WhatsApp, GIF-Dienst

WhatsApp tauscht GIF-Dienst aus und erweitert Funktionen

22.01.2026 - 07:47:12

WhatsApp ersetzt den GIF-Dienst Tenor durch Klipy und führt ein neues, effizienteres Layout für die GIF-Suche ein. Die Änderung ist eine Reaktion auf die Einstellung der Tenor-API.

WhatsApp ersetzt seinen GIF-Anbieter Tenor und verbessert gleichzeitig die Nutzeroberfläche – ein notwendiger Schritt, um den Service für Milliarden Nutzer aufrechtzuerhalten. Die Änderung zeigt, wie die Meta-Plattform von einer reinen Chat-App zu einem umfassenden Kommunikationszentrum wächst.

Hintergrund: Der Zwang zum Wechsel

Der Wechsel ist keine freiwillige Entscheidung, sondern eine technische Notwendigkeit. Tenor, einer der Hauptlieferanten für animierte Bilder, stellt seinen API-Dienst zum 30. Juni 2026 ein. Schon jetzt nimmt das Unternehmen keine neuen Entwickler mehr auf. Ohne rechtzeitige Reaktion würde die GIF-Suche für einen Großteil der Nutzer ab Juli schlichtweg ausfallen.

Als neuen Partner hat WhatsApp Klipy ins Boot geholt. Der Wechsel wurde bereits in einer Beta-Version für iOS entdeckt und soll bis zur Tenor-Abschaltung im Sommer 2026 abgeschlossen sein. Andere große Plattformen wie Discord haben ähnliche Migrationsschritte eingeleitet.

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Was sich für Nutzer ändert – und was nicht

Für die allermeisten Nutzer soll der Übergang nahtlos verlaufen. Es ist keine manuelle Aktion erforderlich. Das einzige sichtbare Zeichen wird ein neues Label sein: Statt „Tenor“ werden geteilte GIFs künftig mit „Klipy“ gekennzeichnet sein.

Wichtig ist: Nicht alle Nutzer sind betroffen. WhatsApp nutzt in einigen Regionen oder für bestimmte Nutzergruppen bereits den Dienst Giphy. Für sie ändert sich nichts. Der Wechsel betrifft ausschließlich diejenigen, die aktuell über Tenor versorgt werden.

Schnellere Suche mit neuem Design

Parallel zum Provider-Wechsel optimiert WhatsApp auch die Bedienung. Getestet wird ein neues, dreispaltiges Layout für die GIF-Tastatur. Es ersetzt das bisherige zweispaltige Raster.

Der Vorteil liegt auf der Hand: Bis zu 50 Prozent mehr GIFs passen auf den Bildschirm. Nutzer müssen weniger scrollen und finden das passende animierte Bild schneller. Diese Verbesserung der Usability, kombiniert mit der neuen Klipy-Integration, soll das Teilen von GIFs insgesamt intuitiver und effizienter machen.

Die große Strategie: Vom Chat zum Content-Hub

Die GIF-Aktualisierung ist nur ein Mosaikstein in einer größeren Strategie. WhatsApp will mehr sein als eine reine Messenger-App. Ein zentraler Baustein dafür ist das Feature „Channels“ (Kanäle).

Seit dem globalen Launch 2023 können Organisationen, Prominente und Medien hier Updates an ein breites Publikum senden – in einem Einweg-Kommunikationsstrom, getrennt von privaten Chats. Große Nachrichtenagenturen und regionale Medien nutzen Channels bereits intensiv für Breaking News und tägliche Zusammenfassungen.

Über ein Verzeichnis können Nutzer aktive und populäre Kanäle in ihrem Land entdecken. Das eröffnet gerade lokalen Nachrichtenredaktionen eine direkte Verbindung zu ihrer Community. Zwar wurden kürzlich keine speziellen neuen Features für lokale Kanäle angekündigt, doch das bestehende Framework bietet bereits eine mächtige Grundlage.

Ausblick: WhatsApp im Wettbewerb der Aufmerksamkeit

Die gleichzeitige Verbesserung eines sozialen Feature wie GIFs und der Ausbau der Nachrichtenverbreitung via Channels verdeutlicht Metas Strategie für WhatsApp. Die Plattform soll nützlicher werden und die Verweildauer der Nutzer erhöhen.

Der erzwungene Wechsel von Tenor zu Klipy zeigt zudem, wie abhängig Tech-Giganten von einem komplexen Geflecht aus Drittanbieter-Diensten sind. Indem WhatsApp proaktiv handelt, will es Service-Kontinuität und Nutzervertrauen wahren.

Die Zukunft dürfte weitere Integrationen von Rich Media und verfeinerte Tools zur Content-Entdeckung bringen. WhatsApp konkurriert nicht mehr nur mit anderen Messengern, sondern zunehmend mit sozialen Medien und Nachrichten-Apps um die wertvolle Aufmerksamkeit der User. Die Evolution zum alles-in-einem-Kommunikationshub ist in vollem Gange.

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