WhatsApp verbannt ab nächster Woche ChatGPT und Co.
09.01.2026 - 18:24:12Ab Donnerstag blockiert Meta Dritt-Anbieter wie ChatGPT auf WhatsApp und setzt auf den eigenen KI-Assistenten. Für Millionen Nutzer und Unternehmen ändert sich damit die tägliche Kommunikation grundlegend.
KI-Bann tritt am 15. Januar in Kraft
Die Frist läuft: Ab dem 15. Januar 2026 werden „Allzweck-KI-Assistenten“ von Drittanbietern auf WhatsApp nicht mehr funktionieren. Eine kürzlich aktualisierte Richtlinie verbietet die Nutzung der WhatsApp Business API für solche Dienste. Betroffen sind populäre Chatbots wie OpenAI’s ChatGPT, Microsoft Copilot und Perplexity, die für offene Fragen, kreatives Schreiben oder allgemeine Informationsbeschaffung genutzt werden.
Erlaubt bleiben spezifische Geschäftsanwendungen, etwa Bots für Bestellverfolgung oder Reservierungen. Die neue Regelung ermöglicht es Meta, WhatsApp für geschäftliche Kommunikation nutzbar zu halten, während Konkurrenten von der Plattform verdrängt werden. Für die geschätzten 50 Millionen Nutzer, die solche Dienste auf WhatsApp nutzen, bleibt nur noch die Migration in eigenständige Apps oder Browser.
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Meta begründet Schritt mit Sicherheit und Stabilität
Offiziell rechtfertigt Meta den radikalen Schritt mit Sicherheitsbedenken, Datenschutz und Infrastruktur-Stabilität. Das Unternehmen verweist darauf, dass die Verbreitung externer Großsprachmodelle (LLMs) „unvorhergesehene Anwendungsfälle“ geschaffen habe, die die Messaging-Infrastruktur belasteten. KI-generierte Antworten erfordern eine aufwändigere Datenverarbeitung und können zu höheren Nachrichtenmengen führen.
Durch die Zentralisierung über den eigenen „Meta AI“-Assistenten will der Konzern die Kontrolle über Datenschutzstandards in seinem Ökosystem behalten. Kritiker sehen darin jedoch vor allem den Versuch, den lukrativen Markt für KI-Interaktionen im App zu monopolisieren und Meta AI zum Standard-„Super-Agenten“ für die rund drei Milliarden WhatsApp-Nutzer zu machen.
Italienischer Regulierer stellt sich quer
Eine bemerkenswerte Ausnahme bildet derzeit Italien. Die italienische Wettbewerbsbehörde (AGCM) ordnete am 24. Dezember 2025 an, dass Meta die Richtlinienänderung im Land aussetzen muss. Die Behörde sieht in dem Bann einen Missbrauch der Marktmacht. Die Anordnung gilt bis auf Weiteres.
Dieser regulatorische Eingriff unterstreicht die wachsenden Spannungen zwischen EU-Kartellrecht und der Plattformpolitik großer Tech-Konzerne. Während der Bann in den USA, Asien und großen Teilen Europas wie geplant umgesetzt werden soll, bleibt die Lage in Italien unklar. Branchenbeobachter verfolgen gespannt, ob weitere EU-Regulierer dem italienischen Beispiel folgen werden – bislang ist dies nicht geschehen.
Unternehmen und Nutzer müssen schnell handeln
Für Unternehmen, die KI-Dienste als allgemeinen „Concierge“ auf WhatsApp einsetzen, bedeutet die neue Regelung eine sofortige Kehrtwende. Die aktualisierten Nutzungsbedingungen drohen nicht konformen Accounts mit Suspendierung oder dauerhafter Sperrung.
Für Privatnutzer ist Eile geboten: Da WhatsApp-Chats Ende-zu-Ende-verschlüsselt sind, könnten Konversationsverläufe mit den gebannten Bots nach dem 15. Januar nicht mehr zugänglich sein, sofern sie nicht vorher exportiert werden. Anbieter wie OpenAI und Microsoft haben bereits damit begonnen, ihre Nutzer zur Migration aufzufordern.
Die Branche erwartet einen kurzfristigen Anstieg bei den Downloads eigenständiger KI-Apps. Langfristig dürfte der Schritt die Verbreitung von Meta AI beschleunigen, der nun mit rapiden Funktionserweiterungen die Lücke seiner verbannten Konkurrenten füllen soll. Der Fokus liegt nun auf dem Stichtag und der Frage, ob letzte regulatorische Herausforderungen die Konsolidierung von WhatsApps KI-Ökosystem noch verzögern können.
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