WhatsApp, Millionen

WhatsApp sperrt Millionen Konten nach neuem Geister-Paarungs-Betrug

27.12.2025 - 12:24:12

WhatsApp reagiert mit drastischen Massensperren auf die Betrugsmethode Ghost Pairing, die selbst Ende-zu-Ende-Verschlüsselung umgeht und Nutzerdaten gefährdet.

WhatsApp geht mit Massensperren gegen eine raffinierte Betrugsmethode vor, die selbst Ende-zu-Ende-Verschlüsselung aushebelt. Hintergrund ist die sogenannte “Geister-Paarung”, bei der Angreifer sich unbemerkt in Konten einklinken. Die Plattform hat allein in Indien zuletzt fast 10 Millionen Konten monatlich gesperrt.

Die unsichtbare Gefahr: So funktioniert “Ghost Pairing”

Im Zentrum der aktuellen Sicherheitswarnungen steht ein ausgeklügelter Trick. Angreifer nutzen die legitime “Verbundene Geräte”-Funktion von WhatsApp, um sich unbemerkt Zugang zu verschaffen. Dazu manipulieren sie Nutzer, einen QR-Code zu scannen oder einen Pairing-Code einzugeben – oft unter dem Vorwand einer angeblichen “Identitätsverifikation” oder “KYC-Aktualisierung” ihrer Bank.

Ist die Verbindung erst einmal hergestellt, wird das Gerät des Betrügers zum unsichtbaren Begleiter des Hauptkontos. Der Angreifer kann Chats, Fotos und Kontakte in Echtzeit mitlesen, während das Opfer die App normal weiter nutzt. Besonders tückisch: Das Hauptgerät wird nicht abgemeldet, es gibt keinen direkten Hinweis auf den Einbruch.

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“Die technischen Barrieren der App sind robust, aber sie werden durch psychologische Manipulation umgangen”, erklärt ein Sicherheitsexperte. Indische Behörden wie CERT-In haben die Methode bereits als Bedrohung mit hohem Schweregrad eingestuft.

Massensperren und Transparenzprobleme

Die Reaktion von WhatsApp fällt drastisch aus. Daten vom 25. Dezember zeigen, dass die Plattform in stark betroffenen Regionen wie Indien zuletzt durchschnittlich 9,8 Millionen Konten pro Monat sperrte. In den letzten Dezemberwochen 2025 gab es einen deutlichen Anstieg der Maßnahmen.

Die Strategie kombiniert automatische Erkennungssysteme und manuelle Überprüfungen. Automatisierte Tools flaggen Konten, die Muster für Massennachrichten oder schnelle Geräteverknüpfungen von verdächtigen IP-Adressen zeigen. Berichten zufolge wurden über eine Million Konten proaktiv gesperrt, noch bevor Nutzer sie meldeten.

Doch es gibt Kritik. Behörden bemängeln mangelnde Transparenz. Zwar sei die Zahl der Sperren hoch, doch der Mangel an geteilten Informationen über die betroffenen Mobilfunknummern behindere Strafverfolgungsbehörden. Gesperrte Nummern tauchten oft auf anderen Messaging-Plattformen wieder auf und setzten ihre betrügerischen Aktivitäten fort.

Branchenweite Auswirkungen und Sicherheitsdebatte

Der Fall “Geister-Paarung” zeigt ein grundsätzliches Problem: Ende-zu-Ende-Verschlüsselung schützt nicht vor autorisierten Endpunkten, die durch Betrug erschlichen wurden. Diese Unterscheidung ist für regulatorische Debatten entscheidend, denn sie verlagert den Fokus von “Hintertüren” hin zu Sicherheitsmerkmalen der Benutzeroberfläche.

Für verschlüsselte Messaging-Dienste wächst das Reputationsrisiko. Das Vertrauen der Nutzer in die Privatsphäre-Versprechen der Plattformen leidet, wenn sich zeigt, dass “private” Gespräche leicht für Dritte zugänglich sein können. Die Zusammenarbeit zwischen Behörden wie CERT-In und WhatsApp deutet auf ein kooperativeres Abwehrmodell hin.

Was Nutzer jetzt tun können – und was kommt

Experten raten Nutzern dringend, den Bereich “Verbundene Geräte” in den WhatsApp-Einstellungen regelmäßig wie ein Sicherheits-Dashboard zu überprüfen und unbekannte Geräte sofort zu entfernen. Jede Aufforderung, einen QR-Code zu scannen, sollte kritisch hinterfragt werden – besonders wenn sie unter Zeitdruck oder mit Drohungen wie Kontosperrungen verbunden ist.

Für 2026 erwarten Sicherheitsexperten, dass WhatsApp und Mutterkonzern Meta erweiterte Sicherheitsfunktionen einführen werden. Denkbar sind auffälligere Benachrichtigungen bei neuen Geräteverknüpfungen oder regelmäßige “Sicherheitsüberprüfungen”, die Nutzer zur Kontrolle ihrer verbundenen Geräte auffordern.

Doch das Katz-und-Maus-Spiel geht weiter. Während Plattformen die Geräteverknüpfung strenger kontrollieren, werden Betrüger sich voraussichtlich neuen Methoden zuwenden – möglicherweise über andere legitime Funktionen oder weniger regulierte Messaging-Apps. Die Massensperren sind eine wirksame Störung, aber keine dauerhafte Lösung gegen kriminelle Netzwerke, die ihre Infrastruktur schnell wieder aufbauen können.

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