WhatsApp, Web

WhatsApp Web erhält endlich Gruppen-Videoanrufe

31.01.2026 - 15:00:12

WhatsApp schließt eine jahrealte Lücke und macht seinen Web-Dienst zum vollwertigen Kommunikationshub. Damit tritt der Meta-Konzern direkt mit etablierten Desktop-Plattformen wie Zoom in Konkurrenz.

Für Millionen Nutzer, die WhatsApp Web täglich für Arbeit und Privates nutzen, ändert sich damit alles. Bislang war die Browser-Version vor allem ein praktischer Messenger-Begleiter. Die Fähigkeit, Gruppenanrufe mit bis zu 32 Teilnehmern direkt vom Browser aus zu starten, verwandelt sie nun in ein umfassendes Kommunikationszentrum – ganz ohne Smartphone.

Die Entwicklung ist in vollem Gange und könnte in den kommenden Wochen starten. Sie bringt den Web-Client endlich auf Augenhöhe mit den mobilen und Desktop-Apps. Die jahrelange Lücke bei der Echtzeit-Kommunikation wird geschlossen.

In Gruppenchats erscheinen künftig Symbole für Sprach- und Videoanrufe in der Kopfzeile. Ein Klick genügt, um einen Call zu starten. Die Kommunikation wird nahtlos: Ein Nutzer am PC kann problemlos mit Teilnehmern auf Android- und iOS-Geräten verbunden werden.

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Berichten zufolge könnte das Feature zunächst mit einer kleineren Teilnehmergrenze von acht oder sechzehn Personen starten. So will Meta Stabilität und Qualität sicherstellen, bevor die volle Kapazität freigeschaltet wird.

Mehr als nur Telefonieren: Werkzeuge für Teams

Die Pläne gehen weit über reine Anrufe hinaus. Meta entwickelt ein ganzes Paket an Zusatzfunktionen, um WhatsApp Web zum Werkzeug für organisierte Kommunikation zu machen.

Eine der wichtigsten Neuerungen: teilbare Anruflinks. Nutzer können einen eindeutigen Link für einen Sprach- oder Videoanruf generieren und diesen an Teilnehmer verschicken. Das vereinfacht die Einladung zu größeren Besprechungen oder beruflichen Meetings erheblich.

Zudem soll eine Anrufplanungs-Funktion eingeführt werden. Nutzer können Calls im Voraus terminieren, mit Titel und Uhrzeit versehen und automatisch alle Gruppenmitglieder benachrichtigen. Der Anruf startet zwar nicht von selbst, doch die organisatorische Struktur erinnert stark an professionelle Videokonferenz-Software.

Die Strategie ist klar: WhatsApp positioniert sich als direkter Konkurrent zu Zoom und Google Meet – besonders für informelle Gespräche und den Einsatz in Kleinunternehmen.

Vertraute Bedienung, maximale Sicherheit

Die Benutzeroberfläche im Browser wird dem gewohnten Layout der mobilen App stark ähneln. Nutzer finden die standardmäßigen Steuerelemente zum Stummschalten, Kamera-Ausschalten und Beenden des Anrufs vor. Diese Konsistenz soll den Umstieg zwischen den Geräten nahtlos machen.

Ein großer Vorteil: Die Funktion wird direkt über Browser wie Chrome und Edge zugänglich sein. Die Installation der separaten Desktop-App ist nicht nötig. Ein entscheidender Pluspunkt für Nutzer an Shared- oder Firmen-PCs, auf denen Software-Installationen eingeschränkt sind.

Und die Sicherheit? Alle Anrufe über WhatsApp Web bleiben Ende-zu-Ende-verschlüsselt. Diese Verpflichtung zur Privatsphäre ist ein Kernversprechen der Marke und ein wichtiges Unterscheidungsmerkmal im umkämpften Kommunikationsmarkt.

Evolution einer Plattform

Ein offizielles Veröffentlichungsdatum steht zwar noch aus, doch die Präsenz in Beta-Versionen deutet auf einen baldigen Rollout hin. Das Update zeigt, dass Meta die sich wandelnden Nutzergewohnheiten versteht: Die Grenzen zwischen mobiler und Desktop-Kommunikation verschwimmen zusehends.

Gleichzeitig verstärkt WhatsApp seine Sicherheitsfeatures. Diese Woche begann der Rollout einer neuen, optionalen „Strikten Kontoeinstellung“. Sie blockiert automatisch Medien von unbekannten Absendern und unterdrückt Anrufe von Fremden. Zielgruppe sind besonders schutzbedürftige Nutzer wie Journalisten und Aktivisten.

Zusammengenommen zeichnen diese Entwicklungen das Bild einer Plattform im schnellen Wandel: Leistungsstarke neue Kollaborationswerkzeuge kommen hinzu, während das fundamentale Versprechen von Privatsphäre und Sicherheit weiter gestärkt wird.

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