-Anteil in Mariahilf 52,4 Prozent – ein österreichweiter Rekord. In Rudolfsheim-Fünfhaus lag der Wert im ersten Halbjahr 2025 sogar bei 58 Prozent. Auch andere Innenstadtbezirke wie die Innere Stadt (43,4 %) oder Leopoldstadt (39,9 %) verzeichnen hohe Quoten.

Insgesamt stieg der Anteil der E-Pkw an allen Wiener Neuzulassungen 2025 auf einen Rekordwert von 22 Prozent. Das entspricht 12.607 neuen Elektroautos. Damit liegt Wien leicht über dem Österreich-Schnitt von 21,3 Prozent.

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Massive Infrastruktur treibt den Wandel

Zwei Faktoren beschleunigen die Elektro-Revolution in der Hauptstadt: der massive Ausbau der Ladesäulen und die Firmenflotten.

  • Ladeinfrastruktur: Allein 2025 hat Wien Energie vier neue Schnellladeparks und über 900 Ladepunkte in Betrieb genommen. Im Großraum Wien stehen jetzt mehr als 2.500 öffentliche Ladestellen. Für 2026 sind mindestens 1.000 weitere geplant.
  • Firmenwagen: Rund 70 Prozent aller neuen E-Autos werden auf Firmen zugelassen. Steuerliche Anreize und der Druck zur CO2-Reduktion treiben diese Entwicklung. Experten erwarten, dass dieser Trend bald auch den Gebrauchtwagenmarkt belebt.

Stadt-Land-Gefälle bleibt Herausforderung

Die Bezirksdaten zeigen ein klares Bild: In dicht besiedelten Innenstadtbezirken ist die E-Mobilität bereits angekommen, in den Außenbezirken hinkt sie hinterher. In Simmering lag der E-Anteil 2025 nur bei 13,5 Prozent.

Der VCÖ fordert deshalb, Lademöglichkeiten gezielt in Gebieten mit vielen Mehrfamilienhäusern auszubauen – etwa in Tiefgaragen oder auf Supermarkt-Parkplätzen. Nur so wird Elektromobilität für alle Wiener zugänglich.

Förderung fließt jetzt in Ladesäulen und Busse

Die staatliche Förderpolitik hat sich verschoben. Der direkte Kaufzuschuss für private E-Autos ist ausgelaufen. Stattdessen fließen bis Ende 2026 rund 480 Millionen Euro vor allem in:
* Den weiteren Ausbau der Ladeinfrastruktur.
* Die Elektrifizierung von Bus- und Lkw-Flotten.

Gleichzeitig fordert der VCÖ ein Ende der steuerlichen Begünstigung von Diesel und fossilen Firmenwagen, um den Wandel weiter zu beschleunigen.

Der Bedarf an Ladestellen ist bereits jetzt hoch: Unter der Woche sind die öffentlichen Säulen laut Wien Energie zu 40 Prozent stärker ausgelastet als am Wochenende. Der Trend zur E-Mobilität ist in der Stadt zwar unumkehrbar – die effizienteste Form des elektrischen Fahrens bleibt in Wien aber weiterhin U-Bahn, Straßenbahn und E-Bus.

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