WHO-Studie: Hormonersatztherapie erhöht Demenzrisiko nicht
12.01.2026 - 07:51:12Eine neue WHO-Meta-Analyse gibt Entwarnung für Millionen Frauen. Die Hormonersatztherapie in den Wechseljahren erhöht nicht das Risiko, an Demenz zu erkranken. Das ist das klare Ergebnis der bisher umfassendsten Auswertung zum Thema.
Die Studie des University College London fasste Daten von über einer Million Frauen zusammen. Ihr Fazit: Es gibt keine stichhaltigen Beweise für einen Zusammenhang zwischen HRT und Demenz. Weder der Beginn der Therapie, ihre Dauer noch die Art der Präparate zeigten einen Einfluss.
Die Frage nach Demenzrisiko durch HRT war lange heiß umkämpft. Immer wieder sorgten widersprüchliche Studien für Schlagzeilen und Verunsicherung. Besonders eine dänische Studie von 2023, die ein erhöhtes Risiko nahelegte, beunruhigte viele Frauen.
Andere Untersuchungen deuteten hingegen auf einen möglichen Schutz durch Östrogen. Diese unklare Datenlage machte die Beratung schwierig. Die neue Meta-Analyse schafft nun Klarheit: In der Gesamtschau aller besten verfügbaren Daten ist kein erhöhtes Risiko nachweisbar.
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Was bedeutet das für die Beratung in der Praxis?
Für Ärztinnen und Ärzte ändert sich die Beratungssituation grundlegend. Die Entscheidung für oder gegen eine HRT muss nicht mehr von der Angst vor Demenz beeinflusst werden.
- Die Therapie bleibt eine wirksame Option gegen starke Wechseljahresbeschwerden wie Hitzewallungen und Schlafstörungen.
- Sie hilft nachweislich bei der Vorbeugung von Osteoporose.
- Die Abwägung sollte sich nun wieder auf die individuellen Symptome und die allgemeine Gesundheit konzentrieren.
Diese Klarstellung wird voraussichtlich in die globalen WHO-Leitlinien einfließen, die für 2026 erwartet werden.
Globale Trendwende bei der Bewertung der HRT
Die WHO-Studie steht nicht allein da. Sie passt zu einer internationalen Neubewertung der Hormontherapie.
- Eine Lancet-Kommission zu Demenz sah 2024 bereits keine ausreichende Beweislage für ein Risiko.
- Die US-Arzneimittelbehörde FDA plant, spezielle Warnhinweise zu Demenz von HRT-Präparaten zu entfernen.
Experten gehen davon aus, dass diese Entwarnung das Vertrauen in die Behandlung stärken wird. Die Debatte verlagert sich weg von pauschaler Angst hin zu einer sachlichen Nutzen-Risiko-Abwägung für jede einzelne Frau.
Wo geht die Forschung jetzt hin?
Trotz der klaren Entwarnung bleiben Fragen offen. Die Forscher betonen den Bedarf an weiteren Langzeitstudien. Besonders im Fokus stehen nun spezielle Gruppen:
- Frauen, die durch medizinische Eingriffe vorzeitig in die Menopause kommen.
- Die Effekte moderner, bioidentischer Hormonpräparate.
- Optimale Dosierungen und Verabreichungsformen.
Ziel ist es, die Behandlungsrichtlinien weiter zu verfeinern. Die Veröffentlichung der aktualisierten WHO-Leitlinien in diesem Jahr wird der nächste wichtige Schritt sein, um die neuen Erkenntnisse weltweit in die Praxis zu überführen.
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