Wien, Impressionismus

Wien: Impressionismus trifft auf okkulte Moderne

18.11.2025 - 09:59:12

Wien versammelt diesen Herbst die künstlerische Weltspitze in seinen Museen. Während das Belvedere französische Meisterwerke zeigt, taucht das Leopold Museum in die mystischen Welten der Wiener Moderne ein – und die Albertina spannt den Bogen bis zur radikalen Gegenwartskunst.

Das Untere Belvedere präsentiert bis 8. Februar 2026 eine Sensation: Erstmals zeigt Wien Meisterwerke aus der privaten Sammlung Langmatt aus der Schweiz. Besucher erleben Cézanne, Monet und Renoir in einer intimen Zusammenstellung, die zeigt, wie ein Sammlerpaar den Impressionismus für sich entdeckte. Die Schau dokumentiert nicht nur eine Kunstrichtung, sondern erzählt auch die Geschichte persönlicher Leidenschaft für die revolutionäre Malerei des 19. Jahrhunderts.

Klimt und Schiele: Die okkulte Seite

Wer hätte gedacht, dass hinter den ikonischen Werken der Wiener Moderne spiritistische Séancen und theosophische Zirkel steckten? Das Leopold Museum deckt bis 18. Januar 2026 auf, wie Künstler wie Gustav Klimt und Egon Schiele vom Übersinnlichen fasziniert waren. Die Ausstellung “Verborgene Moderne” zeigt eindrucksvoll: Der Weg in die Abstraktion führte auch durch esoterische Lehren und die Suche nach dem Irrationalen.

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Albertina: Von gotischer Moderne zu Marina Abramović

Die Albertina setzt auf Kontraste. Während “Gothic Modern” (bis 11. Januar 2026) den Einfluss spätgotischer Ästhetik auf Munch, Beckmann und Kollwitz untersucht, läuft parallel die neue Schau “Leiko Ikemura. Motherscapes”. Ab 12. Dezember folgt mit “Faszination Papier” ein tiefer Einblick in die hauseigene Sammlung.

Der eigentliche Publikumsmagnet steht in der ALBERTINA MODERN: Marina Abramović beherrscht bis 1. März 2026 die Räume mit ihrer umfassenden Retrospektive. Fünf Jahrzehnte radikale Performance-Kunst, entwickelt in Kooperation mit der Royal Academy of Arts in London, machen die wichtigsten Arbeiten der weltweit einflussreichsten Performance-Künstlerin erlebbar.

Helmut Lang: Der Minimalist kehrt zurück

Das MAK startet am 10. Dezember mit einem Paukenschlag: “HELMUT LANG. SÉANCE DE TRAVAIL 1986–2005” würdigt den österreichischen Designer, der die Mode der späten 1990er revolutionierte. Sein minimalistischer und dekonstruktivistischer Stil prägte eine ganze Ära – nun kehrt er nach Wien zurück. Bereits seit 12. November zeigt das Haus mit “100 beste Plakate” aktuelle Trends im Grafikdesign aus Deutschland, Österreich und der Schweiz.

KHM: Barockmalerin wiederentdeckt

Das Kunsthistorische Museum setzt auf kunsthistorische Sensationen. Seit 11. November läuft “Kopf & Kragen. Münzen machen Mode” (bis September 2026). Die wahre Entdeckung ist jedoch Michaelina Wautier (bis 22. Februar 2026): Die Barockmalerin und Zeitgenossin von Rubens wagte sich an Genres, die Künstlerinnen normalerweise verwehrt blieben. Ihre Wiederentdeckung zählt zu den bedeutendsten kunsthistorischen Ereignissen der letzten Jahrzehnte.

Warum dieser Herbst besonders ist

Wien beweist seine Stärke in der Kombination aus Tradition und Avantgarde. Die Stadt zieht nicht nur mit Impressionismus und klassischer Moderne, sondern positioniert sich klar an der Spitze zeitgenössischer Kunst und interdisziplinärer Themen. Die Wiederentdeckung marginalisierter Künstlerinnen wie Wautier zeigt zudem: Die Museen arbeiten aktiv an einer Neubewertung des Kunstkanons.

Kurz vor Weihnachten folgen weitere Highlights:

  • 11. Dezember: Wien Museum beleuchtet in “‘Vienna Hay'” armenisches Leben in Wien
  • 12. Dezember: Albertina präsentiert “Faszination Papier. Von Tizian bis Kiefer”

Die Wiener Museumslandschaft behauptet damit ihre Position als eine der führenden Kunstmetropolen Europas – mit einer dynamischen Mischung aus historischer Tiefe und zeitgenössischer Relevanz.

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