WhatsApp, Kontoeinstellungen

WhatsApp schaltet strikte Kontoeinstellungen für Risikogruppen frei

14.02.2026 - 03:42:12

WhatsApp führt strikte Kontoeinstellungen ein, um gezielt Journalisten und Aktivisten vor komplexen Cyberangriffen zu schützen. Die Funktion verschärft automatisch die Privatsphäre-Optionen.

WhatsApp führt einen neuen Sicherheitsmodus für gefährdete Nutzer ein. Die „Strikten Kontoeinstellungen“ verschärfen automatisch die Privatsphäre-Optionen und sollen gezielt vor komplexen Cyberangriffen schützen. Die Funktion richtet sich an Journalisten, Aktivisten und Personen des öffentlichen Lebens.

Seit Ende Januar rollt der Messenger-Dienst die Neuerung schrittweise aus. Sie ist eine direkte Reaktion auf die zunehmende Bedrohung durch staatliche Spionagesoftware und gezielte Hacking-Versuche. Die Einstellungen gehen damit über den Standard-Schutz der Ende-zu-Ende-Verschlüsselung hinaus.

So funktioniert der neue „Lockdown-Modus“

Nutzer finden die optionale Funktion in den Einstellungen unter „Datenschutz“ und dem Unterpunkt „Erweitert“. Einmal aktiviert, setzt sie mehrere Hebel auf die restriktivste Stufe:
* Blockierte Anhänge: Medien und Dateien von unbekannten Absendern werden automatisch blockiert.
* Maximale Privatsphäre: Profilbild, Online-Status und „Zuletzt online“-Anzeige sind für fremde Nummern unsichtbar.
* Zwang zur Zwei-Faktor-Authentifizierung: Die wichtige 2FA-Schutzschicht wird aktiviert.

WhatsApp empfiehlt die Aktivierung nur für Nutzer, die ein konkretes Risiko sehen. Für die meisten Privatpersonen sind die Standardeinstellungen ausreichend.

Das Fundament: Ende-zu-Ende-Verschlüsselung

Unverändert bleibt das Kernelement der WhatsApp-Sicherheit: die standardmäßige Ende-zu-Ende-Verschlüsselung (E2EE). Sie schützt alle privaten Chats, Anrufe und geteilten Medien. Das Prinzip: Nur Sender und Empfänger können die Inhalte lesen – nicht einmal WhatsApp selbst hat Zugriff.

Nutzer können diesen Schutz für jeden Chat über einen 60-stelligen Code oder einen QR-Code verifizieren. Diese Verschlüsselung gilt nach wie vor als Goldstandard für private Messenger.

Diese Alltagstools schützen Ihre Privatsphäre

Neben den neuen Strikten Einstellungen bietet WhatsApp weitere Werkzeuge für den individuellen Datenschutz:
* Chat-Sperre: Vertrauliche Konversationen lassen sich in einen passwortgeschützten Ordner verschieben.
* Geschützte IP-Adresse: Eine Option leitet Anrufe über WhatsApp-Server um und verbirgt so den eigenen Standort.
* Privatsphäre-Checkup: Eine Schritt-für-Schritt-Anleitung führt durch alle wichtigen Sicherheitseinstellungen.
* Ablaufende Nachrichten: Nachrichten löschen sich nach einer festgelegten Zeit von selbst.

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Das Wettrüsten um digitale Sicherheit geht weiter

Die neuen Einstellungen festigen WhatsApps Position als einer der sichersten Mainstream-Messenger. Doch die Herausforderung bleibt: Wie bringt man maximale Sicherheit mit einer einfachen Bedienung in Einklang?

Kritiker weisen darauf hin, dass neuere KI-Funktionen wie Meta AI nicht unter die Ende-zu-Ende-Verschlüsselung fallen. Dort eingegebene Daten können von Meta verarbeitet werden.

Eins ist klar: Das digitale Wettrüsten zwischen Messenger-Anbietern und Cyberkriminellen geht weiter. Für Nutzer bedeutet das, regelmäßig die Sicherheitseinstellungen zu prüfen und neue Schutzfunktionen zu aktivieren.

@ boerse-global.de

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