WhatsApp testet neue Timer für Selbstzerstörungs-Nachrichten
06.01.2026 - 14:02:12WhatsApp arbeitet an kürzeren Selbstzerstörungs-Fristen für Nachrichten. Die neuen 1-Stunden- und 12-Stunden-Timer sollen die Lücke zwischen sofort verschwindenden Medien und 24-Stunden-Texten schließen. Dies geht aus aktuellen Berichten hervor, die parallel auf Sicherheitslücken im Multi-Device-Betrieb hinweisen.
Mehr Kontrolle über sensible Daten
Bisher konnten Nutzer bei den “Flüchtigen Nachrichten” nur zwischen 24 Stunden, 7 Tagen und 90 Tagen wählen. Die “Einmal ansehen”-Funktion deckte zwar Fotos und Videos ab, für Textnachrichten fehlte jedoch eine Mitteloption. Die jetzt in Entwicklung befindlichen Timer ändern das grundlegend.
Der 1-Stunden-Timer ist laut Analyse von WABetaInfo speziell für hochsensible Informationen gedacht. Einmal-Passwörter, Finanzdaten oder vertrauliche Anweisungen sollen so nur kurz einsehbar sein, bevor sie automatisch gelöscht werden. Der 12-Stunden-Timer zielt dagegen auf logistische Absprachen – etwa die Koordination von Tagesabläufen oder Veranstaltungen. Die Information bleibt relevant, verstopft aber nicht den Chat bis zum nächsten Morgen.
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Web-Client holt auf – mit Warnhinweisen
Besonders bemerkenswert: Die neuen Timer werden parallel für die mobile App und WhatsApp Web entwickelt. Bisher hinkte der Web-Client bei Privacy-Features oft hinterher. Die Integration zeigt, dass Meta eine einheitliche Privatsphäre-Erfahrung über alle Geräte hinweg anstrebt.
Die Implementierung soll spezielle Warnhinweise enthalten. Wählt ein Absender die 1-Stunden-Option, warnt die Oberfläche davor, dass die Nachricht verschwinden könnte, bevor der Empfänger sie sieht – falls dieser nicht aktiv ist. Ein Balanceakt zwischen Datensparsamkeit und vermeidbaren Missverständnissen.
Sicherheitswarnung: Metadaten bleiben verwundbar
Während die neuen Timer die Kontrolle über Nachrichteninhalte verbessern, mahnt parallel veröffentlichte Cybersecurity-Forschung zur Vorsicht. Forscher identifizierten potenzielle Schwachstellen in WhatsApps Multi-Device-Verschlüsselungsprotokoll.
Das Problem: Obwohl Nachrichteninhalte Ende-zu-Ende verschlüsselt bleiben, können Metadaten beim “Handshake” zwischen Geräten Informationen über das Betriebssystem preisgeben. Diese “Device-Fingerprinting”-Methode entsteht durch die Art, wie Verschlüsselungsschlüssel generiert und ausgetauscht werden, wenn mehrere Geräte mit einem Konto verbunden sind.
Für Angreifer wäre diese Information wertvoll – sie dient oft als Vorstufe für gezielte Malware-Angriffe. Die Erkenntnis unterstreicht: “Privatsphäre” ist ein mehrschichtiges Konzept. Funktionen wie flüchtige Nachrichten adressieren die Datenspeicherung, während Backend-Protokolle gegen Überwachung und Profilerstellung schützen müssen.
Strategie: Kontext bewahren, Details löschen
Interessant ist der zeitgleiche Rollout eines gegensätzlichen Features. Gruppen-Admins können neuerdings neuen Mitgliedern den letzten Chat-Verlauf teilen. Diese Dualität zeigt die Plattform-Strategie: Nutzer sollen selbst entscheiden, wie permanent ihre digitalen Interaktionen sein sollen.
Der “Recent History Sharing”-Mechanismus stellt sicher, dass neue Teilnehmer nicht den Anschluss verlieren. Die neuen Kurzzeit-Timer garantieren gleichzeitig, dass spezifische, sensible Teile dieser Diskussion verschwinden, sobald sie nicht mehr benötigt werden.
Ausblick: Micro-Ephemeralität wird Standard
Die 1-Stunden- und 12-Stunden-Timer befinden sich noch in der Entwicklungsphase, ein fixes Veröffentlichungsdatum gibt es nicht. Ihre Entdeckung im Web-Client deutet jedoch auf einen plattformübergreifenden Rollout hin.
Für die Mobilfunkbranche signalisiert der Schritt einen Trend zur “Micro-Ephemeralität”. Die Lebensdauer einer Nachricht wird zunehmend durch ihren Nutzen bestimmt – nicht durch willkürliche Server-Einstellungen. Da regulatorischer Druck auf Datenspeicherung weltweit wächst, werden Tools zur Minimierung des eigenen Daten-Fußabdrucks wahrscheinlich zum Standard.
Nutzer sollten ihre Apps aktuell halten, da solche Features typischerweise zuerst Beta-Testern zur Verfügung stehen. Die parallel gemeldeten Metadaten-Schwachstellen erinnern indes daran: Während Software-Features den Chat-Verlauf schützen können, erfordert ganzheitliche digitale Sicherheit auch Wachsamkeit bei Geräteverknüpfungen und System-Updates.
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