Wien, Parkgebühren

Wien: Parkgebühren steigen zum Jahreswechsel um 30 Prozent

31.12.2025 - 11:12:12

Ab Neujahr wird das Parken in Wien deutlich teurer. Die Tarife für Kurzparkscheine steigen um rund 30 Prozent. Gleichzeitig beginnt eine sechsmonatige Übergangsfrist für alte Parkscheine.

Die Stadt zieht die Gebührenschraube kräftig an: Eine halbe Stunde Parken kostet ab dem 1. Jänner 2026 statt 1,30 Euro nun 1,70 Euro. Die Preise für die anderen Zonen steigen entsprechend. Nur der 15-Minuten-Schein bleibt kostenlos. Hinter der drastischen Erhöhung steckt die automatische Valorisierung städtischer Gebühren, die bei hoher Inflation greift.

  • 30 Minuten (rot): 1,70 Euro (bisher 1,30 €)
  • 60 Minuten (blau): 3,40 Euro (bisher 2,60 €)
  • 90 Minuten (grün): 5,10 Euro
  • 120 Minuten (gelb): 6,80 Euro

Die Erhöhung trifft Pendler und Besucher gleichermaßen. Experten sehen Wien damit an der Spitze der nationalen Parkkosten.

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Übergangsfrist: Alte Scheine gelten noch ein halbes Jahr

Was passiert mit den alten Parkscheinen im Handschuhfach? Sie werden nicht sofort wertlos. Der Gesetzgeber gewährt eine Übergangsfrist bis 30. Juni 2026. Scheine zum alten Tarif können also im ersten Halbjahr noch problemlos genutzt werden.

Doch Vorsicht: Nach diesem Stichtag sind sie ungültig. Wer sie dann noch verwendet, riskiert ein teures Knöllchen. Die „Parksheriffs“ sollen nach Ablauf der Frist streng kontrollieren.

ÖAMTC kritisiert striktes Umtausch-Verbot

Ein Dorn im Auge der Autofahrer bleibt das Umtauschverbot der Stadt. Alte, ungenutzte Parkscheine können nicht gegen neue getauscht oder zurückgegeben werden – sie verfallen einfach.

Der ÖAMTC übt scharfe Kritik an dieser Praxis. Verkehrsexperte Matthias Nagler bezeichnet es als „Missstand“, dass vorausbezahlte Leistungen einfach verfallen. Der Club fordert eine faire Umtauschmöglichkeit gegen Aufzahlung der Differenz. Bisher bleibt den Fahrern nur der Rat, ihre alten Bestände bis Juni aufzubrauchen.

Auch Parkpickerl und Öffis werden teurer

Die Teuerungswelle erfasst alle Mobilitätskosten. Die Jahresgebühr für das Parkpickerl steigt auf 156 Euro. Das bedeutet für viele Haushalte eine dreistellige Mehrbelastung pro Jahr.

Parallel ziehen die Tarife der Wiener Linien an. Die Jahreskarte für den öffentlichen Verkehr soll künftig rund 467 Euro kosten. Kritiker sehen darin eine reine Budgetsanierung der Stadt, denn beide Verkehrsformen werden teurer.

Was Autofahrer jetzt wissen müssen

  1. Bestand prüfen: Zählen Sie Ihre alten Parkscheine (Tarif 1,30 €/30 Min.).
  2. Rechtzeitig verbrauchen: Nutzen Sie diese Scheine bis spätestens 30. Juni 2026.
  3. Keine Hamsterkäufe: Kaufen Sie keine alten Scheine mehr auf Vorrat – das Risiko, darauf sitzen zu bleiben, ist zu hoch.
  4. Handyparken: Die Apps stellen automatisch um. Ab der ersten Buchung im neuen Jahr gilt der höhere Tarif.

Das Jahr beginnt für Wiens Autofahrer mit einem finanziellen Paukenschlag. Die Diskussion um die Fairness des Systems wird wohl weitergehen. Fakt ist: Wer parkt, zahlt ab sofort deutlich mehr.

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