Wien: Mieten steigen um 10 Prozent auf 21 Euro
30.11.2025 - 18:19:12Wer in Wien eine Wohnung sucht, braucht tiefe Taschen. Der durchschnittliche Bruttomietpreis bei Neuvermietungen hat die 21-Euro-Marke pro Quadratmeter durchbrochen – ein Plus von 10 Prozent binnen eines Jahres. Eine 70-Quadratmeter-Wohnung kostet nun im Schnitt 1.471 Euro monatlich.
Das zeigt eine aktuelle Analyse von ImmoScout24, die rund 180.000 Inserate ausgewertet hat. Die Bundeshauptstadt entkoppelt sich damit endgültig von der allgemeinen Inflation und trifft Wohnungssuchende mit voller Wucht.
Besonders dramatisch entwickelt sich der 7. Bezirk. In Neubau schossen die Angebotspreise um atemberaubende 41 Prozent nach oben – auf durchschnittlich 26,30 Euro pro Quadratmeter. Auch andere Bezirke verzeichnen massive Aufschläge:
- Brigittenau: +25 Prozent
- Landstraße: +23 Prozent
- Hietzing und Hernals: je +22 Prozent
„Jeder Bezirk erzählt eine eigene Geschichte”, heißt es in der Analyse. Oft treiben einzelne hochpreisige Neubauprojekte den Durchschnitt nach oben. Der Trend zeigt aber fast überall in eine Richtung: steil bergauf.
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Baueinbruch verschärft die Lage
Die Ursache ist hausgemacht. Der Wohnungsneubau bricht dramatisch ein – Prognosen rechnen mit 20 Prozent weniger Fertigstellungen als im Vorjahr. Die Rechnung ist brutal: Hohe Nachfrage trifft auf schrumpfendes Angebot.
Viele Menschen können sich wegen gestiegener Zinsen und strengerer Kreditrichtlinien keine Eigentumswohnung mehr leisten. Sie drängen zusätzlich auf den Mietmarkt. Den Vermietern gibt das Spielraum für saftige Preiserhöhungen.
Markus Dejmek, Geschäftsführer von ImmoScout24 Österreich, spricht von einer „Stabilisierung im neuen Normalzustand”. Doch dieses „neue Normal” bedeutet für viele Wiener Haushalte: Ein immer größerer Teil des Einkommens fließt allein in die Miete.
Wien und Oberösterreich Spitzenreiter
Wien steht mit dieser Entwicklung nicht allein da. Auch Oberösterreich verzeichnet ein Plus von 10 Prozent – allerdings auf niedrigerem Niveau von 12,60 Euro pro Quadratmeter.
Das Burgenland tanzt aus der Reihe: Als einziges Bundesland sanken die Angebotsmieten um 7 Prozent auf 11,70 Euro pro Quadratmeter. Fast die Hälfte dessen, was in Wien verlangt wird. Tirol und Salzburg bleiben teuer und kratzen ebenfalls an der 20-Euro-Marke.
Keine Entwarnung in Sicht
Kurzfristig ist keine Entspannung absehbar. Branchenkenner warnen vor einer strukturellen Unterversorgung, die sich in den nächsten zwei bis drei Jahren noch verschärfen könnte. Aktuell starten kaum neue Bauprojekte.
Die Preise verharren auf Rekordniveau. Für die Wohnungspolitik der Stadt Wien und die kommende Bundesregierung wird „Leistbares Wohnen” zur unausweichlichen Bewährungsprobe.
Bis dahin bleibt Wohnungssuchenden oft nur der bittere Kompromiss: Kleinere Wohnfläche, schlechtere Lage – oder noch tiefer in die Tasche greifen.
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