WHO, Bewegungskrise

WHO warnt vor globaler Bewegungskrise – Deutschland sitzt zu viel

20.01.2026 - 16:42:12

Die Weltgesundheitsorganisation schlägt Alarm: Die Welt bewegt sich zu wenig. Aktuelle Daten zeigen, dass die globalen Ziele zur Reduzierung von Bewegungsmangel bis 2030 krachend verfehlt werden. In Deutschland erreicht die durchschnittliche Sitzdauer unterdessen einen neuen Negativrekord.

Die WHO empfiehlt seit langem mindestens 150 Minuten moderate Bewegung pro Woche. Diese wissenschaftlich fundierte Regel soll Zivilisationskrankheiten wie Diabetes, Herzleiden oder Depressionen vorbeugen. Doch die Realität sieht düster aus: Weltweit bewegt sich fast ein Drittel aller Erwachsenen und über 80 Prozent der Jugendlichen nicht ausreichend.

Eigentlich wollte die WHO die körperliche Inaktivität bis 2030 um 15 Prozent senken. Statt zu sinken, ist der Anteil inaktiver Menschen jedoch gestiegen – von 23,4 Prozent im Jahr 2000 auf 31,3 Prozent im Jahr 2022. Bleibt der Trend bestehen, wird das Ziel in den meisten Ländern unerreichbar.

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Die wirtschaftlichen Folgen sind immens:
* Bis 2030 entstehen weltweit Kosten von rund 300 Milliarden US-Dollar für die Gesundheitssysteme.
* In der EU ließen sich jährlich fast 8 Milliarden Euro einsparen, wenn sich alle Bürger ausreichend bewegen würden.

Deutschland bricht Sitz-Rekord

Auch hierzulande ist die Lage alarmierend. Der aktuelle DKV-Report 2025 enthüllt: Die durchschnittliche Sitzdauer an Werktagen ist auf über zehn Stunden (613 Minuten) gestiegen. Langes Sitzen gilt als eigenständiger Risikofaktor – selbst für die, die sich sonst bewegen.

Der Report zeigt ein zwiespältiges Bild. Zwar erreichen 68 Prozent der Befragten die WHO-Mindestempfehlung für Ausdauer. Ein rundum gesunder Lebensstil mit ausgewogener Ernährung und guter Stressbewältigung bleibt aber die Ausnahme. Besonders kritisch: Nur 30 Prozent der Viel-Sitzer kompensieren ihr Verhalten durch ausreichend Bewegung. Bei 37 Prozent der Bevölkerung besteht dadurch ein erhöhtes Sterberisiko.

Was zählt schon als Bewegung?

Die geforderten 150 Minuten sind leichter zu erreichen, als viele denken. Alternativ reichen auch 75 Minuten intensive Aktivität. Moderates Bewegen bedeutet: Puls und Atmung sind erhöht, ein Gespräch ist aber noch möglich.

Dazu zählen:
* Zügiges Gehen oder Wandern
* Radfahren
* Tanzen
* Aktive Gartenarbeit

Zusätzlich empfiehlt die WHO an zwei Tagen pro Woche muskelkräftigende Übungen. Schon kleine Alltagsänderungen wie Treppensteigen oder ein Mittagsspaziergang bringen einen spürbaren Effekt.

Experten fordern “Jahr der Prävention”

Die Daten sind ein klarer Weckruf. Wissenschaftsbündnisse wie die Deutsche Allianz Nichtübertragbare Krankheiten (DANK) fordern, 2026 zum “Jahr der Prävention” zu machen. Deutschland gehört in diesem Bereich im europäischen Vergleich zu den Schlusslichtern.

Die Verantwortung liegt nicht allein beim Einzelnen. Experten fordern strukturelle Veränderungen:
* Sichere Rad- und Gehwege
* Zugängliche Sportstätten
* Mehr Bewegung in Schulen und Betrieben

Der DKV-Report unterstreicht, dass der Lebensstil stark von Bildung und sozialen Rahmenbedingungen abhängt. Politische Maßnahmen müssten daher für alle Bevölkerungsschichten gesundheitsfördernde Verhältnisse schaffen.

Dringendes Umsteuern nötig

Um den Trend zu stoppen, braucht es ein gemeinsames Handeln von Politik, Gesundheitswesen und Gesellschaft. Die WHO fordert die Länder auf, nationale Aktionspläne schneller umzusetzen und ausreichend zu finanzieren.

Für Deutschland bedeutet das: Prävention muss endlich Priorität erhalten. Sonst drohen nicht nur vermeidbare Erkrankungen für Millionen, sondern auch explodierende Kosten im Gesundheitssystem. Die 150-Minuten-Regel bleibt dabei der einfachste Kompass für ein gesünderes Leben.

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